Angesichts des Klimawandels suchen Jugendliche zunehmend nach beruflichen Perspektiven im grünen Bereich. Gärtner/-innen leisten einen wichtigen Beitrag für die Umwelt – sei es durch den Anbau von Obst und Gemüse, die Anlage und Pflege von Gärten und Parks oder auch bei der Grabstättenpflege. Der Beruf vereint handwerkliches Können mit Fachwissen über Pflanzen, Böden, Nährstoffe und naturnahe Gestaltung. Der Steckbrief stellt die Aufgaben in den sieben Fachrichtungen vor und präsentiert Zahlen zur Ausbildung.
Das Lehrerausbildungsgesetz in NRW sieht vor, inklusionsorientierte Fragestellungen zum integralen Bestandteil der Lehramtsausbildung zu machen. Für die berufliche Lehrerbildung bedeutet dies, Inklusion und Heterogenität in der Fachdidaktik und in den beruflichen Fachrichtungen mit den fachwissenschaftlichen Inhalten zu verknüpfen. Im Beitrag wird die Frage diskutiert, welche Anknüpfungspunkte Gesundheitsberufe aufgrund ihres spezifischen Aufgaben- und Tätigkeitsbereichs bieten.
Mit der UN-Konvention über die »Rechte von Menschen mit Behinderungen« – die Deutschland 2009 ratifiziert hat – ist das Thema Inklusion sowohl bildungspolitisch als auch fachwissenschaftlich in den Fokus gerückt. Inklusion zielt auf gesellschaftliche Teilhabe aller Menschen unabhängig von ihren individuellen Dispositionen. Im Beitrag werden Hintergründe des Inklusionskonzepts sowie Implikationen für die Berufsbildung dargestellt. Ausgehend von Exklusionsrisiken werden Ansatzpunkte zur Entwicklung von Inklusionsstrategien auf unterschiedlichen Handlungsebenen skizziert.
Beim Verkauf komplexer Technologien an ausländische Unternehmen spielt die Qualifizierung der dortigen Fachkräfte eine entscheidende Rolle. Ausbildende Ingenieurinnen und Ingenieure, die ausländische Fachkräfte mit neuen Technologien vertraut machen sollen, bringt dies jedoch in ein Dilemma: Sie sollen hochspezialisiertes Fachwissen vermitteln, ohne dabei Betriebsgeheimnisse zu verraten. Eine an der ENSTA Bretagne in Auftrag gegebene Studie beschreibt dieses Dilemma und benennt Anforderungen an die Qualifizierung ausbildender Ingenieurinnen und Ingenieure, um diese Gratwanderung besser bewältigen zu können.
Im Projekt „Virtuelles Lernen auf der Baustelle – Vila-b“ wurde ein Weiterbildungskonzept entwickelt, welches methodisch auf einem Blended-Learning-Ansatz basiert und inhaltlich an realen Arbeitsprozessen der Zielgruppe (Fachkräfte aus dem Handwerk) ausgerichtet ist. Das Konzept wurde mit insgesamt 16 Teilnehmenden erprobt und hinsichtlich des Lernerfolgs evaluiert. Die Evaluation basierte auf zwei Selbsteinschätzungsbögen für das Fachwissen und die arbeitsprozessbezogenen Kompetenzen. Beide Evaluationsinstrumente beinhalten eine vierstufige Skala, die ansteigende Kompetenzniveaus vom Anfänger bis zum Experten beschreibt. Der Beitrag berichtet über die Lernerfolge der Teilnehmenden und über weitere Einsatzmöglichkeiten des vorliegenden Evaluationsansatzes, bei dem die Kompetenzstufen anhand realer Arbeitsprozesse formuliert wurden.
