Im Beitrag werden im Rahmen des LEONARDO-Innovationstransferprojekts BILVOC II konzipierte Fortbildungsmaßnahmen beschrieben, die Lehrkräfte an berufsbildenden Schulen bei der Ein- und Durchführung bilingualer Module im Sachfachunterricht nachhaltig unterstützen. Neben Voraussetzungen, die es bei der Einführung bilingualen Unterrichts zu beachten gilt, werden Faktoren für die erfolgreiche Implementierung benannt.
Auslandsaufenthalte während der Ausbildung sind kein Randphänomen mehr: Laut einer im Auftrag der NA durchgeführten Studie sind jährlich rund 23.500 junge Menschen in dualer oder vollzeitschulischer Ausbildung mobil. Bei diesen Lernmobilitäten geht es nicht ausschließlich um den Erwerb von Fremdsprachen und interkultureller Kompetenz. Mit zunehmender Dauer der Auslandsphasen und dem Fokus auf der Fachkompetenz steigen auch die Anforderungen an die Qualität der Auslandsaufenthalte. Einheitliche Kriterien für die Beschreibung und Bewertung von Lernergebnissen sowie für die Definition von Lernergebniseinheiten fehlen aber bisher. Der Beitrag zeigt anhand von Beispielen aus dem Programm Leonardo da Vinci auf, wie Mobilitätsphasen durch die Orientierung an Lernergebnissen sowie die systematische Nutzung europäischer Transparenzinstrumente passgenauer und fachlich enger mit der Ausbildung in Deutschland verknüpft werden können.
Informally acquired competences are playing an increasing role within a large number of training contexts in Germany, Europe and across the entire world. It has been widely accepted that such competences represent an important resource and that their recognition constitutes a considerable area of potential for society. This particularly applies to the educational system in Germany, which has previously tended to be aligned towards formal qualifications. The present paper sheds light on current developments in the field of recognition and validation of informally acquired competences. By using selected examples we hope to demonstrate the potential of European development and transfer projects supported in the framework of the EU LEONARDO DA VINCI Programme which could provide an impetus for further developments in Germany.
In zahlreichen Anwendungskontexten innerhalb Deutschlands, Europas und der Welt, spielen informell erworbene Kompetenzen zunehmend eine Rolle, da erkannt wurde, dass sie eine bedeutende Ressource darstellen und in ihrer Anerkennung ein großes Potenzial für eine Gesellschaft steckt. Dies gilt gerade für das bisher eher an formalen Abschlüssen orientierte Bildungssystem in Deutschland. Im Beitrag werden aktuelle Entwicklungen zur Erfassung von informell erworbenen Kompetenzen beleuchtet. Ziel ist es, anhand ausgewählter Beispiele auf die Potenziale von Entwicklungs- und Transferprojekten, die mit Mitteln des EU-Programms LEONARDO DA VINCI gefördert wurden, hinzuweisen, die Impulse für die weiteren Entwicklungen in Deutschland geben können.
Das Förderprogramm LEONARDO DA VINCI unterstützt seit Jahren die europäische Zusammenarbeitin der beruflichen Aus- und Weiterbildung und trägt somit auch zur Weiterentwicklung des deutschen Berufsbildungssystems bei. Mit dem Programmschwerpunkt LEONARDO DA VINCI Mobilität wurden von 2005 bis 2007 insbesondere Auslandsaufenthalte gefördert, die dem europäischen Austausch und Transfer von innovativen Konzepten und Ansätzen zur Frühpädagogik dienten. So sollte auf die veränderten Herausforderungen in den Kindertageseinrichtungen und den daraus resultierenden Anforderungen an Erzieher/- innen in Deutschland reagiert werden. Durch die Auslandsaufenthalte von Lehrkräften und Auszubildenden entstanden Impulse für die inhaltliche und methodische Gestaltung der fachschulischen Erzieherinnenausbildung, die hier beschrieben werden.
SOLID ist ein Leonardo-da-Vinci-Innovationstransferprojekt. In Zusammenarbeit mit mehreren europäischen Bildungseinrichtungen und Universitäten entstehen Aus- und Weiterbildungsmodule für naturwissenschaftliche Berufe, die über die Internetplattform www.solidinfo. net bereitgestellt werden. Im Beitrag wird das didaktische Konzept vorgestellt, und es werden flexible Einsatzmöglichkeiten der Lernmodule skizziert.
