Soziale Kompetenzen haben gerade in personenbezogenen Dienstleistungsberufen, bei denen der Umgang mit Menschen im Vordergrund steht, einen großen Einfluss auf die erfolgreiche Ausübung der Tätigkeit. In den Gesundheits- und Pflegeberufen betrifft dies neben der Abstimmung im Team in erster Linie den Umgang mit Patientinnen und Patienten, deren Erleben und Verhalten häufig von Ängsten, Sorgen oder Schmerzen geprägt ist. „Immer freundlich bleiben“ – das ist eine Anforderung, die in Experteninterviews häufig genannt wird. Doch was verbirgt sich hinter dieser einfachen Formel? Der Beitrag beschreibt, auf welchem Weg das Projekt CoSMed Antworten auf diese Frage sucht, um die sozialen Kompetenzen von Medizinischen Fachangestellten messbar zu machen.
Obwohl das berufliche Handlungsfeld personenbezogener Wellnessdienstleistungen bereits seit längerem als expandierender, innovativer Bereich wahrgenommen wird, steht er erst seit relativ kurzer Zeit im Fokus der berufsbildungspolitischen Aufmerksamkeit. In einer umfassenden Berufsfeldanalyse untersuchte das BIBB im Zeitraum 2006 bis 2010 in zwei aufeinander aufbauenden Untersuchungen den Qualifikationsbedarf in diesem Bereich und ermittelte mögliche Ansatzpunkte für die Entwicklung bedarfsgerechter (dualer) Qualifizierungsangebote. Der Beitrag gibt einen ersten Einblick in die Ergebnisse.
Im Bereich des Handwerks fehlte es bislang daran, dem erfahrungsgeleiteten Lernen in der Ausbildung einen systematischen Stellenwert zu verschaffen. Der Modellversuch "Ausbildung der Kompetenzen für erfahrungsgeleitetes Lernen im Handwerk am Beispiel des Friseurberufs" leistet dazu einen Beitrag. Mit dem Friseurhandwerk als Gegenstand der Arbeitsforschung wurde Neuland betreten, da personenbezogene Dienstleistungsarbeit lange Zeit nicht als "Arbeit" im eigentlichen Sinne verstanden wurden und deshalb im Vergleich zur industriellen Produktionsarbeit in weit geringerem Ausmaß arbeitswissenschaftlich erforscht sind. Der Artikel zeigt die Bedeutung erfahrungsgeleiteten Lernens "am Menschen" angesichts sich wandelnder Anforderungen an personenbezogene Dienstleistungen auf und stellt Maßnahmen zur konkreten Umsetzung in der Ausbildung vor.
Der sozialstrukturelle Wandel, die Alterung und Individualisierung der Gesellschaft lassen den Bedarf an sozialen und personenbezogenen Diensten weiter wachsen. Der Strukturwandel im Gesundheits- und Sozialwesen führt zur Herausbildung neuer Ausbildungs- und/oder Weiterbildungsberufsprofile. Es gibt sprunghafte Zuwächse an neuen Weiterbildungsberufen in den traditionellen Kernsektoren des Gesundheits- und Sozialwesens. Hier liefert die Beobachtung des Fort- und Weiterbildungsmarktes für die Aufgaben der Früherkennung präzise Informationen über den qualifikatorischen Zustand bestehender Berufe und den berufsbildungspolitischen Handlungsbedarf.
Insbesondere für neu entstehende Tätigkeitsbereiche und Beschäftigungsfelder des Arbeitsmarktes, die (noch) nicht über die BBiG/HwO-typischen Verbands- und Interessenvertretungsstrukturen verfügen, fehlt es an kontinuierlichen, regulierten und frühzeitigen Informationen zu beschäftigungsrelevanten beruflichen Entwicklungsprozessen. Hier setzt eine der Früherkennungsstudien des Bundesinstituts für Berufsbildung (www.bibb.de) an: Informationssystem zur Dauerbeobachtung und Früherkennung von Qualifikationsentwicklungen in Tätigkeitsfeldern ausserhalb es Geltungsbereichs des BBiG. Die Entstehung neuer beruflicher Einsatzfelder in den personenbezogenen Dienstleistungen wurde exemplarisch in den Bereichen Gesundheit/ Soziales, Bildung/ Erziehung, Freizeit/Sport sowie in den Schnittpunkten dieser innovativen Tätigkeitsfelder untersucht. Der Beitrag beschreibt den methodischen Ansatz, exemplarische Ergebnisse der durchgeführten Fallstudien, in deren Ergebnis ein 4-Stufen- Modell zur Früherkennung von Qualifikationsentwicklungen entwickelt wurde, und verdeutlicht an dem Fallbeispiel "Tagesmutter" das 4-Phasen-Modell. Es ist vorgesehen, dieses Modell zur Früherkennung dauerhaft zu installieren.
Stellt der Besuch einer voll qualifizierenden Berufsfachschule eine vollwertige Alternative zur Ausbildung im dualen System dar? Dieser Frage geht ein Forschungsprojekt des Bundesinstituts für Berufsbildung nach. 1250 Absolventen von Berufsfachschulen, die 1994 ihren Berufsabschluss erworben haben, wurden über ihren Berufsweg befragt. Einbezogen waren die Berufsbereiche naturwissenschaftliche Assistenten, kaufmännische Assistenten und personenbezogene Dienstleistungsberufe sowie Abgänger von höheren Handelsschulen. In dem Beitrag werden Ergebnisse zu den Erfahrungen von Absolventen vier Jahre nach Abschluss der Ausbildung vorgestellt, zudem wird von einem Erfahrungsaustausch zwischen Alt- und Neuabsolventen berichtet sowie die mit dem Bildungsgang verbundenen Chancen aus der Sicht der ausbildenden Schulen eingeschätzt.
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