Im Rahmen der EG-Gemeinschaftsinitiative New Opportunities for Women (NOW) trafen sich im Dezember 1992 die Projektantragsteller sowie Vertreterinnen aus dem Bundesministerium für Frauen und Jugend, der EG-Kommission und der nationalen Koordinierungsstelle im Bundesinstitut für Berufsbildung, um die Zusammenarbeit aller an der Durchführung der Initiative NOW Beteiligten fortzusetzen. Schwerpunktthema der Tagung waren Fragen der transnationalen Zusammenarbeit mit sogenannten Ziel-1-Gebieten in der EG.
Von 1986-1988 wurden im Forschungsprojekt "Öffnung des Berufsspektrums für junge Frauen der Bergischen Region" im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Wissenschaft Berufseinmündung und Berufsverlauf in sechs atypischen Berufen untersucht. Einer davon war der der Speditionskauffrau. 68 weibliche und 95 männliche Auszubildende dieses Berufes im ersten und dritten Lehrjahr wurden zur Ausbildungsmotivation, zum Ausbildungsverlauf, zu ihren beruflichen Zukunftsplänen und zu ihren Erwartungen an den Beruf befragt. Die Ergebnisse zeigen, daß schon die Motivation und Interessen differieren, mit denen junge Frauen und junge Männer die Ausbildung aufnehmen, daß sich die Unterschiede in Interessen und Aufgabenwahrnehmung während der Ausbildung vertiefen und schließlich mit dem ersten Arbeitseinsatz nach der Ausbildung Weichen für die weiteren Berufsperspektiven gestellt werden. Trotz der ursprünglichen Präferenz von speditionellen Tätigkeiten der Frachtabfertigung und Frachtorganisation entscheiden sich die jungen Frauen dann eher für den Arbeitsplatz in kaufmännischen oder Verwaltungsabteilungen - vermutlich schon im Hinblick auf die spätere Vereinbarkeit der Berufsausübung mit Aufgaben in der Familie. Längerfristig wird die Ausbildung zur Speditionskauffrau mehr als eine von mehreren möglichen kaufmännischen Erstausbildungen gesehen und eventuell auf eine breitere Verwertbarkeit hin ausgebaut, weniger als spezifische Ausbildung für den Spediteurberuf.
Der Beitrag berichtet über Zielsetzung und erste Ergebnisse eines Modellversuchs der Umschulung von Frauen gemeinsam mit Männern in die Berufe Energiegeräteelektroniker/-in, Informationselektroniker/-in, Kommunikationselektroniker/-in und Industrieelektroniker/-in, Fachrichtung Gerätetechnik.
Ausgehend von der Tatsache, dass Frauen nach wie vor sogenannte typische Frauenberufe wählen, wird das Berufsfeld Gesundheit, das gemeinhin als ein Frauenarbeitsmarkt besonderer Art und Güte gilt, daraufhin untersucht, ob sich Ansätze für offene und versteckte Diskriminierungen von Frauen im Berufsbildungs- und Beschäftigungssystem aufzeigen lassen. Die Analyse ergibt, dass die nichtärztlichen Gesundheitsberufe durch arbeitsplatzbezogene, eng spezialisierte Ausbildungsgänge, fehlende Durchlässigkeit und fehlende Weiterbildungsmöglichkeiten gekennzeichnet sind, so dass ihnen die Autorin einen Sackgassencharakter attestiert. Infolge hoher Arbeitsintensität und Stress können die Beschäftigten in der Gesundheitsarbeit ihr ursprüngliches Ziel, Menschen zu helfen, nur bedingt erfüllen. Bei der rechtlichen Situation werden die überwiegend schulischen Ausbildungsgänge, die nicht dem Berufsbildungsgesetz unterliegen, und die Reduzierung des beruflichen Handlungsspielraums der nichtärztlichen Gesundheitsberufe auf "Arbeit nach ärztlicher Anweisung" als diskriminierend kritisiert.
"Weiterbildung von Frauen" als Schwerpunktbereich der Weiterbildungsforschung ist relativ neu: angesichts einer gegenüber den Männern überproportional hohen Frauenarbeitslosigkeit setzten erst Ende der siebziger Jahre Bemühungen ein, Frauen verstärkt für Weiterbildung zu aktivieren. Es stellte sich jedoch sehr bald heraus, daß sich das Weiterbildungsverhalten von Frauen nicht entsprechend einer gewünschten höheren Beteiligung an berufsfördernden Maßnahmen verändern ließ.
Ursprünglich, als die außerhäusliche Arbeitswelt stark männlich dominiert war, ließ sich die Überbeanspruchung und gesundheitliche Schädigung der weiblichen Arbeitskraft oft nur mit Hilfe von Arbeitsschutzgesetzen einschränken. Heute werfen Kritiker dieser Gesetzgebung vor, sie sei unzeitgemäß und stelle inzwischen sogar eine Diskriminierung dar. Im Beitrag werden Argumente pro und contra Frauenarbeitsschutz vorgestellt. Außerdem wird erläutert, worin der Arbeitsschutz für Frauen besteht und wie diese Regelungen sich historisch entwickelt haben.
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