The labour markets trends of tomorrow began yesterday. Past developments are being acted upon in order to make projections for the future. The dominant trend in terms of the supply of skilled workers is demographic development, whereas on the demand side the primary focus is on economic development. The aim of current labour market progress is to indicate which trends are currently most likely to loom large without necessarily being inevitable. Such prognoses constitute a concentrated point of focus for policy options. Where, however, do their opportunities and limits lie?
Die Arbeitsmarkttrends von morgen haben gestern begonnen. Entwicklungen der Vergangenheit werden aufgegriffen und in die Zukunft projiziert. Dominanter Trend für das Angebot an Arbeitskräften ist die demografische Entwicklung. Auf der Bedarfsseite ist es in erster Linie die Wirtschaftsentwicklung. Aktuelle Arbeitsmarktprognosen sollen aufzeigen, welche Trends sich zur Zeit am wahrscheinlichsten, aber nicht unabwendbar für den Arbeitsmarkt abzeichnen. Sie sind ein Brennglas für politische Handlungsoptionen. Wo liegen aber die Möglichkeiten und Grenzen solcher Arbeitsmarktprojektionen?
Im OECD-Bericht "Education at a Glance" (Bildung auf einen Blick) von 2004 weisen - basierend auf dem Mikrozensus 2002 - Erwerbspersonen mit dualer Berufsausbildung in allen Altersgruppe höhere Erwerbslosenraten auf als Erwerbspersonen mit einem Berufsfachschulabschluss (je nach Altersgruppe +2 Prozent bzw. +3 Prozent) Wie sind diese Unterschiede zu erklären? Sind sie auf die unterschiedlichen Ausbildungssysteme zurückzuführen, oder werden Personen verglichen, die sich systematisch in arbeitsmarktrelevanten Merkmalen unterscheiden? Mit der vereinfachten Zulassung von Berufsfachschulabsolventen zur Kammerprüfung sind nach dem neuen Berufsbildungsgesetz diese Fragen von besonderem Interesse. Auf Basis des Mikrozensus 2003 wird in dem Beitrag aufgezeigt, wie sich Absolventen der unterschiedlichen Systeme (duales System, Berufsfachschulen) hinsichtlich ihrer Erwerbschancen unterscheiden, wenn vergleichbare Bedingungen geschaffen werden. Die Analysen geben keine Hinweise darauf, dass es systematische Unterschiede im Erwerbslosigkeitsrisiko zwischen Absolventen einer dualen Berufsausbildung und vollqualifizierender BFS gibt, die auf die spezifische Form der Ausbildung (Schule vs. Betrieb) zurückzuführen sind. Auf den ersten Blick vermeintlich erkennbare Unterschiede beruhen auf Selektivitätseffekten: unterschiedliche Bildungsniveaus und unterschiedliche Berufsbereiche sowie Ost/West-Unterschiede, die das Arbeitsmarktrisiko maßgeblich beeinflussen.
Zur Erhöhung der Transparenz auf dem Weiterbildungsmarkt und zur Früherkennung von Qualifikationserfordernissen analysiert das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) das Weiterbildungsangebot in der Datenbank KURS und entwickelt einen "Weiterbildungsmonitor". Im Beitrag wird ausgehend von einem Überblick über Themenschwerpunkte und Entwicklungstendenzen aus KURS der Aufbau des "wbmonitor" beschrieben, mit dem in Zukunft Weiterbildungsanbieter regelmässig in einen Informations- und Meinungsaustausch zu ihren aktuellen Themen und Problemen eingebunden werden. Die Untersuchungen dienen dazu, den Sektor Weiterbildung von der Angebotsseite aus näher zu beleuchten. Der wbmonitor soll als Weiterbildungsreferenzsystem ausgebaut werden.
Aus den im Rahmen des Früherkennungssystems Qualifikationsentwicklung im BIBB eingesetzten Instrumenten der Stellenanzeigenanalyse sowie der Weiterbildungsdatenbank KURS werden Ergebnisse zur Qualifikationsnachfrage und zum Weiterbildungsangebot im Bereich E-Commerce/E-Business vorgestellt. In den Stellenanzeigen werden eine abgeschlossene Hochschul- bzw. Fachhochschulausbildung deutlich häufiger gefordert als ein Ausbildungsabschluss in einem der neuen IT- Berufe (64 bzw. 48 Prozent gegenüber 9 Prozent). Insgesamt zeigen die Befunde, dass gegenwärtig die Schaffung der technischen und organisatorischen Voraussetzungen zur Einführung von E-Commerce/E-Business im Vordergrund der einstellenden Unternehmen steht. Die Analyse des Weiterbildungsangebotes bestätigt das Ergebnis der Stellenanzeigenanalysen, dass die Nachfrage nach Qualifizierung für diesen Bereich noch am Anfang steht. Die Qualifikationen für Aufgaben können über gezielte Weiterbildungsmassnahmen und Zusatzqualifikationen vermittelt werden. Eine dringende Notwendigkeit für neu zu schaffende Ausbildungsberufe für E- Commerce/E-Business kann derzeit weder vom Umfang der Nachfrage am Arbeitsmarkt noch von dem des Qualifizierungsangebotes in der Weiterbildung abgeleitet werden.
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