1996 wurde der Verein Innovative Berufsbildung e.V. mit dem Ziel gegründet, innovative Entwicklungen in der Berufsbildungspraxis zu initiieren, zu fördern und öffentlich bekannt zu machen. Seit 1997 vergibt der Verein jährlich den Hermann-Schmidt-Preis, um mit ihm besondere Leistungen aus ausgewählten Bereichen der Berufsbildung auszuzeichnen. In 2004 wurde der thematische Schwerpunkt "Kundenorientierung in der beruflichen Bildung" gewählt. Namensgeber ist der langjährige Generalsekretär des BIBB, Prof. Dr. Hermann Schmidt.
1996 wurde der Verein Innovative Berufsbildung e.V. mit dem Ziel gegründet, innovative Entwicklungen in der Berufsbildungspraxis zu initiieren, zu fördern und öffentlich bekannt zu machen. Seit 1997 vergibt der Verein jährlich den Hermann-Schmidt-Preis, um mit ihm besondere Leistungen aus ausgewählten Bereichen der Berufsbildung auszuzeichnen. In 2003 wurde der thematische Schwerpunkt "Frauen-Power in den neuen Berufen" gewählt. Namensgeber ist der langjährige Generalsekretär des BIBB, Prof. Dr. Hermann Schmidt.
Die schwierige Arbeitsmarktlage in Ostdeutschland wirkt sich nachhaltig auf den beruflichen Einstieg von ausgelernten Berufsanfängern einer betrieblichen Berufausbildung aus, so dass selbst Berufsanfängern mit guter Schulbildung und fachlicher Qualifikation ein erfolgreicher Berufseinstieg nicht möglich ist. In dem Beitrag werden Ergebnisse einer BIBB-Befragung von rund 650 Ausbildungsabsolventen aus den neuen Bundesländern zur beruflichen Situation und zum Berufsverlauf in den Jahren 1996 und 1997 vorgestellt. Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass der Erfolg oder Misserfolg der beruflichen Einstiegsphase in hohem Maße von der Realisierung einer ausbildungsgerechten Anschlussbeschäftigung abhängt. Das Sofortprogramm der Bundesregierung zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit soll auch dazu beitragen, den Übergang Jugendlicher von Ausbildung in Beschäftigung zu erleichtern.
In den vergangenen zwei Jahren kam es zum größten Modernisierungsschub in der Entwicklung von Ausbildungsberufen seit der Verabschiedung des Berufsbildungsgesetzes von 1969. In den Jahren 1996 und 1997 wurden im Zusammenwirken von Sozialpartnern und dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) 71 Ausbildungsordnungen für die staatliche Anerkennung von Ausbildungsberufen erarbeitet und von der Bundesregierung erlassen. Von diesen Berufen waren 17 gänzlich neu. Zum 01.08.1998 werden weitere 30 Ausbildungsordnungen in Kraft treten, davon elf für neue Ausbildungsberufe. In dem Beitrag wird anhand der jeweiligen Ausbildungsprofile über die elf neu entwickelten Berufe informiert, und es werden neue Publikationen des BIBB zur Thematik vorgestellt.
Die anhaltend angespannte Ausbildungsstellensituation und die damit verbundene mögliche Veränderung des Bildungsverhaltens waren Anlaß, erneut eine Befragung in den Abgangsklassen von allgemein- und berufsbildenden Schulen durchzuführen.Die Schülerbefragung erfolgte am Ende des abgelaufenen Schuljahres 1996/97. Befragt wurden Schüler in der 9. bzw. 10. Klasse der Hauptschule, in der 10. Klasse der Real- und Gesamtschule sowie im Berufsvorbereitungs-/Berufsgrundbildungsjahr und in den ein- bis zweijährigen Berufsfachschulen, die nicht zu einem Berufsabschluss führen. Knapp drei Viertel der Schüler streben direkt oder indirekt eine duale Ausbildung an. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Anteil um fünf Prozentpunkte.
In den Jahren 1995 und 1996 wurden vom Bundesinstitut für Berufsbildung Betriebsbefragungen zur zukünftigen Ausbildungsplatzentwicklung durchgeführt. In dem Beitrag werden die Ergebnisse der Befragungen miteinander verglichen. Dabei zeigt sich, dass sich negative Entwicklungstendenzen des Ausbildungsangebots leicht abschwächen. Dennoch lassen die Ergebnisse nicht darauf schließen, dass sich das Ausbildungsverhalten der Betriebe wesentlich verändert. Die Schere zwischen Angebot und Nachfrage kann kaum geschlossen werden.
