Der Beitrag skizziert die gegenwärtige Moduldiskussion und stellt das modulare Nachqualifizierungskonzept des Modellversuchs "Arbeit und Qualifizierung" des Bildungswerks der Hessischen Wirtschaft dar. Die in dem Modellversuch entwickelten Module folgen dem Prinzip der Tätigkeits- bzw. Situationsorientierung, anstatt sich von der zugrundeliegenden Fachsystematik leiten zu lassen. Damit ergibt sich die Möglichkeit, prinzipiell mit jedem Modul beginnen zu können. Anhand von Beispielen werden tätigkeits- und situationsorientierte Module für Einzelhandelskaufleute und Maler/Lackierer erläutert. Beide Modulkonzepte orientieren sich an den betrieblichen Abläufen und bauen auf erfahrungsorientiertes Lernen.
Dass die betrieblichen Einsatzplätze wichtige, ja durch eine Lehrwerkstatt gar nicht ersetzbare Lernmöglichkeiten bieten, wird immer deutlicher erkannt, aber immer noch zu wenig genutzt. Berufliche Handlungsfähigkeit als übergeordnetes Ausbildungsziel kann nur durch eine optimale Vernetzung systematisch-didaktisierten Lernens (meist in der Lehrwerkstatt) und aufgabenbezogenen Lernens in betrieblichen Realsituationen erreicht werden. Eine Voraussetzung dafür ist die Erschliessung der betrieblichen Arbeitsplätze als Lernplätze. Dadurch werden die 'Inhaber' dieser Arbeitsplätze meist Facharbeiter, in eine pädagogische Verantwortung gestellt, auf die sie in der Regel nicht vorbereitet sind. In einem Modellversuch, den die BAYER AG durchführt, wird ein arbeitsplatzbezogenes Qualifizierungskonzept erprobt, das die nebenberuflichen Ausbilder in die Lage versetzen soll, diese Aufgabe deutlicher zu sehen und mit den Mitteln, die ihnen inhaltlich, organisatorisch und zeitlich an ihrem Arbeitsplatz zur Verfügung stehen, produktiv zu bewältigen. Eine Folge von sieben Seminaren, verbindende Aufgabenstellungen und die dabei institutionalisierte Kooperation mit den hauptberuflichen Kollegen sind die wesentlichen strukturellen Komponenten dieses Modellversuchs.
Die Veränderung der Arbeitsorganisation in den produzierenden Betrieben, die Einführung neuer Technologien und auch die Neuordnung der Metallberufe haben dazu geführt, daß eine Gruppe von Ausbildern mit Berufsforschern und -pädagogen zusammen ein neues Ausbildungskonzept für den Beruf des Spaners entwickelt haben. Der Prozeß wurde "rollende Reform" genannt. In dem Artikel werden die Ziele der Neuordnung aufgeführt und die einzelnen Vorgehensweisen beschrieben. Abschließend werden die Ergebnisse und Perspektiven der Arbeit und deren Umsetzung festgestellt.
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