Der Beitrag beschreibt die zwei wichtigsten Meilensteine der Europäischen Union zur Förderung der Lehrlingsausbildung: die Gründung der Europäischen Ausbildungsallianz 2013 und die Schaffung eines Europäischen Rahmens für eine hochwertige und nachhaltige Lehrlingsausbildung 2018. Nach einer ersten Bilanz des bislang Erreichten werden die künftigen Herausforderungen auch im Hinblick auf die Folgen der Covid-19-Pandemie erläutert.
Wird die berufliche Bildung in Europa angesichts der Informatisierung der Gesellschaft, der Polarisierung des Arbeitsmarkts, des allgemeinen Trends zur Höherqualifizierung sowie der zunehmenden Bedeutung allgemeiner Kompetenzen immer mehr zum Randphänomen? Oder erlebt die berufliche Bildung durch die Etablierung höherer Berufsbildung sowie vereinte politischen Anstrengungen gegen Jugendarbeitslosigkeit und Fachkräftemangel, wie etwa die Europäische Ausbildungsallianz, künftig eine Renaissance? Der Beitrag präsentiert derzeit in Europa diskutierte Szenarien zur Zukunft der Berufsbildung, die im Rahmen eines Cedefop-Projekts entwickelt wurden.
Die Sommersitzung des Hautpausschusses fand unter Leitung von Ina Mausolf, Beauftragte der Länder, statt. Im Mittelpunkt der Beratungen standen die Chancen und Risiken Künstlicher Intelligenz im Kontext der Weiterentwicklung von Aus- und Fortbildungsordnungen. Ebenfalls beraten wurden die Initiative der Europäischen Kommission "Union of Skills" und der aktuelle Koalitionsvertrag.
Das Aus- und Weiterbildungspersonal in Betrieben nimmt bei der Fachkräftequalifizierung eine zentrale Position ein. Umso wichtiger ist ihre eigene qualitätsgesicherte Qualifizierung. Die Deutsche Referenzstelle für Qualitätssicherung in der beruflichen Bildung (DEQA-VET) entschied daher, zu diesem Thema die Meinung internationaler Peers einzuholen. Konzept, Ablauf und erste Ergebnisse aus diesem EQAVET Peer Review werden im Beitrag vorgestellt.
Nationale Berufsbildungssysteme sind komplexe Systeme, die über die Zeit in ihren jeweiligen Kontexten gewachsen sind. Die Schaffung eines gesamteuropäischen Bildungsraums und Arbeitsmarkts wird seit 1957 mit unterschiedlichen Zielsetzungen und Strategien verfolgt. Während zunächst eine Harmonisierung der Berufsbildungssysteme angestrebt wurde, wird seit den 1990er-Jahren verstärkt auf Transparenz gesetzt. Im Beitrag werden diese Entwicklungen kurz nachgezeichnet, um vor diesem Hintergrund Genese, Funktionen und Ziele der wichtigsten Transparenzinstrumente der letzten fast 20 Jahre zu verorten und zu reflektieren.
Die Schaffung eines europäischen Bildungsraums erfordert eine nahtlose und vernetzte Lernlandschaft, die Mobilität und lebenslanges Lernen für alle ermöglicht. In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurden in verschiedenen europäischen Ländern diesbezüglich Anstrengungen unternommen und ein lernergebnisorientierter Ansatz verfolgt, um die Transparenz und Übertragbarkeit von Qualifikationen zu verbessern. Im Beitrag wird das Ergebnis einer Cedefop-Studie zum derzeitigen Entwicklungsstand vorgestellt.
Das Europass-Portal bündelt seit 2020 zahlreiche Informationen und Tools rund um das Thema Lernen und Arbeiten in Europa. Es ermöglicht die Erstellung von persönlichen Profilen und unterstützt die Nutzer/-innen – unter Rückgriff auf europäische Taxonomien und Datenbanken – bei der Suche nach passenden Bildungsangeboten und Jobs innerhalb der EU. Der Beitrag beschreibt, wie mit dem Europass-Portal der Zugang zum europäischen Bildungsraum ermöglicht wird und welche Transparenzinstrumente dabei im Hintergrund zusammenwirken.
