Öffentlich-rechtliche Fortbildungsabschlüsse des Bundes werden neben den Hochschulqualifikationen den Niveaus 5 bis 7 des Deutschen Qualifikationsrahmens (DQR) zugeordnet. Zur Beurteilung der Gleichwertigkeit sind Systeme der Qualitätssicherung eine unverzichtbare Grundlage. Im Beitrag werden die für die geregelte berufliche Fortbildung verankerten Verfahren zur Sicherung der Qualität vorgestellt.
Die AOK Rheinland/Hamburg hat zur nachhaltigen Professionalisierung ausbildender Fachkräfte in Kooperation mit dem BIBB eine pädagogische Fortbildung entwickelt, deren Ergebnisse auf die Ausbildereignungsverordnung (AEVO) angerechnet werden können. Dieser Beitrag stellt das Konzept und die Erfahrungen damit vor.
Der Beitrag stellt das im Aufbau befindliche Kompetenzzentrum Zukunftstechnologien im Handwerk vor. Das Zentrum soll den Transfer neuer Technologien in das deutsche Handwerk unterstützen.
Professionell tätige Aus- und Weiterbilder/-innen im Betrieb sollen ein eigenes Berufsangebot und damit eine Anerkennung ihrer berufspädagogischen Profession erhalten. Eine wesentliche Grundlage dafür liefert der Abschluss "Berufspädagoge IHK für Aus- und Weiterbildung" der IHK für München und Oberbayern aus dem Jahr 2005. Im Beitrag werden Intentionen und Konzept des Berufs vorgestellt und die aktuellen ordnungspolitischen Entwicklungen in diesem immer wichtiger werdenden Dienstleistungsfeld skizziert.
In der Neuordnung von Aus- und Fortbildungsberufen ist Logistik seit Anfang der 90er Jahre von Bedeutung, konkret seit der Entwicklung der Erprobungsverordnung der Fachkraft für Lagerwirtschaft. In jüngerer Zeit steht im Zusammenhang mit der Expansion der Logistikdienstleistungen die Frage, inwieweit ein systematischer Ausbau des Angebotes an Aus- und Fortbildungsberufen diesen wachsenden Wirtschafts- und Arbeitsmarktfaktor unterstützen kann. Das BIBB untersucht diese Fragestellung derzeit. Gegenstand des Beitrages ist ein Einblick in die Situation der geregelten beruflichen Aus- und Weiterbildung für Logistik.
Geregelte Aufstiegsfortbildung ist für den Aufstieg der Absolventen des dualen Systems zu mittleren und Fach- und Führungskräften auch bei Expansion der Hochschulabschlüsse eine entscheidende und zukunftsträchtige Basis. Jedoch sind die bisher für diesen Aufstieg erforderlichen Kompetenzen im Projektmanagement, für Führungsaufgaben, Aufgaben der Gestaltung betrieblicher Kommunikation und Kooperation und für strategische Aufgaben in der traditionellen Aufstiegsfortbildung noch zu wenig verankert gewesen. Neue Zielgruppen wie Abiturienten, Studienabbrecher, Hochschulabsolventen stellen zudem die Aufstiegsfortbildung vor weitere Herausforderungen und eröffnen ihr neue Möglichkeiten. Der Beitrag stellt die ordnungspolitisch wichtigsten Ergebnisse einer Untersuchung für die kaufmännische Aufstiegsfortbildung mit Schwerpunkt Fachwirt in den Dienstleistungsbranchen vor und gibt einen Ausblick auf die Perspektiven. Generell wurde festgestellt, dass die Aufstiegsfortbildung für die Professionalisierung der mittleren Fach- und Führungsfunktionen sowie die Qualifikationsversorgung des unternehmerischen Mittelstandes vielen Unternehmen nicht bewusst ist. Ein gezieltes Marketing für das Produkt Aufstiegsfortbildung sei erforderlich und Ziel und Qualität der Aufstiegsfortbildung besser auf die Situation dieser Zielgruppe auszurichten. Ihre Förderung erfordere öffentlich-rechtlich geregelte Abschlüsse; hier müsse die Ordnungsarbeit verstärkt ansetzen.
In den neu geordneten Aufstiegsfortbildungen (Meister/ Fachwirte/ Fachkaufleute) wird der Handlungsorientierung große Bedeutung beigemessen. Dies gilt sowohl für die Vermittlung als auch für die Prüfung von Fortbildungsqualifikationen. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) untersucht Möglichkeiten, entsprechende handlungsorientierte Konzepte durch Planspieltraining didaktisch zu unterstützen. Im Blick sind dabei Unternehmensplanspiele, die sich als didaktische Methoden seit langem bewährt haben. Sie empfehlen sich von ihren Einsatzzielen und ihren Organisationsmethoden her für den Einsatz in der beruflichen Aufstiegsfortbildung. Untersucht wird, inwieweit bei den Teilnehmenden durch den Planspieleinsatz unternehmerisches Denken und Handeln gefördert wird und welche Trainingsmodelle empfohlen werden können.
Der Beitrag beschreibt die Situation der in der ehemaligen DDR kaufmännisch ausgebildeten Facharbeiter und begründet die Notwendigkeit einer staatlich anerkannten Nachqualifizierung für diese Berufsgruppe. Die Aussagen der Autoren basieren auf Untersuchungen des Bundesverbands Deutscher Privatschulen und des Zentrums für Unternehmensführung mit Neuen Technologien, dessen Projekt vom BIBB wissenschaftlich begleitet wird. Im letzten Teil des Textes werden inhaltliche Ansätze für eine berufsorientierte Nachqualifizierung aufgezeigt.
Die Qualifizierung kaufmännischer Fachkräfte in den neuen Bundesländern erweist sich als quantitativ umfangreiche und qualitativ problembehaftete Aufgabe. Das BIBB beschäftigt sich in diesem Zusammenhang auch mit der Schaffung geeigneter Voraussetzungen für den Transfer kaufmännischer Fortbildungsordnungen in die fünf neuen Bundesländer. Im folgenden werden kurz das Problemfeld, der Gegenstand und die Konzeption eines Forschungs- und Entwicklungsvorhabens zur Fortbildung von Industriefachleuten dargestellt.
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