Suchte man noch vor einigen Jahren nach einem praxistauglichen Innovationsleitfaden, der auf die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Unternehmen zugeschnitten war, so wurde man enttäuscht. Ziel des Projekts 'InnoSupport' (2003-2005) war es, diese Lücke mit Hilfe eines Online-Praxisleitfadens zur Innovationsunterstützung zu schließen. Der unterdessen national und international erfolgreiche Leitfaden konnte dank der Unterstützung des LLL-Programms Leonardo da Vinci in Transferprojekten ('InnoSupportTransfer' 2007-2009) kontinuierlich zu einer Lern- und Arbeitsplattform weiterentwickelt werden und ist heute ein interessantes und erprobtes Angebot zum berufsbegleitenden Lernen. In diesem Beitrag werden das Konzept, die Inhalte sowie die Nutzung des Leitfadens beschrieben.
Das Schwerpunktthema dieser BWP-Ausgabe greift die Leitlinie 4 des Innovationskreises berufliche Bildung (IKBB) zur Modernisierung der beruflichen Bildung auf und behandelt zentrale Aspekte wie u.a. das Konzept der "Ausbildungsbausteine", die Umorientierung der Ausbildungsordnungen auf Kompetenzbeschreibungen, Überlegungen zu Berufsfamilien mit gemeinsamen Kernqualifikationen, Fragen der Durchlässigkeit und Transparenz im Bildungssystem sowie Ansätze zur besseren Verzahnung von Aus- und Weiterbildung in der Ordnungsarbeit. Im BWP-Interview erläutert Ministerialrat Arno Leskien (BMBF) welche Teilerfolge auf dem Weg der Flexibilisierung des deutschen Berufsbildungssystems bereits zu verzeichnen und welche weiteren Schritte noch zu meistern sind. Angesichts der Herausforderungen für das (Berufs-) Bildungssystem plädiert BIBB-Präsident Manfred Kremer im Kommentar zum Heft für mehr Offenheit bei der Erprobung und empirischen Prüfung alternativer Modelle und Konzepte. Weitere Themen der Ausgabe sind Erfahrungen bei der Entwicklung zweisprachiger Ausbildungsmodule im Rahmen eines Leonardo-Projekts sowie Fragen zu rechtlichen Rahmenbedingungen bei Auslandsaufenthalten während der Ausbildung.
The special focus of this issue of BWP takes Guideline 4 on the modernization of vocational education and training (developed by IKBB - the Committee on Innovation in Vocational Education and Training) as its point of departure. From here it goes on to examine key aspects of this subject such as the training module concept, the shift in the focus of vocational training regulations in the direction of skill descriptions, thoughts on occupational families that share the same core qualifications, issues involving permeability and transparency in the education system and concepts for how initial and continuing vocational training could be better interlinked with one another at regulatory level. In the BWP interview, ARNO LESKIEN (ministerial counsellor at the Federal Ministry of Education and Research) talks about the successes that have already been accomplished in the ongoing efforts to make the German vocational education and training system more flexible and outlines the steps that have yet to be taken. In light of the challenges facing the (vocational) education system, MANFRED KREMER, president of the Federal Institute for Vocational Education and Training, argues in this issue's commentary for more openness when testing alternative models and concepts and conducting empirical examinations of them. Other subjects featured in this issue include a report on the experience gathered in developing a bilingual training module in connection with a Leonardo project and questions regarding the legal parameters for stays abroad when undergoing vocational training.
Das Leonardo-da-Vinci-Projekt TEVAL - Evaluation Model for Teaching and Training Practice Competences (Laufzeit Februar 2005 bis Juli 2007) wurde in Anbetracht des Bedarfs an einer gemeinsamen europäischen Grundlage für die Evaluation von Lehrenden initiiert. Ziel war die Entwicklung eines Evaluationsansatzes, welcher hilft, die Kompetenzen von Lehrpersonen zu bestimmen und zu überprüfen. Lehrende können mittels des Modells ihre eigenen Kompetenzen reflektieren und systematisch verbessern. Am Projekt beteiligt sind Organisationen aus Deutschland, Estland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien und Portugal. Ausgehend von der Darstellung des Kompetenzmodells und seiner zentralen Dimensionen wird das zentrale Produkt des Projekts - ein Handbuch für die Implementierung des Evaluationsmodells - vorgestellt.
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