Das Schweizer Telekommunikationsunternehmen Swisscom hat vor 15 Jahren die Ausbildungsstruktur radikal umgestellt. Die Lernenden absolvieren ihre Ausbildung in Form von wechselnden Projekten in verschiedenen Abteilungen und Arbeitskontexten. In einer Fallstudie am EHB wurde dieses Konzept untersucht. Unter anderem ging es darum festzustellen, welche Faktoren die neue Art zu lernen prägen und wie die Lernenden in diese Lernkultur hineinwachsen.
Der Alltag vieler junger Menschen ist nahezu vollständig digitalisiert. Resultieren daraus auch veränderte Erwartungshaltungen und Ansprüche gegenüber der Ausbildung im Betrieb? In der Fachliteratur wird immer wieder auf zahlreiche Vorteile durch den Einsatz neuer Medien hingewiesen. Doch sehen betriebliche Ausbilder/-innen dieses Potenzial und nutzen es? Eine Unternehmensstudie der Hochschule der Medien Stuttgart hat in Kooperation mit der KUKA AG in Augsburg diese Fragen aufgegriffen mit dem Ziel, eine gemeinsame Zukunftsvision für die Ausbildung im Unternehmen zu erarbeiten. Einschätzungen und Wünsche sowohl der Ausbilder/-innen als auch der Auszubildenden werden in diesem Beitrag vorgestellt und reflektiert.
Die meisten Betriebe, die Jugendliche ausbilden, tragen zunächst Kosten und sehen die Ausbildung vor allem als Investition in die Qualifizierung zukünftiger Fachkräfte. Die Höhe der Kosten und Erträge verändert sich jedoch im Verlauf der Ausbildung. Entscheidende Faktoren hierfür sind neben den ansteigenden Ausbildungsvergütungen die Produktivität der Auszubildenden sowie die Ausbildungsorganisation. Der Beitrag stellt diese Entwicklungen anhand der Daten der BIBB-Kosten-Nutzen- Erhebung 2012/13 in Berufen unterschiedlicher Ausbildungsdauer dar.
Unter dem unzureichenden Angebot an Ausbildungsplätzen leiden ganz besonders die weniger leistungsfähigen Schulabsolventen. Dennoch zwingt der demographische Wandel dazu, gerade auch diese potenziellen Mitarbeiter auf angemessene, zeitgemäße Weise zu qualifizieren und auf ein möglichst hohes Ausbildungsniveau zu bringen. Der Beitrag setzt sich mit der Frage auseinander, welche hilfreichen Impulse hierzu von der englischen Ausbildungspraxis ausgehen und in wieweit sich diese im reformierten Berufsbildungsgesetz widerspiegeln. Im Mittelpunkt steht dabei das Potenzial modularer Ausbildungsansätze unterschiedlicher Prägung.
Den Themenschwerpunkt der Ausgabe bildet die Förderung Jugendlicher mit besonderem Bedarf an Unterstützung. Unter anderem werden in den insgesamt zehn Beiträgen zu diesem Thema Entwicklungstrends in der Benachteiligtenförderung beleuchtet, ein Blick auf die Ausbildungsorganisation in England geworfen, die Bedeutung von Softskills geprüft und die Perspektiven von Jugendliche mit Migrationshintergrund untersucht.
Im Blickpunkt widmen sich Heike Solga und Gert G. Wagner der Frage, welche Rolle die Wissenschaft in der Ressortforschung und insbesondere im BIBB einnimmt. Im einleitenden Kommentar von Manfred Kremer, Präsident des BIBB und Professor Dr. Reinhold Weiß, Forschungsdirektor des BIBB, werden die zentralen Herausforderungen für das Bundesinstitut für Berufsbildung in den kommenden Jahren vorgestellt und reflektiert. Ein Beitrag zu Möglichkeiten und Grenzen von Ausbildungskapazitäten rundet die Ausgabe 1/2006 ab.
Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation wie Berufsbildungswerke und Berufsförderungswerke sollten großen Wert auf die Auswahl von am Arbeitsmarkt stark nachgefragten Ausbildungsberufen legen. So sind bspw. die neuen industriellen Elektro- und IT-Berufe geeignet, auch lernschwachen Jugendlichen entgegenzukommen, da die Vermittlung der Fachtheorie anwendungsbezogen erfolgt. Trotzdem bleibt ein hoher Förderungsaufwand, da sowohl die Ausbildungsorganisation als auch die Methoden den besonderen Verhältnissen behinderter Menschen angepasst werden müssen.
Der Modellversuch Berufsausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz mit Fachhochschulreife in Schwarze Pumpe wird in integrativer Form durchgeführt. "Integrativ" bedeutet kurz gefasst: Schule und Betrieb wirken gemeinsam bei der Verknüpfung der Vorbereitung auf ein Studium und der Ausbildung für einen Facharbeiterberuf. Im Beitrag wird dargestellt, wie die beteiligten Lehrer und Ausbilder durch eine handlungsorientierte Weiterbildung zur Integration befähigt werden. Außerdem wird beschrieben, wie sich das in der Weiterbildung entwickelte neue Rollenverhalten der Lehrenden und Lernenden auf die Ausbildungsorganisation auswirkt.
Der Beitrag befasst sich mit dem berufspädagogischen Kern der Neuordnung der industriellen Metallberufe. Es werden Konsequenzen für die betriebliche Ausbildungsorganisation sowie Fragestellungen zur Evaluationsforschung und erste Ergebnisse der Neuordnung aufgezeigt.
Im Rahmen des Modellversuchs "Lehrlingsbaustellen" sollte ein praxisgerechtes Ausbildungsmodell entwickelt und erprobt werden, das sich an den Gegebenheiten eines Handwerkszweiges mit starkem Kunden- und Baustellenbezug orientiert und das gekennzeichnet ist durch eine veränderte Ausbildungsorganisation, die in hohem Maße auf qualifizierte, eigenverantwortliche Tätigkeiten der Auszubildenden abstellt und pädagogische Maßnahmen, die nach Art und Umfang gesondert auf die Förderung von Selbständigkeit, Verantwortungsbereitschaft und sozialen Fähigkeiten ausgerichtet sind. Im Artikel wird dieser Modellversuch beschrieben und seine Ziele und Ergebnisse erläutert. Ferner wird die Funktion des Paten dargestellt.
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