Zur Vorbeugung von Ausbildungslosigkeit ist es besonders wichtig, die Jugendlichen genauer zu kennen, die über ein erhöhtes Abbruchrisiko verfügen bzw. denen es nicht gelingt, in eine Berufsausbildung einzumünden. Der Beitrag setzt sich mit der Frage auseinander, wer sich zu verschiedenen Zeiten in der Gruppe der Jugendlichen ohne Berufsausbildung in Westdeutschland befindet und wie maßgeblich sie sich in den letzten 50 Jahren verändert hat. Vorgestellt werden empirische Befunde einer Längsschnittstudie, die es ermöglicht, im Geburtskohortenvergleich einen deutlichen Strukturwandel dieser Bildungsgruppe sichtbar zu machen. Die Ergebnisse eröffnen den Blick für notwendige Veränderungen von Politikinstrumenten zur frühzeitigen Unterstützung dieser "Problemgruppen“.
Vernetzte Lernsysteme in der betrieblichen Berufsbildung stehen am Anfang der Entwicklung, es gibt noch wenig praktische Beispiele und noch wenig entwickelte Konzeptionen. In der Mehrzahl der Anwendungsbeispiele für Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK-Technologien) herrscht die reine Arbeitsanwendung vor, Qualifizierungsanwendungen sind meist Offline- Anwendungen (CBT-Lernprogramme). Das haben Erhebungen im Rahmen eines Forschungsprojekts des Bundesinstituts für Berufsbildung ergeben. Betriebe wurden befragt nach der Ausstattung mit IuK-Technologien, der Nutzung von IuK-Technologien und nach den Formen der beruflichen Bildung mit IuK-Technologien. Es wird das Fazit gezogen, dass, wenn das Lernpotenzial der neuen Medien in vollem Umfang ausgeschöpft werden soll, ein den jeweiligen Zwecken angemessenes didaktisches Konzept zugrunde gelegt werden muss.
Im Rahmen zweier Projekte des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) wurden rund 1.500 Betriebe nach ihrer Ausstattung mit Computern und Netzen sowie deren Nutzung für die Arbeit und die Aus- und Weiterbildung befragt. Festgestellt wurde, dass IuK-Techniken in hohem Umfang in der Arbeit und weniger in der Aus- und Weiterbildung eingesetzt werden. Das Lernen am Arbeitsplatz ist die in Klein- und Mittelbetrieben am meisten praktizierte Lernform, wenn es um den Einsatz von IuK-Technologien im Lernprozess geht. Netze zur lernortübergreifenden Aus- und Weiterbildung werden lediglich von wenigen Großbetrieben genutzt. Insgesamt ist die Einstellung der Befragten zum Einsatz von IuK-Technologien in der beruflichen Bildung, vor allem in Kleinbetrieben, positiv. Vorteile werden vor allem im flexiblen zeitlichen Einsatz, der Unabhängigkeit vom Lernort, der Möglichkeit des selbstgesteuerten Lernens und im Zugriff auf Informationen im Netz gesehen.
Der zunehmenden Beachtung von Fragen des Umweltschutzes im öffentlichen Leben entspricht die Forderung nach stärkerer Thematisierung von Umweltbildung, nicht nur im allgemeinbildenden Bereich, sondern auch in Aus- und Weiterbildung. Hier wird versucht, die Konzeption von Ausbildungsmitteln zum Umweltschutz zu skizzieren. Dabei steht der Gesichtspunkt im Vordergrund, Umweltbewußtsein als integralen Bestandteil beruflicher Handlungskompetenz berufs- und handlungsbezogen zu vermitteln. Etwas näher ausgeführt werden diese Überlegungen am Beispiel der Ausbildung im Kfz-Handwerk, wo entsprechend einer BIBB-Untersuchung 1987 jeder vierte Betrieb Defizite in der Vermittlung von Qualifikationen im Bereich Umweltschutz sieht.
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