Für ein Forschungsprojekt des Bundesinstituts für Berufsbildung "Entwicklung von computerunterstützten multimedialen Lernsequenzen für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit in gewerblich- technischen Berufen" wurden 44 CD-ROM unter dem Aspekt der möglichen Interaktionen zwischen Lerner und Rechner untersucht. Es sollte ermittelt werden, ob die dem Medium innewohnenden didaktischen Potentiale von den Herstellern ausgeschöpft wurden. Der Beitrag stellt Untersuchungsergebnisse zu Interaktion, Handhabung und Design der CD-ROM vor. Fazit der Autoren: Die CD-ROM ist als Träger für multimediale Lernsoftware gut geeignet. Didaktisch anspruchsvolle Designs sind aber nur kostenaufwendig zu realisieren und werden es auch bleiben. Die besten Ergebnisse sind mit einem ausgeglichenen Verhältnis zwischen Benutzerführung und spielerischem und entdeckendem Lernen zu erzielen.
Im Sinne der EU-Richtlinien müssen Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit integraler Bestandteil der Berufsausbildung sein. Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat ein neues Ausbildungsmittel entwickelt, das diesem integrativen Ansatz durch exemplarische Ausbildungsaufgaben gerecht wird. Der Einsatz dieses Mediensets zielt auf die Entwicklung einer beruflichen Handlungsfähigkeit, die den Sicherheits- und Gesundheitsschutzaspekt einbezieht.
Für die Anforderungen des Umweltschutzes in der Berufsausbildung ist die Entwicklung von Medien von besonderer Bedeutung. Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat ein Ausbildungsmittel herausgegeben, das die Auszubildenden in den Ausbildungsberufen der Metalltechnik und der Elektrotechnik mit Grundfragen des Umweltschutzes vertraut macht und mit dem angestrebt wird, in der Ausbildung "umweltbezogene Handlungsfähigkeit" zu erreichen. Der Beitrag skizziert den Hintergrund der Entstehung und den Aufbau dieses Ausbildungsmittels.
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat den gesetzlichen Auftrag, die Bildungstechnologie durch Forschung zu fördern. Unter Bildungstechnologie sind in diesem Zusammenhang Lehr- / Lernmittel für die betriebliche Berufsausbildung zu verstehen. Die vom Bundesinstitut entwickelten Ausbildungsmittel sollen zum Aufbau einer beruflichen Handlungsfähigkeit und zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung der Auszubildenden beitragen. Die Bildungstechnologieforschung beobachtet und analysiert die technische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung sowie deren Auswirkungen auf die Arbeitsorganisation und die Ausbildungsbedingungen. Die ermittelten für die berufliche Bildung bedeutsamen Inhalte werden didaktisch aufbereitet und in eine für den Lehr-/ Lernprozeß geeignete Form umgesetzt. Die Ergebnisse fließen in beispielhaft entwickelte Ausbildungsmittel ein, die unmittelbar in der praktischen Berufsausbildung eingesetzt werden können. Bedingt durch die Veränderungen der Rahmenbedingungen unterliegen auch die Ausbildungsmittel einer ständigen Weiterentwicklung. Dabei ist bezogen auf die Konzeption abzusehen, daß es zukünftig nicht darauf ankommt, den bestehenden Ausbildungsmitteln weitere "Fertigkeitsübungen" hinzuzufügen als vielmehr berufliche Handlungsfähigkeit durch didaktisch-methodische Maßnahmen zu erzielen. Eine detaillierte Untersuchung hat ergeben, daß die in den neuen Ausbildungsverordnungen genannten Fertigkeiten manueller Arbeitstechniken im wesentlichen Gegenstand der berufsfeldbreiten Grundbildung sind. Die Förderung der beruflichen Handlungsfähigkeit und übergeordneter Qualifikationen gewinnt dagegen während der gesamten Ausbildung zunehmend an Bedeutung. Hierzu Unterlagen zu entwickeln, wird den Schwerpunkt zukünftiger Arbeit in der Medienentwicklung bilden.
Die Ausbildungsmittel des Bundesinstituts für Berufsbildung in Form von Übungsreihen sind vorrangig für die betriebliche Berufsausbildung gestaltet. Durch die sich verändernden Rahmenbedingungen sind Ausbildungsmittel einem ständigen Prozeß der Weiterentwicklung unterworfen. Im Bereich der maschinenbezogenen Fertigkeiten kommt es z. B. in zunehmendem Maße zum Einsatz numerisch gesteuerter Werkzeugmaschinen. Veränderungen solcher Art wirken sich selbstverständlich auch bei der Entwicklung von Ausbildungsmitteln aus. Wie das im konkreten Fall geschehen kann, soll am Beispiel eines neu entwickelten Ausbildungsmittels für den Fertigungsbereich Fräsen gezeigt werden.
Im BIBB werden gemeinsam mit Praktikern der beruflichen Bildung Übungsreihen für die betriebliche Berufsausbildung im Berufsfeld Metalltechnik erarbeitet. Die Form dieser Übungsreihen ist das Ergebnis von jahrelanger Entwicklungs-und Erprobungsarbeit. Daher erscheint es sinnvoll, über das Konzept, den Aufbau und die Anwendung dieser Übungsreihen zu berichten. An einigen Beispielen wird das zugrundeliegende didaktische Konzept erläutert und gezeigt, wie die einzelnen Teile der Übungsreihen miteinander verbunden sind. Im Berufsfeld Metalltechnik gibt es rund 80 Ausbildungsberufe mit etwa 200.000 Auszubildenden. Die Übungsreihen sind deshalb so gestaltet, daß sie bausteinartig für verschiedene Einzelberufe anwendbar sind. Dabei sind diese Reihen auf die Vermittlung bestimmter Fertigkeiten, wie z. B. Fräsen, Bohren, Gasschweißen, bzw. auf besondere Lernbereiche, wie z. B. Pneumatik und Hydraulik, abgestellt.Das Bundesinstitut hat mit diesen Forschungsergebnissen in der Form von Medien eine Lücke in der praktischen Berufsausbildung gefüllt, wobei die enge Zusammenarbeit von Praxis und Wissenschaft maßgeblich für die Qualität dieser Medien ist.
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