Bei der Suche nach Ausbildungsberufen und -stellen treffen Jugendliche auf zahlreiche Angebote und Akteure, die ihnen den Weg weisen wollen. Angesichts dieser Vielfalt stellt sich die Frage, wie Jugendliche die Phase der Berufswahl und Stellensuche erleben und welche Angebote zielführend für sie sind: Haben persönliche Kontakte und Gespräche nach wie vor einen hohen Stellenwert oder wird die Aufmerksamkeit der jungen Menschen vor allem über das Internet geweckt? Und variieren Informations- und Suchstrategien mit ausgewählten soziodemografischen Merkmalen? Aktuelle empirische Hinweise zu diesen Fragen liefert die BA/BIBB-Bewerberbefragung 2012.
In their search for training occupations, young people come across numerous offers and market players intent on pointing them in particular directions. In the face of this diversity, the question that arises is how young people experience the phase of career choice and job-hunting, and what forms of provision they find most helpful: are personal contacts and conversations as high a priority as ever, or is the Internet the primary means of attracting young people’s attention? And do information-finding and searching strategies vary with selected socio-demographic attributes? Current empirical findings on these questions are supplied by the 2012 Vocational Training Applicant Survey conducted by the Federal Employment Agency (BA) and BIBB.
Für jeden der rund 350 Ausbildungsberufe des dualen Systems existiert eine Ausbildungsordnung, in der unter anderem die reguläre Ausbildungsdauer festgelegt ist. Laut Berufsbildungsgesetz (BBiG) bzw. Handwerksordnung (HwO) soll sie nicht mehr als drei und nicht weniger als zwei Jahre betragen. Tatsächlich gibt es derzeit aber auch Ausbildungsberufe mit einer regulären Ausbildungsdauer von dreieinhalb Jahren. Ob diese Option künftig beibehalten werden soll, hat das BIBB im Herbst 2011 rund 1.200 Fachvertreter/-innen im Rahmen des BIBB-Expertenmonitors Berufliche Bildung gefragt.
Angesichts der Globalisierung müssen Erwerbstätige im Arbeitsalltag nicht nur häufiger Fremdsprachen anwenden, sondern auch ein Gespür für fremde Kulturen entwickeln, um in internationalen Arbeitszusammenhängen angemessen agieren zu können. Solche internationalen Kompetenzen lassen sich über Auslandspraktika während der Berufsausbildung frühzeitig erlernen. Alternativ können junge Menschen ihre Ausbildung auch vollständig im Ausland verbringen. Der Beitrag geht der Frage nach, von welchen personalen Eigenschaften und situativen Bedingungen es abhängt,ob junge Menschen ein Interesse dafür entwickeln, ihre Berufsausbildung vollständig oder zum Teil im Ausland zu absolvieren und somit 'transnational mobil' zu werden.
Angesichts der Probleme vieler Jugendlicher beim Übergang Schule - Berufsausbildung wird diskutiert, wie sich das Ausbildungssystem gegenüber den Jugendlichen stärker öffnen kann. Im Rahmen eines Expertenmonitors nahmen Ende 2010 rund 500 Fachleute zu verschiedenen Reformvorschlägen Stellung. Ihre Einschätzungen werden in diesem Beitrag vorgestellt. Demnach sind in Deutschland nur jene Konzepte konsensfähig, welche die bestehenden Zugangsregeln in die Berufsausbildung unberührt lassen. Reformen, die die betriebliche Entscheidungsautonomie bei der Lehrstellenbesetzung einschränken, haben somit kaum eine Realisierungschance. Breite Zustimmung finden dagegen Neuerungen des Übergangssystems und intensivierte Unterstützungsmaßnahmen für Betriebe und Jugendliche.
Given the problems faced by many young people during the transition from school into initial vocational education and training (IVET), how to increase the accessibility of the IVET system is a matter for debate. In a round of the BIBB "Vocational Training Experts Monitor" survey at the end of 2010, around 500 experts commented on various reform proposals. Their ratings are presented in this article. These indicate that the only policy concepts likely to command a consensus in Germany are those which leave the existing rules on access to IVET intact. Reforms which restrict the autonomy of businesses' decision-making in the recruitment of apprentices therefore have little or no chance of implementation. In contrast, there is broad approval for innovations in the transition system and more intensive support measures for companies and young people.
