Die Einführung integrierter Prüfungen als neuer Ansatz der Prüfungsgliederung wird durch ein Forschungsprojekt des Bundesinstituts für Berufsbildung wissenschaftlich begleitet. Um Erfahrungen mit integrativen Ansätzen auszuwerten, wurden ausgewählte Prüfungsregelungen der zuständigen Stellen für die berufliche Weiterbildung analysiert. Die Analyse soll zeigen, ob die Regelungen den Schluss zulassen, dass vollständige Arbeitshandlungen als Prüfungsgrundlage dienen können. Insgesamt wurden 61 Regelungen von Industrie- und Handelskammern, 40 von Handwerkskammern und drei der Länder bzw. des Bundes dokumentiert. Der Beitrag stellt einige Ergebnisse der Analyse bezüglich der Prüfungsziele, der Gliederung der Prüfung und des Prüfungsverfahrens dar.
In dem Beitrag werden erste Erfahrungen mit IHK-Prüfungen in den neuen Ländern dargestellt. Das betrifft die Akzeptanz überregionaler Prüfungsaufgaben und der Zwischenprüfung, Fragen der Prüfungsorganisation und -gestaltung sowie die Stabilität der Prüfungsausschüsse. Im Mittelpunkt stehen Aussagen zur Prüferqualifizierung, deren Notwendigkeit unbestritten ist, deren Wirksamkeit aber ganz entscheidend davon abhängt, inwieweit sie der Problemlage in den neuen Ländern Rechnung trägt.
Die Problematik ,,Lernerfolgskontrollen in der betrieblichen Ausbildung'' wurde aufgegriffen, da es künftig auch in den neuen Ländern der einzelbetrieblichen Entscheidung überlassen bleibt, ob, wie und wie oft der Lernfortschritt der Auszubildenden in der betrieblichen Ausbildung ermittelt wird. Entsprechende Verpflichtungen, wie sie in der DDR durch das Berücksichtigen der Vorleistungen (Vorzensur) bei Abschlußprüfungen und mit der Führung der Lehrlingsbegleitmappe erwuchsen, sind bei der Ausbildung nach BBiG/HwO und auf der Grundlage der Ausbildungsordnungen nicht mehr gegeben. Die sich daraus ergebende veränderte Problemlage des Ausbildungspersonals und Untersuchungsergebnisse des Bundesinstituts für Berufsbildung, die die Problematik der Lernerfolgskontrollen tangieren, sind der Anlaß, um im folgenden einige Denkanstöße zu Lernerfolgskontrollen allgemein, zur Ermittlung von berufsübergreifenden Qualifikationen und zur Zwischenprüfung zu geben. Bei den Untersuchungsergebnissen handelt es sich vor allem um die in vielfältigen Modellversuchen erprobten neuen Lernmethoden, deren Anwendung insbesondere auch auf die Entwicklung berufsübergreifender Qualifikationen abzielt, und um Erkenntnisse zur Zwischenprüfung.
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