Der Beitrag beschreibt die Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialberufe (GES-Berufe) anhand von drei Merkmalen, die Aufschluss über die Anforderungen, das gesellschaftliche Ansehen sowie die Gratifikationen dieser Ausbildungsberufe geben. Zur besseren Einordnung werden sie mit Berufsmerkmalen dualer Ausbildungsberufe verglichen.
Um den stetigen Wandel am Arbeitsmarkt zu verfolgen und Implikationen für Fachkräftebedarf und -qualifikation auf Branchen und Berufsebene aufzeigen zu können, entwickelt das BIBB im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projekts einen neuen Datensatz und ein Datenportal, das unterschiedliche Datenquellen integriert. Anliegen, Gegenstand und Aufbau dieses neuen Berufe- und Kompetenzradars werden im Beitrag vorgestellt.
Die Bildung von Berufsgruppen wird derzeit überwiegend auf der Grundlage bildungspolitischer Diskussionen vorgenommen, bedarf jedoch einer wissenschaftlichen Unterfütterung und sollte sich auf einen klar umrissenen Referenzrahmen beziehen. Im Beitrag wird der Frage nachgegangen, wie ein methodischer Ansatz zur Bildung von Berufsgruppen aussehen könnte. Die vorgestellte Methode wurde im Projekt „Gemeinsamkeiten und Unterschiede in kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Aus- und Fortbildungsberufen (GUK)“ entwickelt und basiert auf einer inhaltsanalytischen Auswertung der Ausbildungsordnungen und Rahmenlehrpläne. Das Vorgehen wird hier exemplarisch für Ausbildungsberufe in der Logistik dargestellt. Vorteile und Grenzen des methodischen Ansatzes und der Nutzen für die Ordnungsarbeit werden aufgezeigt.
Standards in der deutschen Berufsbildung sind ein Produkt aus rechtlichen und politischen Rahmenvorgaben und eines kontinuierlichen Dialogs zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis, die dazu beitragen, die Qualität der Berufsbildung zu sichern und weiterzuentwickeln. Der Beitrag geht auf die konstitutiven Elemente des Berufsbildungssystems ein, beleuchtet die Ebenen der Standardsetzung und beschreibt das Spannungsfeld von Normierung und Flexibilität. Skizziert wird in diesem Zusammenhang die Rolle der ordnungsbezogenen Berufsforschung.
Im Kommentar zum Heft hebt Professor Dr. Reinhold Weiß die Bedeutung der Berufsforschung hervor. Er weist auf ihre Funktion hin, den Strukturwandel zu begleiten, neue Bedarfe zu identifizieren, Ursachen und Wirkungszusammenhänge offenzulegen sowie Gestaltungsvorschläge zu entwickeln. Darüber hinaus muss sie, neben der Untersuchung von Grundlagen der Berufsentwicklung, auch individuellen Perspektiven, insbesondere die Entwicklung beruflicher Identitäten sowie der Gestaltung von Berufsbiografien, erforschen.
Die Beiträge dieser Ausgabe geben einen Einblick, wie aktuelle Anforderungen an die Modernisierung der Berufsbildung sowohl in der Ordnungsarbeit als auch in der betrieblichen Praxis aufgegriffen und umgesetzt werden. Dies betrifft u.a. Fragen der Kompetenzorientierung, die Integration von Zusatzqualifikationen in Ausbildungsordnungen, die stärkere Verzahnung von Aus- und Fortbildung sowie die Erstellung handlungsorientierter Prüfungen. Anhand ausgewählter Befunde aus der beruflichen Qualifikationsforschung veranschaulichen die Artikel zudem, wie Berufsbilder zukunftsorientiert weiterentwickelt werden. Im Kommentar zum Heft hebt Professor Dr. Reinhold Weiß die Bedeutung der Berufsforschung hervor. Sie habe die Funktion, den Strukturwandel zu begleiten, neue Bedarfe zu identifizieren, Ursachen und Wirkungszusammenhänge offenzulegen sowie Gestaltungsvorschläge zu entwickeln. Die Ausgabe enthält weitere Beiträge zur neuen Ausbilder-Eignungsverordnung 2009, zu ersten Neuerungen in der Berufsbildungsstatistik 2007 und zu Ausbildungsverbünden in Österreich.
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg verfolgt als Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit demografische Veränderungen sowie sich wandelnde Arbeitsmarkt- und Qualifikationsstrukturen. Auf dieser Grundlage gibt Prof. Dr. Joachim Möller, seit Oktober 2007 Direktor des IAB, Einschätzungen zur aktuell geführten Fachkräftedebatte,
Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat gemeinsam mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit (IAB) 1979 und 1985/86 jeweils eine repräsentative Erhebung bei mehr als 25.000 Erwerbstätigen in der Bundesrepublik (0,1-Prozent-Stichprobe) durchgeführt. Dabei ging es um die Erfassung der allgemeinen und beruflichen Qualifikation der Befragten, ihres Berufsverlaufs und ihrer aktuellen Berufssituation. Für 1991/92 ist eine Wiederholung dieser Erhebung geplant, um den strukturellen Wandel in der Arbeitswelt und in der Erwerbsbevölkerung seit der letzten Untersuchung zu erfassen. Dabei werden auch die neuen Bundesländer mit einzubeziehen sein. Zur Vorbereitung wurde im September/Oktober 1990 eine repräsentative "Probeerhebung" bei rund 1.000 Erwerbstätigen im Gebiet der ehemaligen DDR durchgeführt. In dem Beitrag werden erste Ergebnisse über die unterschiedlichen Ausbildungsgänge, die gegenwärtige Beschäftigungssituation und die beruflichen Perspektiven aufgezeigt.
Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat gemeinsam mit dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesanstalt für Arbeit (IAB) in den Jahren 1979 und 1985/86 jeweils eine breit angelegte repräsentative Erhebung bei mehr als 25 000 Erwerbstätigen in der Bundesrepublik (0,1 Prozent-Stichprobe) durchgeführt. Dabei ging es um die Erfassung der allgemeinen und beruflichen Qualifikation der Befragten, ihren Berufsverlauf und ihrer aktuellen Berufssituation. Für 1991/92 ist eine Wiederholung dieser Erhebung geplant, um die Veränderungen in der Arbeitswelt und in der Erwerbsbevölkerung, also den strukturellen Wandel seit der letzten Untersuchung zu erfassen. Dabei werden auch die neuen Bundesländer mit einbezogen. In Vorbereitung dieser Erhebung wurde im September/Oktober 1990 eine repräsentative "Probeerhebung" bei rund 1000 Erwerbstätigen im Gebiet der ehemaligen DDR in Auftrag gegeben. Mit der Durchführung der Erhebung wurde die empirisch-methodische Arbeitsgruppe des Instituts für Soziologie und Sozialpolitik der Akademie der Wissenschaften der DDR (ISS) beauftragt. Das Erhebungsinstrument wurde gemeinsam mit dem IAB, Mitarbeitern des ZIB und des ISS überarbeitet. Im folgenden werden einige erste Ergebnisse aus dieser Pretesterhebung vorgestellt. Weitere Analysen sollen in einem der nächsten Hefte dieser Zeitschrift veröffentlicht werden.
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