Die Weiterbildungsbeteiligung weist regional große Unterschiede auf. So liegt die Vermutung nahe, dass auch die Weiterbildungsbedarfe regional verschieden sind. Kenntnisse über den Weiterbildungsbedarf in einer Region bieten Potenziale für ein passgenaues Angebot von Hochschulen vor Ort und damit für die Regionalentwicklung. Doch wie kann das Weiterbildungsangebot an Hochschulen gezielt auf die Voraussetzungen und Interessen der Bevölkerung sowie den Fachkräftebedarf abgestimmt werden? Im Rahmen des Projekts EB wurde für die Region Westpfalz ein solcher Ansatz konzipiert. Hintergründe und methodische Umsetzung werden dargestellt und die Nutzung des Regionalmonitors zur Bedarfsermittlung für ein Weiterbildungsangebot »Digital Management« an der Technischen Universität Kaiserslautern exemplarisch illustriert.
Für die Berufsorientierung Jugendlicher sind deren Eltern bedeutende Ratgeber. Doch fühlen sie sich selbst auch gut informiert? In einer Elternbefragung von Schülerinnen und Schülern in Rheinland-Pfalz haben viele die Chance wahrgenommen, eigene Bedürfnisse zu formulieren sowie Ideen zur Verbesserung der Berufs- und Studienorientierung zu formulieren. Der Beitrag stellt ausgewählte Ergebnisse dar.
Zielsetzung des rheinland-pfälzischen Modellversuchs ist es, die duale Berufsausbildung in der Fläche zu sichern und Berufsschulen in diesem Sinne weiterzuentwickeln. Ausgehend von der bestehenden Problemlage werden die Handlungsfelder des Modellversuchs skizziert. Kern ist dabei das Handlungsfeld 3, in dem neun Schulen Wege zur Weiterentwicklung erproben. Erste Ansätze werden am Beispiel einer berufsbildenden Schule erläutert. Abschließend werden Herausforderungen skizziert, die es für einen Transfer auf alle Berufsschulen des Landes zu berücksichtigen gilt.
Im Zuge der Novellierung des rheinland-pfälzischen Hochschulgesetzes im Jahr 2010 hat das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur ein Modellprojekt initiiert, in dem erprobt werden sollte, inwiefern auf das bisher gängige Kriterium der Berufserfahrung für den Hochschulzugang beruflich Qualifizierter verzichtet werden kann. Die im Beitrag vorgestellten Ergebnisse deuten darauf hin, dass für den Studienerfolg die Dauer der Berufserfahrung gegenüber anderen Faktoren wie bspw. der Fachzugehörigkeit oder der Vereinbarkeit von Studium und Beruf eine eher nachgeordnete Rolle spielt.
In der maßgeblich über die Beruflichkeit geordneten bundesdeutschen Arbeitswelt stellt die Wahl eines Ausbildungsberufs eine zentrale berufsbiografische Weichenstellung dar, die in vielfacher Hinsicht erforscht ist. Demgegenüber wird die Frage, welche Gründe bei den Ausbildungsplatzsuchenden für oder gegen bestimmte Ausbildungsbetriebe sprechen, weitgehend vernachlässigt. Dieser Frage widmet sich dieser Beitrag. Auf Grundlage empirischer Erhebungen in der West- und Vorderpfalz, darunter eine quantitative Befragung von über 4 000 Auszubildenden, wurde u. a. ermittelt, wie bedeutsam die Betriebsgröße aus Sicht der Jugendlichen für die Attraktivität als Ausbildungsunternehmen ist. Die Ergebnisse geben Aufschluss über Einstellungsdimensionen der Jugendlichen und ihre Relevanz im Prozess der Ausbildungsplatzsuche. Vor diesem Hintergrund werden abschließend mögliche Aktionsfelder für das Ausbildungsmarketing kleiner und mittlerer Unternehmen benannt.