Angesichts des erheblichen Ausbildungsplatzmangels ist seit den 1990er Jahren die Frage nach der Qualität der dualen Berufsausbildung in den Hintergrund geraten. Mit dem Rückgang der Lehrstellennachfrage aufgrund der demografischen Entwicklung ändert sich dies jedoch zunehmend. Denn nur Betriebe, die eine gute Ausbildung bieten, werden sich im Wettbewerb um die Jugendlichen behaupten können. Welches aber sind die Ansprüche junger Menschen an eine qualitativ hochwertige Ausbildung? Inwieweit decken sich diese mit den Anforderungen von Berufsbildungsfachleuten? Und wie stellt sich im Vergleich dazu momentan die Ausbildungsrealität aus Perspektive der Auszubildenden dar? Antworten hierauf gibt das BIBB-Forschungsprojekt 'Ausbildung aus Sicht der Auszubildenden', aus dem ausgewählte Ergebnisse vorgestellt werden.
Auf der Grundlage der aktuellen wbmonitor Umfrage 2007 wurde erstmals ein Klimaindex für die Weiterbildungsbranche errechnet, der sich am bekannten ifo Geschäftsklimaindex orientiert. Demnach ist die Stimmungslage insgesamt gut, variiert aber zwischen den Anbietertypen beträchtlich. Gut die Hälfte der Weiterbildungsanbieter, die an der Befragung teilnahmen, beurteilt ihre aktuelle wirtschaftliche Lage und die in einem Jahr erwartete positiv oder sogar sehr positiv. Zudem wurden die Weiterbildner u. a. danach gefragt, welche Effekte sie vom Konzept des 'Bildungssparens' " erwarten. Erstmals in Kooperation mit dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE) lud die Umfrage diesmal auch Anbieter allgemeiner Weiterbildung ein.
Weiterbildungsanbieter werden mittlerweile mit diversen Ansätzen konfrontiert, mit denen die Qualität ihrer Arbeitsabläufe und -ergebnisse gesichert und verbessert werden soll. Neben bereits bekannte wie Qualitätsmanagementsysteme und regionale Qualitätsverbünde traten in jüngerer Zeit die Weiterbildungstests der Stiftung Warentest. Auf Grundlage verschiedener empirischer Erhebungen zeigt der Artikel, welche Ansätze die Anbieter angesichts dieser Vielfalt tatsächlich verfolgen und welche Wirkungen sie den Weiterbildungstests attestieren. Zunächst wird allerdings die wirtschaftliche Situation der Anbieter beleuchtet, da sie eine wichtige Rahmenbedingung für Qualitätsbemühungen in der Weiterbildung darstellt.
2004 nahm die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge um 15.000 zu. Dennoch verschlechterten sich für die Jugendlichen die Marktbedingungen. Gestiegene Schulabgängerzahlen und hohe Bestände an unversorgten Altbewerbern aus den Vorjahren führten dazu, dass rechnerisch nicht mehr, sondern weniger Ausbildungsangebote je Nachfrager/in zur Verfügung standen. Mindestens 150.000 Jugendliche blieben bei ihrer Lehrstellensuche erfolglos - trotz intensiver Anstrengungen ihrerseits. Wie die Jugendlichen die Lage bewerten und mit ihr umzugehen versuchen, zeigen die Ergebnisse der jüngsten BA/BIBB-Bewerberbefragung von 2004. Der Verbleib der Bewerber, Bewerbungsaktivitäten und Bewerbungserfolg sowie die Situation von besonderen Gruppen unter den Jugendlichen (Altbewerber, Migranten, latente Nachfrager) werden dargestellt.
Die auf dieser Website öffentlich zugänglich gemachten Dokumente – einschließlich dazugehöriger Daten wie z.B. Bilder, Grafiken und Multimedia-Dateien – sind urheberrechtlich geschützt. Verantwortlich für die Inhalte sind die jeweiligen Autoren. Einzelne Vervielfältigungen, z.B. Kopien und Ausdrucke, dürfen grundsätzlich nur zum privaten und sonstigen eigenen Gebrauch angefertigt werden (§ 53 UrhG). Die gesetzlich erlaubten Nutzungen für Unterricht, Wissenschaft und Institutionen (§§ 60a ff. UrhG), insbesondere zum Zwecke der nicht kommerziellen wissenschaftlichen Forschung, bleiben davon unberührt. Darüber hinaus sind Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung nur nach ausdrücklicher Genehmigung des Herausgebers mit Quellenangabe gestattet. Dies gilt insbesondere für die Vervielfältigung und Archivierung der Dokumente auf elektronischen Datenträgern oder auf einem anderen Server. Die Benutzer/-innen sind für die Einhaltung der Rechtsvorschriften selbst verantwortlich und können bei Missbrauch haftbar gemacht werden.