Der Fortbildungsberuf »Geprüfter Konstrukteur und Geprüfte Konstrukteurin« von 1994 ist inhaltlich überholt und hat in der heutigen betrieblichen Praxis eine geringe Bedeutung. Eine BIBB-Voruntersuchung im Tätigkeitsfeld der Konstruktion kommt zu der Empfehlung, die Fortbildungsordnung zu modernisieren. Allerdings sollten damit zusätzliche konzeptionelle Überlegungen zur Steigerung der Attraktivität des Fortbildungsberufs verbunden werden. Hierzu wurde ein erstes Konzept erarbeitet, das in seinen Grundzügen in diesem Beitrag vorgestellt wird.
The advanced training occupation of “certified constructor” from 1994 has become obsolete in terms of its contents and is accorded little significance in company practice today. A preliminary investigation carried out by BIBB in the field of activity of construction has produced a recommendation that the relevant advanced training regulations should be updated. However, there is also a view that such a process should be allied with additional conceptual considerations aimed at increasing the attractiveness of this particular advanced training occupation. An initial concept has been drawn up for this purpose, the basic principles of which are outlined in the present article.
Initial vocational training in the construction sector was comprehensively reformed in 2011. Two previously three-and-a-half year training occupations, Technical Product Designer and Technical System Planner, were brought into force with maximum durations of five years, however, since no consensus on length of training could be reached during the training regulation modernisation procedure. On the basis of a BIBB advisory opinion, the appropriateness of the duration of initial vocational training has now been reviewed. The article presents key findings of this advisory opinion.
Die Berufsausbildung im Konstruktionsbereich wurde 2011 umfassend neu gestaltet. Die beiden dreieinhalbjährigen Ausbildungsberufe Technische/-r Produktdesigner/-in und Technische/-r Systemplaner/-in traten jedoch mit einer fünfjährigen Befristung in Kraft, da sich im Neuordnungsverfahren kein Konsens zur Ausbildungsdauer herstellen ließ. Auf der Basis eines BIBB-Gutachtens wurde nun die Angemessenheit der Ausbildungsdauer geprüft und die Befristung aufgehoben. Im Beitrag werden zentrale Ergebnisse dieses Gutachtens vorgestellt.
This article examines the options open to companies for meeting qualifications needs, with particular attention to company-based initial and continuing vocational education and training (IVET/ CVET). It presents selected results from a survey of experts which shed light on present assumptions about the trend for companies to recruit more academically qualified employees and erosion of the significance of occupational training in the workplace. The findings show that companies are increasingly relying on internal recruitment strategies and developing initiatives to combine company-based competence development with academic learning. Far from exhibiting a general bias towards academic qualifications, companies are seeking to recruit staff from diverse educational backgrounds.
Dieser Beitrag beleuchtet die betrieblichen Handlungsmöglichkeiten zur Deckung des Qualifikationsbedarfs mit besonderer Berücksichtigung der betrieblichen Aus- und Weiterbildung. Es werden Teilergebnisse aus einer Expertenbefragung vorgestellt, die gegenwärtige Annahmen zu Akademisierungstendenzen in den Betrieben, zu Konkurrenzen zwischen beruflich und hochschulisch ausgebildeten Fachkräften und einem Bedeutungsverlust beruflich-betrieblicher Bildung kritisch beleuchten. Sie zeigen, dass Betriebe verstärkt auf interne Rekrutierungsmuster setzen und verschiedene Initiativen entwickeln, die Vorteile der betrieblichen Kompetenzentwicklung mit akademischem Wissenserwerb verknüpfen. Statt breitflächiger Akademisierung setzen Betriebe auf Belegschaften mit vielfältigem Bildungshintergrund.
Duale Ausbildung für die Facharbeit im Konstruktionsbereich hat nach wie vor eine hohe Bedeutung - so das Ergebnis einer bundesweiten BIBB-Untersuchung bei Ausbildungsakteuren in diesem Bereich. Die dabei aktuell erhobenen Qualifikationsanforderungen kennzeichnen ein Tätigkeitsprofil, das im Wesentlichen als qualifizierte Zuarbeit zu Ingenieurarbeit im Planungs-, Entwicklungs- und Ausführungsprozess definiert werden kann. Für eine zukunftsorientierte Ausbildung in diesem Bereich ist die inhaltliche und strukturelle Berufsausgestaltung der beiden dualen Ausbildungsberufe Technischer Zeichner/Technische Zeichnerin und Technischer Produktdesigner/Technische Produktdesignerin zu überdenken.
Der Beruf der Bankkaufleute ist in der Diskussion. Massive Umstrukturierungsprozesse in den Kreditinstituten verändern Tätigkeitsprofile und Einsatzbereiche gelernter Bankkaufleute und stellen neue Herausforderungen an das Berufsbild. Sowohl die Wissenschaft wie auch Experten aus der Praxis thematisieren die Qualifikationsanforderungen zukünftiger Bankkaufleute und den Reformbedarf der Berufsausbildung. Der Beitrag setzt die Diskussion in Verbindung zu den Bedingungen der derzeitigen Ausbildungsrealität und verweist dabei auf einige Ergebnisse einer Studie des BIBB zur "Qualifikationsentwicklung des Bankgewerbes.
Die technologischen und wirtschaftlichen Entwicklungen der vergangenen Jahre erforderten die inhaltliche Neugestaltung kaufmännischer Medienberufe. Zum 1. August 2006 lösen deshalb die Ausbildungsberufe Medienkaufleute Digital und Print die bisherigen Verlagskaufleute sowie die Kaufleute für Marketingkommunikation die bisherigen Werbekaufleute ab. Dabei werden neue technologische Inhalte und ein erweitertes Produkt- und Dienstleistungsspektrum in die Ausbildung integriert. Durch die neuen Inhalte und Berufsbezeichnungen sollen auch neue Branchen und Branchensegmente für die Ausbildung gewonnen werden.
Der Beitrag zeigt, dass sich die aktuellen berufsbildungspolitischen Orientierungen - unter dem Blickwinkel neuer und modernisierter Berufe betrachtet - für Frauen und Männer sehr unterschiedlich darstellen. Viele neue Berufe sind entstanden, viele Berufe wurden in ihren Inhalten und Strukturen überarbeitet. Für Frauen gestalten sich diese Aktivitäten ambivalent, wie eine nähere Betrachtung der kaufmännischen, verwaltenden und dienstleistenden Berufe verdeutlicht. Die Geschlechterverteilung zeigt, dass sich mit den neuen Berufen das Berufespektrum der jungen Frauen erweitert hat, dass sie aber in den innovativen, neuen Berufen nicht so stark vertreten sind wie die Männer.
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