Die Zahl der Flüchtlingskinder und Jugendlichen, die ohne ihre Eltern nach Deutschland kommen, ist so hoch wie noch nie. Deren Betreuung und Beschulung stellt alle Beteiligten vor große Herausforderungen, die im Beitrag beschrieben werden. Eine sozialpädagogische Begleitung und Investitionen in passende Bildungs- und Unterstützungsangebote für junge Flüchtlinge scheinen vor diesem Hintergrund unabdingbar.
Vor dem Hintergrund geringerer Sozialbudgets von Bund, Länder und anderen Kostenträgern wird sich im kommenden Jahr bei gleichzeitig wachsendem Bedarf der Trend zu größerer Effizienz sozialer Dienstleistungen verstärken müssen. Auch wird angesichts der demographischen Entwicklung im Bereich der sozialen Dienste eine Qualitätssteigerung und Professionalisierung der sozialen Arbeit, besonders in den neuen Bundesländern, notwendig. Die mannigfaltigen Angebote von Weiterbildungsträgern, die jetzt auch dort den Weiterbildungsmarkt beleben, bilden häufig die einzige Grundlage für die Arbeit in Einrichtungen sozialer Dienste. Schwerpunkte der Weiterbildung sind neben problembezogenen Weiterbildungsangeboten wie z.B. im Bereich der Jugendhilfe auch spezielle Angebote u.a. auf dem Gebiet des Sozialmanagements.
Bis in die 70er Jahre hinein war die Berufsausbildung innerhalb der Jugendhilfe und der Heimerziehung stark durch Aufbewahrung und Anpassung der Jugendlichen geprägt. Die Werkstätten besaßen oft den Charakter von Produktionsstätten, in denen Arbeitsaufträge erledigt und sinnentleerte Übungsstücke angefertigt wurden. Die Didaktik orienterte sich am Prinzip des "Vormachens" und des "Nachmachens". In diesem Beitrag berichten wir über einen Modellversuch, der diese Situation umfassend untersuchen und verbessern sollte. Der Modellversuch war an die Ausbildungswerkstätten zweier Jugendheime in Hessen angebunden und konnte dadurch unmittelbar Erkenntnisse aus der Praxis gewinnen. Wir geben Erfahrungen aus drei Bereichen wieder: durch Curriculumentwicklung in den vier Modellversuchswerkstätten (Elektro, Farbe, Metall, Holz) wurde die fachliche und soziale Ausbildung reflektiert und qualifiziert. Für die Weiterentwicklung der Ausbildung wurden Fortbildungslehrgänge für die Ausbilder eingerichtet. Schließlich war der Modellversuch engagiert, die Zusammenarbeit der verschiedenen Betreuungsbereiche zu vertiefen. Gemeinsam wurden Möglichkeiten einer projektorientierten Ausbildung und Ansätze zur individuellen Gestaltung der Ausbildung entwickelt und erprobt.
Mit dem Ziel, Ausbildung für verhaltensauffällige und lernschwache Jugendliche begreifbar zu machen, führt der Landeswohlfahrtsverband Hessen vom 1.6.1983 bis zum 31.1.1987 in drei verbandseigenen Einrichtungen - den beiden Jugendheimen Karlshof in Wabern, Staffelberg in Biedenkopf und dem Fortbildungszentrum Mammolshöhe in Mammolshain - den Modellversuch "Berufsausbildung im Jugendhilfebereich - Curriculumentwicklung und Fortbildung der Ausbilder" durch.
Das System der beruflichen Erstausbildung unterliegt einem ständigen Veränderungsprozeß. Durch neue Ausbildungsberufe und Organisationsformen wird die Ausbildungspraxis weiterentwickelt und den sich ändernden Erwartungen der am Ausbildungsgeschehen Beteiligten und den sich ändernden Arbeitsbedingungen angepaßt. Im folgenden sollen anhand von Beispielen solche Anpassungsvorgänge im Bereich der beruflichen Erstausbildungbeschrieben werden, in denen jugendliche Problemgruppen auslösendes Moment sind: Zum einen über Modelle, wieJugendliche ohne Hauptschulabschluß voll in das System der Berufsausbildung integriert werden können, und zum anderen über Ansätze, Berufsausbildung als Leitkategorie sozialpädagogischer Arbeit im Jugendhilfebereich einzuführen. Beiden Ansätzen ist gemeinsam, daß bei ihnen Berufsausbildung als Schlüssel für ein eigenständiges Erwachsenenleben der hier angesprochenen Problemgruppen angesehen wird.
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