In einer Längsschnittstudie des Bundesinstituts für Berufsbildung werden die Absolventinnen und Absolventen ausgewählter Berufe einer Ausbildung im dualen System beim Übergang in das Beschäftungsysten und in den ersten Berufsjahren begleitet. 1983 begann der empirische Teil der Studie mit einer Kurzbefragung. Daran beteiligten sich 20.000 Absolventen aus Metall-, Elektro-, kaufmänischen und Verwaltungsberufen. Dieser Beitrag stützt sich auf ausgewählte Ergebnisse dieser Studie, vorrangig auf die erste Hauptbefragung ein halbes Jahr nach Ausbildungsabschluß. Ebenfalls wurden erste zentrale Ergebnisse der zweiten Hauptbefragung drei Jahre nach Ausbildungsabschluß berücksichtigt. Darüber hinaus wird anhand neuerer Daten ein Überblick über die aktuelle Ausbildungssituation junger Frauen und ihre Einstiegsmöglichkeiten in das duale System gegeben.
Der Beitrag untersucht die Unterschiede im Ausbildungsverhalten weiblicher und männlicher Abiturienten. Datengrundlage sind Längsschnittuntersuchungen bei Studienberechtigten, die die Hochschul-Informationssystem-GmbH seit 1977 durchführt. Zuletzt wurde der Entlassjahrgang 1986 Ende 1986 befragt. Fazit ist, dass sich die Einstellungen zur nicht-akademischen beruflichen Ausbildung bei Männern und Frauen unterschiedlich entwickelt haben. Während 37% der Frauen des Entlassjahrgangs 1986 (1983: 30%) ganz auf ein Studium verzichten wollen, sind es nur 14% der männlichen Abiturienten. "Männer verfolgen zudem häufiger die Doppelstrategie, den beruflichen Ausbildungsabschluss durch ein Studium zu ergänzen. Folge davon ist, dass sie sich erst später der Ernstsituation der Berufswelt stellen, aber danach auch Ansprüche auf andere, höherwertiger eingeschätzte und belohnte Berufspositionen erheben als Frauen. So könnte der frühzeitige Verzicht von Abiturientinnen, die Studienoption einzulösen, sich längerfristig gesehen so auswirken, dass Frauen von höheren Führungsebenen in der Arbeitswelt ausgeschlossen sind."
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