Bisherige Untersuchungen zum Informations- und Beratungsverhalten Jugendlicher im Zusammenhang mit Ausbildungsfragen zeigen, dass es trotz umfassender Beratungsangebote Ergänzungsbedarf gibt. Als qualitativ neue und notwendige Ergänzung wird im folgenden der Aufbau eines internetgestützten Kommunikationssystems "Ausbildung" für Jugendliche vorgeschlagen. Grundgedanke ist, dass Jugendliche ihren Austausch zu Fragen der beruflichen Bildung selbst organisieren und sich durch gegenseitige Unterstützung selbst helfen. Wichtige Teilkomponenten des Kommunikationssystems "Ausbildung" sind Chat-Räume, Foren (Pin-Boards), Basis- Informationen und Links.
Die Situation ausländischer Jugendlicher in der Berufsbildung hat sich in den letzten Jahren deutlich entspannt - das war das erstaunliche Ergebnis einer Sonderauswertung des Mikrozensus 1998. Dieses Ergebnis stand in einem gravierenden Gegensatz zu Resultaten einer BIBB/EMNID-Befragung aus demselben Jahr, in der überdurchschnittlich hohe Anteile Jugendlicher ohne Berufsabschluss ermittelt wurden. Während das BIBB zu einem Ungelerntenanteil von knapp 33 Prozent unter den Ausländern im Alter zwischen 20 und 29 Jahren kommt, liegen die Ergebnisse des Mikrozensus bei rund 21 Prozent. Eine erneute Überprüfung des Mikrozensus kommt nun zu vergleichbaren Grössenordnungen.
In welchem Verhältnis die Ausbildungsvergütungen zu den Löhnen und Gehältern der ausgebildeten Fachkräfte stehen, ist eine bisher weitgehend ungeklärte Frage. Zwar liegen detaillierte Angaben zu Höhe und Struktur der Ausbildungsvergütungen sowie der Löhne und Gehälter vor, der Zusammenhang wurde aber bisher nicht untersucht, da miteinander vergleichbare Daten auf breiter Basis nicht verfügbar sind. Auf der Grundlage ausgewählter tariflicher Vereinbarungen soll in dem Beitrag daher exemplarisch die Relation von Ausbildungsvergütungen zu Löhnen bzw. Gehältern betrachtet werden, und zwar vor dem Hintergrund ihrer Relevanz für Ausbildungsentscheidungen. Ergebnis der Untersuchung ist, dass die Ausbildungsvergütungen im Durchschnitt bei einem Drittel des Lohn- bzw. Gehaltsniveaus liegen. Sowohl die Höhe der Ausbildungsvergütungen als auch ihr Verhältnis zu den Löhnen und Gehältern der Fachkräfte unterscheiden sich je nach Tarifbereich und Region sehr stark. Dies zeigt, dass die Ausbildungsvergütungen als Kostenfaktor der Betriebe eine sehr unterschiedliche Bedeutung haben. Aus Sicht der Jugendlichen zeigen die Ergebnisse, dass von der Vergütung nur bedingt Rückschlüsse auf die späteren Einkommen möglich sind. Die Höhe der Ausbildungsvergütung sollte daher bei der Entscheidung für einen Beruf und Ausbildungsbetrieb kein zu großes Gewicht erhalten.
Der Beitrag informiert über die Entwicklung auf dem Ausbildungsstellenmarkt im Ausbildungsjahr 1998/99. Die im Jahr 1997 begonnene positive Entwicklung bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen hat sich im Jahr 1998 fortgesetzt. Damit konnte jedoch noch keine ausgeglichene Stellenbilanz erreicht werden. Noch immer hat aufgrund der demographisch gestiegenen Nachfrage nach betrieblichen Ausbildungsstellen ein beachtlicher Teil der Lehrstellensuchenden keinen Ausbildungsplatz finden können. Viele ausbildungsgeeignete Jugendliche mussten in Schulen und berufsvorbereitende Maßnahmen ausweichen.
Wegen der Vielzahl von Nachfragen beim Bundesinstitut für Berufsbildung wurde auf der Grundlage der Erhebungsergebnisse von 1991 eine Fortschreibung der Ausbildungskosten auf das Jahr 1997 vorgenommen. Die ermittelten Angaben sind aufgrund der strukturellen Veränderungen jedoch als Näherungswerte einzuschätzen. Die Fortschreibung kann insofern eine aktuelle Erhebung der betrieblichen Ausbildungskosten nicht ersetzen. In dem Beitrag werden das Fortschreibungsverfahren erläutert und die Kostenentwicklung von 1991 auf 1997 dargestellt.
In dem Beitrag wird die Angebotsentwicklung auf dem Lehrstellenmarkt im Zehnjahreszeitraum von 1985 bis 1995 analysiert. Als zentrales Ergebnis wird festgehalten, "dass der Anteil der Ausbildungsbetriebe an der Gesamtzahl aller Betriebe im Beobachtungszeitraum von einem Drittel auf knapp ein Viertel gesunken ist. Gleichzeitig ist auch der Anteil der Auszubildenden an den Beschäftigten von knapp neun auf etwas mehr als fünf Prozent zurückgegangen. Parallel dazu hat sich die betriebliche Ausbildung von einer kleinbetrieblichen hin zu einer mehr großbetrieblich orientierten Ausbildung entwickelt." Während im gewerblichen Sektor die zurückgehende Ausbildungsbereitschaft durch die rückläufigen Beschäftigtenzahlen erklärbar ist, hat der Dienstleistungssektor trotz beträchtlicher Beschäftigungszuwächse in den letzten Jahren sein Ausbildungsengagement vermindert. Die Analyse zeigt insgesamt, dass entgegen der weitverbreiteten Auffassung zwischen Beschäftigungssystem und dem System der betrieblichen Ausbildung keine linearen Interdependenzbeziehungen bestehen.
Der Beitrag stellt zentrale Ergebnisse der Fortschreibung der Ausbildungskosten auf den Stand 1995 vor. Entsprechend der 91er Untersuchung wurde bei der Fortschreibung nach Voll- und Teilkosten unterschieden. Skizziert werden die Kostenstruktur 1995 und die Kostenentwicklung von 1991 bis 1995. Abschließend wird darauf hingewiesen, welche Punkte bei einem internationalen Vergleich von Ausbildungskosten zu beachten sind.
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