Am 30. September 2023 ist die modernisierte Fortbildungsprüfungsverordnung Geprüfte/-r Berufsspezialist/-in für Kraftfahrzeug-Servicetechnik in Kraft getreten. Der Beitrag wirft einen Blick auf die Entstehung und bisherige Nutzung dieses Fortbildungsangebots, insbesondere auf die Verzahnung mit der Meisterqualifikation im Kraftfahrzeug-Handwerk, die Notwendigkeit der Modernisierung sowie auf inhaltlicher Ebene auf das Berufsprofil und die Prüfungsbestimmungen.
Mit der Fortbildungsordnung "Kraftfahrzeug-Servicetechniker" von 1998 sollten im Kraftfahrzeuggewerbe sowohl neuartige Qualifikationsanforderungen bewältigt als auch die Attraktivität der Branche für qualifizierten Nachwuchs erhöht werden. Die Antizipation dieser Probleme veranlasst aktuell auch die IT-Branche zur Implementierung von Fortbildungsordnungen. Daher liegt die Frage nahe, wie sich hierfür die Erfahrungen aus dem Kraftfahrzeuggewerbe nutzen lassen. Der Beitrag stellt dazu Überlegungen an.
Der Aufbau der Wasserstoffwirtschaft ist ein zentrales Element der deutschen Klimapolitik. Der Beitrag fasst die Ergebnisse zweier BIBB-Projekte zusammen, die die Auswirkungen des Wasserstoffhochlaufs auf den Gesamtarbeitsmarkt und auf das duale Berufsbildungssystem untersuchen. Neben zu erwartenden positiven ökonomischen Impulsen und Beschäftigungseffekten zeigt sich, dass bestehende Ausbildungsberufe bereits gute Ausgangsbedingungen für wasserstoffbezogene Tätigkeiten bieten, es aber passgenauer Qualifizierungsangebote bedarf.
Eignen sich digitale Aufgaben für eine Messung handwerklicher Kompetenzen im Rahmen der praktischen Gesellenprüfung für Kfz-Mechatroniker/-innen? Und sind sie ökologisch valide; d. h. sind die so erzielten Ergebnisse aussagekräftig in Bezug auf lebensweltliche berufspraktische Kontexte? Zur Beantwortung entsprechender validitätsbezogener Forschungsfragen werden Ergebnisse aus drei unterschiedlichen Datenerhebungen untersucht und diskutiert, die im Rahmen des ASCOT+-Projekts DigiDIn-Kfz erhoben wurden. Die Befunde geben ein gemischtes Bild, das sowohl Chancen als auch Grenzen des eingesetzten digitalen Aufgabenformats aufzeigt.
Die wachsende Komplexität von Prozessen und zunehmende Verantwortungsdelegation auf Fachkräfteebene rückt die Förderung von Kollaboration und Problemlösekompetenz als zentrale überfachliche Kompetenzen in den Blick. Um zu verstehen, wie Auszubildende bei der gemeinsamen Bearbeitung beruflicher Probleme vorgehen, wird im Forschungsprojekt DigiDIn-Kfz2 ein Verfahren zur Messung des kollaborativen Kfz-Diagnoseprozesses entwickelt. Auf dieser Grundlage sollen Lernvideos erstellt und evaluiert werden, die Lernende beim gemeinsamen Problemlösen unterstützen.
Ein adäquater Umgang mit Sprache wird als elementar für den Erwerb beruflicher Handlungskompetenz und für berufliches Handeln angesehen. Aber welche sprachlich-kommunikativen Anforderungen müssen Auszubildende in der beruflichen Ausbildung bewältigen? Am Beispiel der Ausbildungsberufe Einzelhandelskauffrau/-mann und Kfz-Mechatroniker/-in werden die jeweiligen typischen sprachlich-kommunikativen Anforderungen im Betrieb aufgezeigt und deutlich gemacht, dass es erhebliche Unterschiede zwischen den Berufen gibt. Die Ergebnisse betonen, wie wichtig die Entwicklung sprachlich-kommunikativer Kompetenzen für die berufliche Ausbildung ist.
Neben den in diesem Heft vorgestellten Ausbildungsberufen Fachkraft für Metalltechnik, Fertigungsmechaniker/-in und Stanz- und Umformmechaniker/ -in sowie Fluggerätmechaniker/-in und Fluggerätelektroniker/-in sind am 1. August weitere modernisierte Ausbildungsordnungen in Kraft getreten.
Seit fünf Jahren pflegt die Heinrich Kleyer Schule in Frankfurt/Main mit zwei großen Betrieben im Bereich der Kfz-Mechatronik-Ausbildung (Schwerpunkt Nutzfahrzeuge) eine intensive Kooperation. Diese erstreckt sich auf regelmäßige Unterrichtsveranstaltungen in den Werkstätten der Partner sowie regelmäßige Fortbildungen und Exkursionen mit Auszubildenden, Lehrkräften sowie Ausbilderinnen und Ausbildern. Der Beitrag beschreibt das Kooperationsmodell und bilanziert erste Erfahrungen.
Bei der Messung beruflicher Handlungskompetenz konnten im gewerblich-technischen Bereich bislang die korrelierenden Fachkompetenzdimensionen Fachwissen und die Fähigkeit, dieses Fachwissen in komplexen Anforderungskontexten anzuwenden, als eigenständige Dimensionen empirisch bestätigt werden. Zur Kompetenzdiagnostik stehen einige Verfahren zur Verfügung, doch nur wenige genügen psychometrischen Standards und sind praktikabel. Der Beitrag zeigt am Beispiel der Kfz-Mechatronik, dass Computersimulationen psychometrisch hochwertige und praktikable Verfahren zur Messung zentraler Fachkompetenzen sind. Zudem zeigt sich übereinstimmend mit den Befunden zur Struktur der Fachkompetenz ein hoher Zusammenhang zwischen praxisnahem Fachwissen und Diagnosekompetenz, wobei die Höhe der Korrelation gegen ein Zusammenlegen beider Facetten spricht.
In der Fahrzeugbranche sind zum 1. August 2003 fünf neu geordnete Berufe in Kraft getreten: Kraftfahrzeugmechaniker, Zweiradmechaniker, Karosserie- und Fahrzeugbaumechniker, Mechaniker für Karosserieinstandhaltungstechnik und Mechaniker für Landmaschinentechnik. Gründe, die zur Neuordnung führten, sind insbesondere in der Entwicklung der Fahrzeugtechnologie zu sehen. Von der Neuordnung sind insgesamt 100.000 Auszubildende in der Fahrzeugtechnik-Branche betroffen. Im Beitrag werden die wesentlichen Aspekte der Neuordnung vorgestellt (Gründe für die Neuordnung, Berufsstruktur, gestreckte Prüfungsform, wesentliche Ausbildungsinhalte der einzelnen Berufe, Weiterbildungsmöglichkeiten für Jugendliche rund ums Auto).
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