Welche Strategien die Unternehmen anwenden, um die notwendigen Qualifizierungsaktivitäten für ihre Beschäftigten optimal durchzuführen, und welche Rolle in diesem Zusammenhang Bildungscontrolling als Planungs- und Steuerungsinstrument betrieblicher Qualifizierung spielt, war Gegenstand einer schriftlichen Unternehmensbefragung, die im Frühjahr 2000 gleichzeitig in drei europäischen Ländern - Österreich, Niederlande und Deutschland - stattfand. Ausgehend von der gegenwärtigen und künftigen Situation der befragten Betriebe stellen die Autoren zunächst die Bedeutung des Bildungscontrollings als Planungs- und Steuerungsinstrument betrieblicher Qualifizierungsmassnahmen vor und gehen anschließend auf die Steuerung der betrieblichen Weiterbildung durch Kennzahlen ein. Die Befragungsergebnisse zeigen insgesamt, dass das Bildungscontrolling in den drei Ländern zunehmend an Bedeutung gewinnt. Während in Österreich und Deutschland in vielen Betrieben bereits seit längerem eine intensive Auseinandersetzung mit dem Bildungscontrolling stattfindet, sind in den Niederlanden bisher entsprechende Aktivitäten kaum bekannt. Mit der Entwicklung von Kennzahlen zur betrieblichen Weiterbildung versuchen die Betriebe eine Datengrundlage zu schaffen, die auch wichtige Anhaltspunkte für die Nutzeneinschätzung liefern und größere Transparenz im Weiterbildungsbereich schaffen soll. Größere Transparenz durch Kennzahlensysteme und die Entwicklung von Instrumenten zur Nutzenbestimmung werden als die großen Herausforderungen bei der Einführung und Weiterentwicklung des Bildungscontrollings in den europäischen Unternehmen angesehen.
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