Der demographische Wandel wird ab 2010 zu einem Nachwuchsmangel führen. Den geburtenstarken Jahrgängen folgen geburtenschwache Jahrgänge als Berufsanfänger. Die Zukunftsinitiative Rheinland-Pfalz (ZIRP) hat die Folgen dieser Entwicklung für die Zukunft der Berufsausbildung gemeinsam mit Experten untersucht. Das Ergebnis sind Handlungsempfehlungen für eine gemeinsame Zukunftsstrategie von Betrieben, Berufsschulen sowie Auszubildenden und deren Eltern. In einem "Pakt" für berufliche Ausbildung sollten die Beteiligten enger zusammenarbeiten und dabei Ansätze finden, wie traditionelle Werte und Tugenden Gegenstand einer zukunftsorientierten Ausbildung sein können.
Der wirtschaftliche Erfolg von Handwerksbetrieben wird wesentlich durch die kompetente Erledigung kaufmännischer Aufgaben, die Personalführung und die Kundenbetreuung bestimmt. Diese Aufgabe übernimmt überwiegend die Ehefrau, die dafür häufig keine adäquate Ausbildung besitzt und von den Handwerkskammern auch nicht angeboten bekommt. Diese Lücke will der im Beitrag vorgestellte Modellversuch schließen. Es wird ein berufsbegleitendes, handlungsorientiertes modulares Bildungsangebot entwickelt, das möglichst in einheitliche Regelungen münden soll. Die erste Stufe der kaufmännischen Qualifizierung vermittelt die Grundkenntnisse und führt zum Abschluss "Bürokauffrau", die zweite Stufe qualifiziert zur kaufmännischen Führungskraft mit dem neuen Fortbildungsabschluss "Fachwirtin für kaufmännische Betriebsführung im Handwerk". Erprobt wird der Modellversuch in Rheinland-Pfalz und in Bayern.
Im Frühjahr 1994 befragte das Institut für Pädagogik und Gesellschaft, Münster, im Auftrag des Bundesinstituts für Berufsbildung Schulabgänger des Jahres 1994 aus Sekundarstufe I, Gymnasien und berufsbildenden Schulen in den Ländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen nach ihren gewünschten Bildungswegen. Aus dem Sek-I-Bereich antworteten 8.140 Schüler, aus den Gymnasien kamen 3.925, aus berufsbildenden Schulen 3.818 auswertbare Antworten. Dabei bleibt die Orientierung der Schulabgänger in Richtung einer anschließenden Berufsausbildung nahezu konstant. Der Beitrag geht weiterhin auf die beruflichen Präferenzen der Schulabgänger ein, die eine betriebliche Berufsausbildung beginnen wollen, und stellt fest, dass der Ausbildungswunsch in hohem Maße vom erwarteten Schulabschluß bestimmt wird.
Von 1976 bis 1979 ist an zwei Berufsschulen in Mainz und Worms der Modellversuch "Entwicklung und Erprobung des Konzepts einer arbeitsplatzintegrierten Ausbildung für Jugendliche ohne Berufs- und Berufsfeldentscheidung" durchgeführtworden. Im nunmehr veröffentlichten Abschlußbericht wird der Modellversuch vorgestellt und es werden Ergebnisse und Empfehlungen mitgeteilt.
Die Modellversuche nach dem System "Contrôle continu" begannen 1975 in den Berufsfeldern ELEKTRO (Eiektroanlageninstallateur) und METALL (Betriebsschlosser, Maschinenschlosser) sowohl im schulischen als auch im betrieblichen Bereich in den Ländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland. Ziel der mit Frankreich abgestimmten Modellversuche ist die Entwicklung und Erprobung eines Systems laufender ausbildungsbegleitender Leistungsnachweise. Während sich die Durchführung des Modellversuchs in Frankreich ausschließlich auf schulische Ausbildungsstätten erstreckt, wird das System "Contrôle continu" auf deutscher Seite im dualen System erprobt. Damit bietet sich Gelegenheit, die Problematik der Abstimmung schulischer und betrieblicher Ausbildung und Leistungsbewertung als zusätzliches Untersuchungsthema in den Versuch einzubeziehen.
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