Zu selten spielen die betrieblichen Ressourcen der Aus- und Weiterbildung eine aktive Rolle bei der Reorganisation. Dabei verfügt die betriebliche Berufsbildung über Kompetenzen, die sie für eine Schlüsselfunktion in diesen Prozessen prädestinieren, wie wir im Modellversuch 'Berufsbildung als Instrument strategischer Unternehmensführung (BISU)' anhand von mehreren Teilprojekten, die in zwei Modellversuchsbetrieben durchgeführt werden, zeigen. Der Artikel beschäftigt sich unter dem Stichwort 'Facharbeiter 2000' mit den jeweils betriebsspezifischen und übereinstimmenden Strategien einer zukunftsbezogenen Facharbeiterqualifizierung, die auf den vorhandenen Potentialen konsequent aufbaut, neue hinzugewinnt und flexibel auf wechselnde Anforderungen reagiert.
Etwa ein Drittel der jungen Fachkräfte, die in den neuen Bundesländern ihre duale Ausbildung 1996 erfolgreich beendeten, sind unmittelbar arbeitslos geworden. Im Rahmen einer Untersuchung, die Ende März 1997 von der Technischen Universität Dresden durchgeführt wurde, wurden etwa 700 kaufmännisch ausgebildete Fachkräfte aus acht Berufen befragt, die ihre Ausbildung 1996 erfolgreich abgeschlossen hatten. 43 Prozent der Absolventen wurden von ihren Ausbildungsbetrieben übernommen, 26 Prozent wurde zumindest ein befristeter Vertrag angeboten. Die Chancen auf ein Übernahmeangebot richteten sich nach dem erlernten Beruf, der Abschlussnote und der Betriebsgröße. Auch bei den nicht übernommenen Fachkräften war der gewählte Ausbildungsberuf ein ausschlaggebender Faktor für die berufliche Integration. Die Chancen und Probleme beim Übergang von der Ausbildung in eine Erwerbstätigkeit waren somit beim Eintritt in die Berufsausbildung bereits weitgehend vorbestimmt.
Seit Ende der achtziger Jahre ist in den alten Bundesländern der relative Anteil der Jugendlichen, die eine Ausbildungsstelle im dualen System suchen, deutlich gesunken. Der Beitrag widerlegt die Hypothese der nachlassenden Attraktivität der dualen Ausbildung und erklärt den Rückgang der Nachfrage durch strukturelle Entwicklungen im Bereich der Schulabschlüsse, durch Veränderungen in den Ausbildungsinteressen der Jugendlichen und durch die Angebotsabhängigkeit der Nachfrage.
In Zusammenarbeit mit Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern hat das Bundesinstitut für Berufsbildung 1990 eine Befragungsaktion bei Ausbildungsabbrechern durchgeführt. Die Erhebung wurde 1996 wiederholt. Der Anteil der Vertragslösungen hat sich in den vergangenen Jahren nur wenig verändert, obwohl sich die Ausbildungsstellensituation erheblich gewandelt hat. Der Beitrag analysiert den Zeitpunkt der Vertragslösungen, den Verbleib nach der Vertragslösung und den Ausbildungsberufswechsel bei ausgewählten Berufen. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass sich die Lage der Jugendlichen, die ihren Ausbildungsvertrag vorzeitig lösen, in den vergangenen sechs Jahren verschlechtert hat. Rund 60 Prozent dieser Jugendlichen hatten 1996 nach Vertragslösung keinen neuen Vertrag abgeschlossen; mehr als die Hälfte von ihnen ist arbeitslos.
Die auf dieser Website öffentlich zugänglich gemachten Dokumente – einschließlich dazugehöriger Daten wie z.B. Bilder, Grafiken und Multimedia-Dateien – sind urheberrechtlich geschützt. Verantwortlich für die Inhalte sind die jeweiligen Autoren. Einzelne Vervielfältigungen, z.B. Kopien und Ausdrucke, dürfen grundsätzlich nur zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch angefertigt werden (§ 53 UrhG). Die gesetzlich erlaubten Nutzungen für Unterricht, Wissenschaft und Institutionen (§§ 60a ff. UrhG), insbesondere zum Zwecke der nicht kommerziellen wissenschaftlichen Forschung, bleiben davon unberührt. Darüber hinaus sind Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Herausgebers mit Quellenangabe gestattet. Dies gilt insbesondere für die Vervielfältigung und Archivierung der Dokumente auf elektronischen Datenträgern oder auf einem anderen Server. Die Benutzer/-innen sind für die Einhaltung der Rechtsvorschriften selbst verantwortlich und können bei Missbrauch haftbar gemacht werden.