Das Institut der Deutschen Wirtschaft schätzt, dass etwa 90.000 von 280.000 ausländischen Betrieben in der Lage wären, Jugendliche auszubilden. Obwohl nur 13 Prozent der ausländischen Betriebe derzeit ausbilden, sind immerhin 27 Prozent der befragten Betriebe an Ausbildung grundsätzlich interessiert. In dem Beitrag werden die Gründe für die mangelnde Ausbildungsbereitschaft beleuchtet, um dann der Frage nachzugehen, wie das Ausbildungsengagement gefördert werden könnte.
Der Beitrag stellt das Gedankenspiel "Meier kam nach Riad" vor. Damit sollen Ausbilder im Seminar für die Situation ihrer ausländischen Auszubildenden sensibilisiert werden. Vorgestellt wird darin ein deutscher Familienvater, der wegen großer Arbeitslosigkeit in Deutschland beschließt, sein Land zu verlassen. Der Einsatz des Gedankenspiels zielt auf die Verbesserung der sozialen Interaktion zwischen Ausbildern und ausländischen Jugendlichen. Beschrieben werden auch mögliche Schwierigkeiten bei der Verwendung dieses Seminarelements sowie das weitere Vorgehen im Seminar.
Im Rahmen der vom Bundesminister für Bildung und Wissenschaft finanziell geförderten und vom BIBB betreuten Modellversuche in der außerschulischen Berufsbildung werden seit einigen Jahren verstärkt Versuche zur Berufsvorbereitung und Berufsausbildung lernschwacher und sozial benachteiligter Jugendlicher durchgeführt. Die bisher vorliegenden Erfahrungen und Ergebnisse sind durchaus ermutigend; ein großer Teil der in diesem Vorhaben ausgebildeten Jugendlichen konnte das Ausbildungsziel erreichen bzw. wird es voraussichtlich erreichen können. Auf der anderen Seite ist jedoch auch eine gewisse Ernüchterung insofern eingetreten, als die Maßnahmen nicht in jedem Fall zum gewünschten Erfolg führen, also offensichtlich noch Verbesserungen und Ergänzungen nötig sein werden. Im Beitrag werden einige Vorschläge für mögliche künftige Modellversuche skizziert, die sich weitgehend aus der bisherigenBetreuung laufender Modellversuche ergeben haben. Er ist als allgemeiner Bezugsrahmen gedacht, an dem sich die Weiterarbeit auf diesem Felde unter Berücksichtigung der jeweiligen regionalen und sektoralen Gegebenheiten orientieren könnte.
Das Bundesinstitut für Berufsbildung betreut seit 1980 Modellversuche zur Ausbildung ausländischer Jugendlicher. Bildungspolitische Voraussetzung der seit November 1981 insgesamt 14 Modellversuche ist das Modellversuchsprogramm des Bundesministers für Bildung und Wissenschaft "zur Förderung der Ausbildung von ausländischen Jugendlichen in anerkannten Ausbildungsberufen" vom 30. Juni 1980. Eine solche bildungspolitische Schwerpunktsetzung zielt darauf ab, die verstärkte Aufmerksamkeit aller an der beruflichen Bildung Beteiligten darauf zu lenken, daß die erfolgreiche Berufsausbildung ausländischer Jugendlicher eine der gesellschaftspolitischen Aufgaben der nächsten Jahre sein wird: Es geht darum, den künftigen Fachkräftebedarf in Industrie und Handwerk heranzubilden und gleichzeitig jungen Ausländern die Möglichkeit zu eröffnen, sich beruflich zu qualifizieren.
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