Im September 2024 wurde der Nationale Referenzrahmen für digitale Kompetenzen für Österreich veröffentlicht. Basierend auf dem EU-Kompetenzmodell DigComp bietet er eine strukturierte Grundlage, um digitale Kompetenzen zu definieren und in Aus- und Weiterbildungsangeboten mess- und vergleichbar zu machen. Der Beitrag beschreibt die Hintergründe und Konzeption des Referenzrahmens und geht darauf ein, wie dieser zur Steuerung und für die Entwicklung digitaler Kompetenzen genutzt werden soll.
Der niederländische Qualifikationsrahmen (NLQF) wurde 2011 als nationale Umsetzung des Europäischen Qualifikationsrahmens (EQR) eingeführt. Im Januar 2025 wurde er gesetzlich verankert. Im Beitrag wird dargestellt, wie sich der NLQF auf die Stärkung der Transparenz von Qualifikationen, die Standardisierung und Steuerung in den formalen und nicht-formalen Bildungsbereichen und auf Initiativen zum lebenslangen Lernen auswirkt und wie sein Zukunftspotenzial in einer sich entwickelnden Bildungslandschaft einzuschätzen ist.
Ausgangspunkt des Beitrags ist die Beobachtung, dass der Transparenz von Qualifikationen, die in formalen Aus- und Weiterbildungseinrichtungen erworben wurden, große Bedeutung beigemessen wird. Demgegenüber tritt die Transparenz von Kompetenzen, die am Arbeitsplatz, zu Hause oder in der Freizeit erworben wurden, in den Hintergrund. Im Beitrag werden die konzeptionellen Grundlagen von bereits in der EU vorhandenen Instrumenten für Transparenz und Übertragbarkeit beleuchtet. Bezugnehmend auf Erfahrungen auf europäischer und nationaler Ebene unterstreicht der Beitrag die Bedeutung, zwischen Qualifikationen und Kompetenzen zu unterscheiden und dabei die Terminologie von Lernergebnissen präzise zu verwenden.
Im Beitrag wird das europäische Arbeitsmarktinstrument ESCO im Kontext anderer europäischer berufsbezogener Instrumente beschrieben. Es wird gezeigt, wie ESCO genutzt wird, um Berufsbilder durch das Aggregieren von „Skills“ zu strukturieren und Qualifikationen durch die Zuordnung von Kompetenzen zu Lernergebnissen zu definieren. Allerdings sind auf diese Weise definierte Qualifikationen für einen beruflich strukturierten Arbeitsmarkt nicht geeignet, da sie oft die nationalen Traditionen beruflicher Handlungskompetenzen nicht widerspiegeln. Abschließend wird im Beitrag ein alternativer Ansatz zur Sicherung der beruflichen Mobilität mithilfe von Qualifikationen vorgeschlagen.
ESCO ist ein europäisches Transparenzinstrument, das mit dem Hauptziel entwickelt wurde, die europaweite Vergleichbarkeit und Darstellung von Berufen, Kompetenzen und Qualifikationen zu verbessern. Es bildet eine zentrale Unterstützungsfunktion für das europäische Arbeitsvermittlungsportal EURES. Der Beitrag geht der Frage nach, welche Bedeutung ESCO darüber hinaus für die Berufsbildung hat. In einem Ländervergleich zwischen Deutschland und Irland zeigen sich dabei Unterschiede in der Umsetzung und Bewertung dieses Instruments. Gemeinsamkeiten bestehen dahingehend, dass Nutzungspotenziale und der Nutzen dieses Instruments bislang primär im Bereich des Arbeitsmarkts und weniger im (Berufs-)Bildungsbereich gesehen werden.
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