Das Bildungszentrum Soest ist einer von drei Standorten der HWK Dortmund für die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) in den Kfz-Berufen. Gemeinsam mit elf Ausbilderkollegen qualifiziert Björn Sach Auszubildende vom ersten bis zum vierten Ausbildungsjahr in den ÜLU-Kursen. Dabei gilt es die vielfältigen Veränderungen sowohl in technologischer als auch berufspädagogischer Hinsicht bei der Gestaltung der Lernprozesse zu berücksichtigen.
Die Digitalisierung der Arbeit in den High-Tech-Bereichen der Automobilindustrie und der Automobilzulieferindustrie ist beispielhaft für die Veränderung von Tätigkeits- und Anforderungsprofilen der Fachkräfte im Maschinen-und Anlagenbau. Im Rahmen eines Pilotprojekts hat das BIBB gemeinsam mit der Volkswagen Akademie exemplarisch Arbeitsaufgaben und Tätigkeitsprofile in Bereichen des Betreibens, der Wartung und Instandhaltung von Produktionssystemen untersucht. Diese wurden mit vorhandenen Ausbildungsberufen und der gegenwärtigen Ausbildungspraxis verglichen. Nach einer kurzen Beschreibung des Vorgehens werden im Beitrag Ergebnisse benannt und Schlussfolgerungen für mögliche Veränderungen der Ausbildungsgestaltung im Rahmen bestehender Berufe gezogen. Wie diese gegenwärtig schrittweise umgesetzt werden, wird abschließend aufgezeigt.
Mit dem Projekt »Car-2-Lab« (Erasmus+) hat die BGZ Berliner Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit mbH eine strategische Partnerschaft ins Leben gerufen, die sich mit den bestehenden Anforderungen und Formen der geeigneten Vermittlung fachbezogener Kompetenzen im Bereich der Fahrzeugtelematik auseinander setzt. Der Beitrag gibt Einblicke in die Zielsetzung und den aktuellen Entwicklungsstand.
Seit fünf Jahren pflegt die Heinrich Kleyer Schule in Frankfurt/Main mit zwei großen Betrieben im Bereich der Kfz-Mechatronik-Ausbildung (Schwerpunkt Nutzfahrzeuge) eine intensive Kooperation. Diese erstreckt sich auf regelmäßige Unterrichtsveranstaltungen in den Werkstätten der Partner sowie regelmäßige Fortbildungen und Exkursionen mit Auszubildenden, Lehrkräften sowie Ausbilderinnen und Ausbildern. Der Beitrag beschreibt das Kooperationsmodell und bilanziert erste Erfahrungen.
Die Verordnung von zweijährigen Ausbildungsberufen mit oder ohne Anschlussmöglichkeit an drei- bis dreieinhalbjährige Berufe ist umstritten. Bisher liegen erst wenige empirische Befunde vor, die nicht auf prognostischen Bedarfsanalysen beruhen. Die Ergebnisse einer auf Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein fokussierten Evaluationsstudie zum zweijährigen Ausbildungsberuf Kfz-Servicemechaniker/-in geben erste Einblicke zur Akzeptanz und Wirkung sowie zu möglichen betrieblichen Einsatzfeldern.
In der Fahrzeugbranche sind zum 1. August 2003 fünf neu geordnete Berufe in Kraft getreten: Kraftfahrzeugmechaniker, Zweiradmechaniker, Karosserie- und Fahrzeugbaumechniker, Mechaniker für Karosserieinstandhaltungstechnik und Mechaniker für Landmaschinentechnik. Gründe, die zur Neuordnung führten, sind insbesondere in der Entwicklung der Fahrzeugtechnologie zu sehen. Von der Neuordnung sind insgesamt 100.000 Auszubildende in der Fahrzeugtechnik-Branche betroffen. Im Beitrag werden die wesentlichen Aspekte der Neuordnung vorgestellt (Gründe für die Neuordnung, Berufsstruktur, gestreckte Prüfungsform, wesentliche Ausbildungsinhalte der einzelnen Berufe, Weiterbildungsmöglichkeiten für Jugendliche rund ums Auto).
Mit der Fortbildungsordnung "Kraftfahrzeug-Servicetechniker" von 1998 sollten im Kraftfahrzeuggewerbe sowohl neuartige Qualifikationsanforderungen bewältigt als auch die Attraktivität der Branche für qualifizierten Nachwuchs erhöht werden. Die Antizipation dieser Probleme veranlasst aktuell auch die IT-Branche zur Implementierung von Fortbildungsordnungen. Daher liegt die Frage nahe, wie sich hierfür die Erfahrungen aus dem Kraftfahrzeuggewerbe nutzen lassen. Der Beitrag stellt dazu Überlegungen an.
In den meisten Bundesländern findet gegenwärtig ein Übergang von der Modellphase zur Verstetigung statt, die Branchen und Qualifizierungsniveaus nehmen zu und neue Formen und Ideen entstehen, wie Problemsituationen in der JobRotation gelöst werden können. Der Beitrag berichtet über ein gelungenes Projekt, das in Bremerhaven im KFZ-Bereich durchgeführt wurde. Arbeitsansatz ist die Verzahnung von Aufstiegsfortbildung für Stammkräfte und Anpassungsqualifizierung für arbeitslose Stellvertreter. In der ersten Zeit der Rotation werden Zeiten eingeplant, in denen beide gemeinsam im Betrieb arbeiten und sich der Stellvertreter im Tandem an seine neue Arbeit herantasten kann. Diese neue Form kooperativer Anleitung in der betrieblichen Praxis bietet Vorteile für Stellvertreter und Mitarbeiter, darüber hinaus dient das Rotationsmodell der besseren Verzahnung von Theorie und Praxis.
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