Angesichts des Fachkräftemangels und einer ausgeprägten Geschlechtersegregation in IT-Berufen greift der Beitrag die zentrale Frage auf, ob durch den Einsatz von beruflichen Rollenvorbildern mehr junge Menschen, insbesondere mehr junge Frauen, für den Beruf Fachinformatiker/-in gewonnen werden können. Mit dem Angebot „Ausbildungsbotschafter“ wird ein innovativer anerkennungssensibler Berufsorientierungsansatz vorgestellt. Erste Ergebnisse aus der BIBB-TUDa-Berufsorientierungsstudie weisen darauf hin, dass berufliche Rollenvorbilder Geschlechterunterschiede in der Wahrnehmung von IT-Ausbildungsberufen reduzieren können.
In view of the shortage of skilled workers and a pronounced underrepresentation of women in IT professions in Germany, this study asks whether vocational role models can attract more young people, especially more young women, to IT professions. This study uses the example of “VET ambassadors” in Germany – a novel career orientation approach based on social identification and social approval – to study the impact of vocational role models on students’ career preferences. Initial results from the BIBB-TUDa-Career Orientation Study suggest that role models may reduce gender differences in students’ occupational knowledge, self-efficacy and career preferences for IT professions.
At the end of lower secondary education, many young people are faced with the question of how they should proceed. Should they continue at school, undertake a practical placement, gain experience abroad or begin dual training? This article investigates the factors which influence their choice and how the educational preferences of pupils change over the course of Year 9. The basis for this investigation is provided by data from the National Educational Panel Study (NEPS), which was evaluated within the scope of the BIBB project “Educational orientation and decision-making of adolescents in the context of competing educational opportunities”.
Am Ende der Sekundarstufe I stellt sich für viele Jugendliche die Frage, wie es weitergehen soll. Sollen sie weiter zur Schule gehen, ein Praktikum machen, Erfahrungen im Ausland sammeln oder eine duale Ausbildung beginnen? Wodurch ihre Wahl beeinflusst wird und wie sich Bildungspräferenzen bei Schüler/-innen im Verlauf des 9. Schuljahrs verändern, wird in diesem Beitrag untersucht. Grundlage dafür sind Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS), die im Rahmen des BIBB-Projekts »Bildungsorientierungen und -entscheidungen Jugendlicher im Kontext konkurrierender Bildungsangebote« ausgewertet wurden.
Rezension zu: Ausbildungsrealität Anspruch und Wirklichkeit. Studie zum Wandel von Wahrnehmungen und Einstellungen Auszubildender im Ausbildungsverlauf / Eva Quante-Brandt, Silvia Rosenberger, Manfred Breden
Die Ausbildungsbeteiligung ausländischer Jugendlicher sinkt seit zehn Jahren kontinuierlich. Der Mangel an Ausbildungsstellen wirkt sich für ausländische Jugendliche besonders negativ aus, sie werden zunehmend vom Ausbildungsstellenmarkt verdrängt. Der Beitrag stellt die Entwicklung der Ausbildungsbeteiligung ausländischer Jugendlicher anhand von zwei Indikatoren der amtlichen Statistik dar und diskutiert die Ursachen ihrer Verdrängung aus dem dualen System der Berufsausbildung.
Neben der Diskussion um ein Zuwanderungsgesetz und die künftige Zuwanderung sollte nicht aus dem Blick geraten, die Qualifikationspotenziale der hier bereits lebenden Migranten stärker zu fördern und zu nutzen. Um die berufliche Entwicklung und Integration voranzutreiben, müssen ihre Kompetenzen erkannt und Wege gefunden werden, sie in der Aus- und Weiterbildung angemessen zu fördern. Der Beitrag geht dem unter drei Aspekten nach: dem Ausbildungspotenzial ausländischer Betriebe, der beruflichen Weiterbildung Erwachsener und der Ausbildung Jugendlicher.
Trotz der vielfältigen Kompetenzen von Migrantinnen und Migranten sind ihre Zugänge zu Angeboten der beruflichen Qualifizierung in Deutschland wesentlich niedriger als die der Personen ohne Migrationshintergrund. Die "Initiativstelle Berufliche Qualifizierung von Migrantinnen und Migranten" (IBQM) im Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) initiiert und begleitet neue Beratungsnetzwerke, Forschungs- und Entwicklungsprojekte für die berufliche Qualifizierung von Migranten und vernetzt sie mit bereits bestehenden Netzwerken und Initiativen. Der Beitrag beschreibt die Ziele und Aufgaben der Initiativstelle (IBQM) und die Aktivitäten in den Handlungsfeldern (Lokale und regionale Netzwerke, Ausbildungsvorbereitung und außerbetriebliche Berufsausbildung/ABH, Betriebliche Berufsausbildung, Weiterbildung, Erhöhung der Ausbildungsanteile im öffentlichen Dienst, interkulturelles Lernen).
Der Übergang junger Frauen zwischen Schule und Schule und Ausbildung ist mit wachsenden Handlungsspielräumen und zunehmenden Risiken verbunden. Der Beitrag greift die zentrale Frage auf, welche Partizipationschancen und Perspektiven an beruflicher Bildung junge Frauen finden, und analysiert exemplarisch ihre Übergangsprozesse und die damit verbundenen Orientierungen und Strategien. Mit Blick auf die Heterogenität der heutigen Generation von Schulabgängerinnen wird auch die Frage behandelt, in welcher Weise sich entsprechende Chancen und Risiken zwischen Schulabgängerinnen aus den neuen und alten Bundesländern sowie ausländischer Herkunft unterschiedlich verteilen. Die Aussagen stützen sich auf Auswertungen bundesweiter Statistiken sowie überregionale Untersuchungen und Studien.
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