Angesichts einer wachsenden Zahl von Auszubildenden, die trotz eines Ausbildungsvertrags ihre Ausbildungsstelle nicht antreten, gewinnen mittlerweile in Betrieben sogenannte Preboarding-Maßnahmen an Bedeutung. Wie können Auszubildende in der Übergangsphase zwischen Vertragsabschluss und Beginn der Ausbildung an den Betrieb gebunden werden? Der Beitrag stellt mögliche Maßnahmen vor und beschreibt, welche Unterstützungsformate das BIBB-Portal Leando bietet.
Die Pandemie hat unser gesamtes Leben auf den Kopf gestellt. Menschen, die in den vergangenen eineinhalb Jahren einen neuen Lebensabschnitt begonnen haben, waren in besonderer Weise betroffen – so auch die jungen Menschen, die 2020 bei DATEV eine Ausbildung oder ein duales Studium begonnen haben. Wie es trotzdem gelungen ist, das Onboarding zu meistern, welche Abstriche man in Kauf nehmen musste und welche neuen Lösungen gefunden wurden, die sich auch für die Zukunft als tragfähig erweisen könnten, wird im Beitrag anschaulich vorgestellt und reflektiert.
Der Beitrag untersucht mittels explorativer Auswertungen von Verwaltungsdaten, wie Wiener Jugendlichen der Berufseinstieg nach einer dualen Ausbildung gelingt. Dabei werden auch der Verbleib im Ausbildungsbetrieb bzw. in der Ausbildungsbranche sowie Arbeitsplatzwechsel und die weitere Erwerbs- und Einkommenskarriere in Abhängigkeit von der Beendigung des Lehrverhältnisses im Lauf der ersten drei Jahre betrachtet. Ziel ist somit, die kurz- bis mittelfristige Arbeitsmarktintegration nach einer Lehrlingsausbildung quantitativ zu untersuchen.
Das französische System der beruflichen Tertiärbildung umfasst universitäre und nicht universitäre Bildungsgänge. Während die nicht universitären Bildungsgänge in Frankreich seit jeher stärker praxisorientiert und für den direkten Weg ins Erwerbsleben konzipiert sind, fand im Rahmen des Bologna-Prozesses auch in der universitären Ausbildung eine berufliche Fokussierung statt. Mit der "licence professionelle", einem praxisorientierten Bachelorabschluss, wurde in Frankreich ein erster Hochschulabschluss geschaffen, bei dem theoretische Lerneinheiten mit Praxisphasen in der Berufswelt verknüpft werden. Der Beitrag untersucht, wie Absolventinnen und Absolventen mit einer licence pro im Vergleich zu jenen mit anderen tertiären Abschlüssen der Einstieg in den Arbeitsmarkt gelingt und verfolgt deren weiteren Verbleib in den ersten sieben Jahren.
Der erfolgreiche Abschluss einer Berufsausbildung und der gelungene Übergang in den Beruf sind wichtige Voraussetzungen für gesellschaftliche Teilhabe. Insbesondere Jugendliche mit schwierigen Ausgangsbedingungen und hohem Förderbedarf benötigen individuelle Begleitung auf diesem Weg. Nicht alle Betriebe können diese Unterstützung leisten. Hier setzt das Instrument der assistierten Ausbildung (AsA) an. In Sachsen-Anhalt wird die assistierte Ausbildung mit einem eigenen Landesfachkonzept erfolgreich umgesetzt. Welche Erkenntnisse lassen sich daraus für die Weiterentwicklung der assistierten Ausbildung ableiten? Und wie kann die nachhaltige Integration Jugendlicher in den Arbeitsmarkt gefördert werden?
Immer mehr Ausländer/-innen münden ins Ausbildungsgeschehen ein. Welche (Aus-)Bildungsmöglichkeiten nehmen sie wahr und wie unterscheiden sich diese von denen deutscher Jugendlicher? Hierzu werden im Beitrag Daten der integrierten Ausbildungsberichterstattung (iABE) ausgewertet.
Arbeit und Beruf sind von zentraler Bedeutung für die gesellschaftliche Integration und Teilhabe junger Menschen. Umso wichtiger ist ein reibungsloser Übergang von der Schule in eine Berufsausbildung oder ein Studium. Mit dem Anspruch, niemanden auf dem Weg in Ausbildung, Arbeit und Beruf zu verlieren, wurde in Hamburg bereits 2012, ein Jahr bevor dieser Grundgedanke in den Koalitionsvertrag der Bundesregierung einging, die Jugendberufsagentur (JBA) geschaffen. Der Beitrag verdeutlicht, dass es nicht nur um eine Bündelung von Leistungen unterschiedlicher Rechtskreise geht, sondern neben politischem Willen auch konzeptionelle Reformen und ein pädagogisches Konzept erforderlich sind, um die Zukunftsaufgabe am Übergang Schule–Beruf zu lösen. Skizziert werden der zugrundeliegende Ansatz des Hamburger One-Stop-Shop-Konzepts und erste Umsetzungsergebnisse.
Rezension zu: Der Stellenwert der schulischen Berufsorientierung aus Sicht von Jugendlichen - Was kann Schule verändern, damit Jugendliche eine passende Berufswahl treffen? Jonathan Hübert. Diplomica, Hamburg 2016
Am Ende der Sekundarstufe I stellt sich für viele Jugendliche die Frage, wie es weitergehen soll. Sollen sie weiter zur Schule gehen, ein Praktikum machen, Erfahrungen im Ausland sammeln oder eine duale Ausbildung beginnen? Wodurch ihre Wahl beeinflusst wird und wie sich Bildungspräferenzen bei Schüler/-innen im Verlauf des 9. Schuljahrs verändern, wird in diesem Beitrag untersucht. Grundlage dafür sind Daten des Nationalen Bildungspanels (NEPS), die im Rahmen des BIBB-Projekts »Bildungsorientierungen und -entscheidungen Jugendlicher im Kontext konkurrierender Bildungsangebote« ausgewertet wurden.
Nicole von dem Bach hat im August 2014 ihre Ausbildung zur Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung (FAMS) am BIBB begonnen. Der Weg führte sie allerdings nicht direkt nach dem Abitur zum BIBB. Hier landete sie erst nach einem kurzen Umweg über die Hochschule, wo sie zunächst Volkswirtschaftslehre studierte.
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