Gesellschaftlicher, ökonomischer und technologischer Wandel haben häufig Auswirkungen auf das Bildungssystem und auf den Arbeitsmarkt. Die Entwicklungen von Qualifikationen für Tätigkeiten und Berufe zu beobachten und zu analysieren, ist seit Bestehen des BIBB neben der Ordnungsarbeit eine der Kernaufgaben des Instituts. Ziel der Qualifikationsentwicklungsforschung ist die systematische Beobachtung und Analyse von beruflichen Arbeitsmarktentwicklungen aus verschiedenen Perspektiven und mit unterschiedlichen Datenzugängen, um Veränderungen und Anpassungsprozesse frühzeitig erkennen zu können. Im Beitrag wird dieses Forschungsfeld am Beispiel der Tätigkeiten im Bereich Erneuerbare Energien methodisch sowohl aus der Sicht der Erwerbstätigen wie auch der Betriebe beschrieben und es werden einige Ergebnisse dargestellt.
Societal, economic and technological change frequently exert effects on the educational system and labour market. Alongside regulatory work, the observation and analysis of qualifications for activities and occupations has formed one of the core remits of BIBB since the institute came into being. The aim of qualifications development research is the systematic observation and analysis of occupational developments on the labour market from various perspectives and with different data access points in order to be able to recognise changes and adaptation processes at an early stage. This article takes activities in the area of renewable energy as an example to describe this field of research both in methodological terms and from the point of view of workers and companies and to present a number of results
Andreas Krewerth; Ingrid Leppelmeier; Joachim Gerd Ulrich
In den letzten Jahren sind bei der Entwicklung neuer und der Modernisierung bestehender Berufsbilder viele neue Berufsbezeichnungen entstanden. Diese sollen nicht nur eine möglichst realistische Vorstellung von der jeweiligen Tätigkeit liefern, sondern auch attraktiv sein. Jugendliche reagieren sehr unterschiedlich auf die neuen Bezeichnungen: Während einige Benennungen das Image eines Berufs fördern, haben andere fast schon stigmatisierenden Charakter. Und was für männliche Jugendliche interessant klingen mag, kann auf junge Frauen abschreckend wirken. Der Beitrag diskutiert die Auswirkungen von Berufsbezeichnungen auf das Berufsimage und prestige anhand von ausgewählten Berufen. Die Ergebnisse zeigen, daß vieles dafür spricht, in Zukunft bereits während des Neuordnungsverfahrens alternative Bezeichnungen empirisch zu testen. Ab April 2004 soll ein Forschungsprojekt vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in Zusammenarbeit mit der Universität Bonn gestartet werden, in dessen Rahmen ein standardisiertes Instrument zur Beurteilung von Berufsbezeichnungen aus der Sicht von Jugendlichen entwickelt werden soll.
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