Bei der Messung beruflicher Handlungskompetenz konnten im gewerblich-technischen Bereich bislang die korrelierenden Fachkompetenzdimensionen Fachwissen und die Fähigkeit, dieses Fachwissen in komplexen Anforderungskontexten anzuwenden, als eigenständige Dimensionen empirisch bestätigt werden. Zur Kompetenzdiagnostik stehen einige Verfahren zur Verfügung, doch nur wenige genügen psychometrischen Standards und sind praktikabel. Der Beitrag zeigt am Beispiel der Kfz-Mechatronik, dass Computersimulationen psychometrisch hochwertige und praktikable Verfahren zur Messung zentraler Fachkompetenzen sind. Zudem zeigt sich übereinstimmend mit den Befunden zur Struktur der Fachkompetenz ein hoher Zusammenhang zwischen praxisnahem Fachwissen und Diagnosekompetenz, wobei die Höhe der Korrelation gegen ein Zusammenlegen beider Facetten spricht.
Das Fachwissen und die Erfahrungen der Mitarbeiter/-innen sind wichtige Erfolgsfaktoren für die effiziente Bewältigung der Arbeit im Unternehmen. Dieses Know-how haben die Beschäftigten im Lauf der Zeit im und für das Unternehmen aufgebaut. Beim Ausscheiden der Betroffenen kann dieses nicht ohne Weiteres ersetzt werden. Am Beispiel des Instruments Nova.PE zeigt dieser Beitrag, wie intergeneratives Wissensmanagement in sieben Schritten zur Sicherung des Wissens in Unternehmen beitragen kann. Der Artikel skizziert das Vorgehen und erläutert Erfahrungen mit der Umsetzung.
Bei dieser Veranstaltung im Februar 1998 in Dublin handelte es sich um ein von der Europäischen Kommission gefördertes Leonardo-Monitoring-Seminar "New ways of accrediting the skills and competencies acquired through informal learning". Es wurde von der irischen Leonardo-Koordinierungsstelle organisiert. Mit Hilfe des Seminars sollten Untersuchungen und Entwicklungen zum Thema in Leonardo-Projekten und bei der Kommission gebündelt und reflektiert werden. Die entsprechenden Aktivitäten dienen der Erreichung des Ziels Nr. 1 im Weißbuch "Lehren und Lernen": Aneignung neuer Kenntnisse, ihre Bewertung und Anerkennung.
Der Beitrag geht auf die Probleme der Fachbildung bei der Auswahl von Inhalten, Lernformen und Ausbildungsmethoden ein. Durch das Tempo der Wissensentwicklung, die Unsicherheit bei der Prognose überdauernder Lerninhalte und die Bildungstheorie einer "zweckfreien Bildung" ist die Fachbildung in eine Krise geraten, die vom Autor nachgezeichnet und kommentiert wird. In einem weiteren Schritt wird die Frage analysiert, wie sich Ausbildung und Schulbildung wandeln müssten, um dem Anspruch einer verstärkten Entwicklung der Persönlichkeit durch die gezielte Förderung von Schlüsselqualifikationen Rechnung zu tragen. Abschließend wird die Frage behandelt, was bildungspolitisch und didaktisch zu tun ist, um der Krise der Fachbildung durch die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen begegnen zu können. Als Lösung wird eine Erweiterung der fachdidaktischen Perspektive vorgeschlagen, die über das fachlich Relevante auch das außerfachlich Notwendige im Blick behält.
Auf der Grundlage einer Befragung von Führungskräften eines großen Automobilherstellers zu ihrer Arbeitssituation nach der Einführung der CAD-Technologie wird der Frage nachgegangen, wie sich neue Technologien auf die Situation unterer und mittlerer Führungskräfte auswirken. Dabei wird festgestellt, daß trotz neuer Produktionskonzepte die Fixierung der Führungskräfte auf eine vertikale Karriere, verbunden mit fachlicher Verantwortung bestehenbleibt. Soziale Kompetenzen werden geringer gewertet als die fachliche Qualifikation. Die veränderten Anforderungen durch den Einsatz neuer Technologien, durch die angestrebte Veränderung der Arbeitssituation und die Verringerung der Hierarchieebenen kollidieren mit den Zielsetzungen der Führungskräfte. Dies führt dazu, daß die Veränderungen in der Arbeitsorganisation von den Führungskräften nur zum Teil mitgetragen und damit auch die neuen Technologien teilweise nur suboptimal eingesetzt werden.
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