Auswertungen von Daten des BIBB-Qualifizierungspanels und Interviews mit Ausbildungsverantwortlichen weisen auf zunehmende innerbetriebliche Spannungsfelder hin. Dies betrifft zum einen die Rekrutierung von Ausbilderinnen und Ausbildern und zum anderen den Betreuungsaufwand und die Sicht auf die jugendliche Zielgruppe und ihre Bedürfnisse.
Keine Arztpraxis kommt ohne sie aus: Unter den medizinischen Berufen haben die Medizinischen Fachangestellten eine der vielfältigsten Aufgaben. Neben der Betreuung der Patientinnen und Patienten, der Assistenz bei der Untersuchung und Behandlung und der Betriebsorganisation werden auch soziale Kompetenzen immer relevanter. Der Steckbrief beschreibt, warum das so ist und nennt aktuelle Zahlen zur Ausbildung.
Mit dem Berufsbildungsmodernisierungsgesetz (BBiMoG) wurde zum 01.01.2020 die Möglichkeit der Teilzeitberufsausbildung durch eine eigenständige Vorschrift im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und in der Handwerksordnung (HwO) neu gefasst und inhaltlich erweitert. Der Beitrag stellt die wichtigsten Neuerungen dar, benennt Voraussetzungen für die Inanspruchnahme und skizziert mögliche Teilzeitmodelle.
Das Alters- und Pflegezentrum Sunneziel Meggen im Schweizer Kanton Luzern bietet älteren Menschen vielfältige Wohn- und Betreuungsmöglichkeiten. Zur Qualifizierung der hier tätigen Fachkräfte bildet die Einrichtung in neun Grund- und Ausbildungsberufen aus. Zudem werden Studierende in ihren Praxisphasen professionell angeleitet. Magdalena Fuchs ist seit 2011 Bildungsbeauftragte und somit nicht nur für Aus- und Weiterbildung des Fachkräftenachwuchses, sondern auch für die Qualifizierung und Begleitung des Bildungspersonals verantwortlich.
Die Zahl der Flüchtlingskinder und Jugendlichen, die ohne ihre Eltern nach Deutschland kommen, ist so hoch wie noch nie. Deren Betreuung und Beschulung stellt alle Beteiligten vor große Herausforderungen, die im Beitrag beschrieben werden. Eine sozialpädagogische Begleitung und Investitionen in passende Bildungs- und Unterstützungsangebote für junge Flüchtlinge scheinen vor diesem Hintergrund unabdingbar.
Der soziodemografische Wandel stellt den Beschäftigungsbereich der Altenpflege vor entscheidende Herausforderungen. Zur Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen Versorgung ist insbesondere eine Personalentwicklung gefragt, welche auf die vorhandenen Ressourcen der Beschäftigten unter Berücksichtigung ihrer unterschiedlichen Kompetenzprofile und auf die differenzierten Anforderungen des Beschäftigungsbereichs gleichermaßen ausgerichtet ist. Sektorale Qualifikationsrahmen können hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten. Mit dem „Entwurf eines Qualifikationsrahmens für den Beschäftigungsbereich der Pflege, Unterstützung und Betreuung älterer Menschen“, der in diesem Beitrag vorgestellt wird, ist erstmals für Deutschland ein Modell entwickelt worden, welches eine gestufte und anschlussfähige Beschreibung von Anforderungs- und Qualifikationsprofilen für diesen Bildungs- und Beschäftigungsbereich vornimmt.
Mit der Reform des BBiG im Jahre 2005 ist in Paragraph 8 die Möglichkeit zur alltäglichen oder wöchentlichen Verkürzung der Ausbildungszeit verankert worden. Damit wird jungen Müttern und Vätern sowie jungen Menschen, die Angehörige pflegen, durch zeitliche Flexibilität der Weg in eine Berufsausbildung eröffnet. Die Umsetzung dieser neuen Möglichkeit verdeutlicht, dass aus dem ursprünglichen Thema "Berufsausbildung junger Mütter" das Thema "Vereinbarkeit von Berufsausbildung und Familie" geworden ist. Die vorliegenden Erfahrungen zeigen erfolgreiche Strategien, aber auch Probleme auf, für die weiterhin Lösungen gefunden werden müssen.
Benachteiligtenförderung ist seit langem ein Bestandteil des Berufsbildungssystems. Ursprünglich stand die Frage im Vordergrund, wie für die Jungarbeiter ein sinnvolles Bildungsangebot der Berufsschule entwickelt werden könnte. Später, in den frühen 70er Jahren, sollte das Berufsvorbereitungsjahr die "Problemgruppen" des Berufsbildungssystems aufnehmen. Parallel dazu entstanden die ersten berufsvorbereitenden Lehrgänge, finanziert durch die Bundesanstalt für Arbeit. 1980 begann das sog. "Benachteiligtenprogramm" mit ca. 600 Ausbildungsplätzen in außerbetrieblichen Bildungseinrichtungen, bei Bildungsträgern. 1988 wurde das Programm in das AFG übernommen und damit zu einem Regelangebot gemacht. Seit 1982 gehören auch die "ausbildungsbegleitenden Hilfen" zum Unterstützungsangebot für betriebliche Auszubildende. Seit geraumer Zeit tauchen jedoch Fragen bzw. Forderungen nach Optimierung des Fördersystems auf. Gezielte und individuelle Förderung, Optimierung der Lernformen, Verbesserung der sozialpädagogischen Betreuung und Anbindung an die betriebliche Praxis, Zertifizierung erworbener Kompetenzen sind Stichworte, die die aktuelle Diskussion prägen. Der Beitrag geht diesen Entwicklungen nach.
Ein Forschungsprojekt des BIBB untersucht die Gründe für hohe Misserfolgsquoten in Gesellenprüfungen und zeigt Aspekte zur Steigerung des Prüfungserfolgs auf. Dazu wurden qualitative Interviews mit 120 Prüfungsteilnehmern und 200 Experten aus Betrieben, Berufsschulen und Handwerkskammern durchgeführt. Die Untersuchung konzentrierte sich auf drei Ausbildungsberufe im Handwerk mit hohen oder deutlich gestiegenen Versagensquoten: Gas- und Wasserinstallateur, Zentralheizungs- und Lüftungsbauer, Elektroinstallateur. Das Ergebnis: Es gibt keine monokausale Erklärung für Prüfungserfolg. Es wirken stets mehrere Faktoren zusammen, mit wechselndem Gewicht der Einzelfaktoren. Besondere Bedeutung haben die schulischen Voraussetzungen, die kontinuierliche Betreuung durch Ausbilder und Berufsschullehrer, die vollständige Vermittlung der Lehrinhalte sowie die Prüfungsvorbereitung. Die Entscheidung über den Prüfungserfolg fällt weitgehend vor und nicht während der Prüfung.
Benachteiligte Jugendliche wieder zu erreichen und in das Erwerbsleben nachhaltig zu integrieren, ist Ziel von Artikel 11 des Jugendsofortprogramms der Bundesregierung zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) untersucht im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) die Umsetzung von Artikel 11 in 21 Arbeitsamtsbezirken. Die Daten belegen den hohen Bedarf an sozialer Betreuung zur Hinführung Jugendlicher an Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen. Die angebotenen Maßnahmen werden von den Mitarbeitern als geeignet bewertet.
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