Die Arbeitslosenquote bei Menschen mit Behinderung ist gut doppelt so hoch wie die bei Menschen ohne Behinderung. Zudem suchen sie wesentlich länger nach einem Job. 2017 hat die Aktion Mensch junge Menschen zu ihren Erfahrungen auf dem Weg in den Beruf befragt. Ausgewählte Ergebnisse dieser Befragung werden im Beitrag ausgeführt. Mit der Initiative Perspektiva wird abschließend ein Netzwerk vorgestellt, das junge Menschen mit Handicap an der zweiten Schwelle unterstützt.
Eine Nachqualifizierung bietet geringqualifizierten Erwachsenen neue Chancen, einen anerkannten Berufsabschluss nachzuholen und damit ihre Beschäftigungschancen zu erhöhen. Den Unternehmen eröffnen sich damit zugleich neue und zusätzliche Möglichkeiten, dringend benötigte Fachkräfte zu fördern. Der Beitrag beschreibt Herausforderungen und Lösungen bei der Etablierung einer "abschlussorientierten modularen Nachqualifizierung", die im SANQ Netzwerk in Berlin entwickelt wurden.
Für die Verwertbarkeit von Qualifikationen und Kompetenzen auf dem deutschen Arbeitsmarkt sind formale Nachweise über Bildungs- und Berufsabschlüsse entscheidend. Für Personen, die ihren Abschluss im Ausland erworben haben, ist daher von Bedeutung, dass ihre formalen Qualifikationen auch als solche anerkannt werden. So können ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt und damit auch ihre persönliche berufliche Situation verbessert werden. Als gesetzlicher Rahmen dient hierfür seit April 2012 das Anerkennungsgesetz des Bundes. Damit hat jeder Mensch mit einem ausländischen Abschluss das Recht auf ein Anerkennungsverfahren. Der Beitrag behandelt die Frage, inwiefern die Anerkennung eines ausländischen Berufsabschlusses im nicht reglementierten Bereich die Chancen für Erwerbspersonen auf dem deutschen Arbeitsmarkt tatsächlich verbessert, und zeigt Grenzen auf. Grundlage sind dabei die Ergebnisse der Evaluation des Anerkennungsgesetzes.
Seit 2010 gibt es eine Rahmenregelung zur einheitlichen Gestaltung von Fachpraktiker-Ausbildungen nach § 66 BBiG / § 42m HwO. Das BIBB hat in einer Studie erstmalig Erkenntnisse zu diesen Ausbildungsregelungen für Menschen mit Behinderung gesammelt. Der Beitrag stellt ausgewählte Ergebnisse zum Bekanntheitsgrad und zu anschließenden Beschäftigungschancen aus Sicht von Ausbildungsbetrieben vor.
Nach den aktuellsten von Eurostat harmonisierten Arbeitslosendaten für unter 25-Jährige stehen Länder mit dualen Ausbildungssystemen gut da. Die deutsche Jugendarbeitslosigkeit ist von 2007 bis 2013 von 11,9 auf 7,9 Prozent gesunken. In den südeuropäischen Ländern ist sie jedoch um ein Vielfaches gestiegen. Deswegen zu schlussfolgern, dass eine bessere Ausbildung auch die Arbeitsmarktchancen junger Südeuropäer verbessert, ist jedoch zu einfach.
Was macht die Aufstiegsfortbildung aus Sicht der Absolventinnen und Absolventen attraktiv? Was war ihre Motivation und inwiefern haben die Fortbildungen ihre beruflichen Entwicklungen beeinflusst? In den Interviews geben vier Beschäftigte über ihre Beweggründe, Erwartungen und Zukunftspläne Auskunft. Deutlich werden unterschiedliche Ausgangslagen und Wege, die zum Fortbildungsabschluss führten. Alle Befragten betonen, dass ihnen der gewählte Abschluss neue Perspektiven im Beruf eröffnet hat, sie ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern konnten und dass sie sich darin bestärkt fühlen, ihre berufliche Karriere auch weiterhin aktiv zu gestalten.
A smooth transition from initial vocational training into employment is a fundamental pre - requisite for establishing successful career trajectories. However, not all young people who complete a dual-system apprenticeship negotiate this “second threshold” transition with uniformly positive results. An analysis of Microcensus data shows that outcomes vary depending on the level of school-leaving qualifications and the chosen field of initial vocational training.
Die ersten Verordnungen der zweijährigen Grundbildung mit eidgenössischem Berufsattest (EBA) traten zum 1. Januar 2005 in Kraft. Der Beitrag präsentiert die Ergebnisse einer Längsschnittstudie zur Arbeitsmarktintegration von jungen Berufsleuten nach einer zweijährigen Grundbildung im Detailhandel (Verkaufsberufe) bzw. im Gastgewerbe. Er fokussiert die berufliche Entwicklung von Absolventinnen und Absolventen einer zweijährigen Grundbildung mit Berufsattest, diskutiert mittels eines Längsschnitt- sowie vergleichenden Ansatzes Daten zur Beschäftigungssituation, Mobilität und Flexibilität von Personen mit der neuen zweijährigen beruflichen Qualifikation und liefert damit erste längerfristige Erkenntnisse über die neue Ausbildungsform.
Ein reibungsloser Übergang von der beruflichen Ausbildung in die Erwerbstätigkeit ist eine grundlegende Voraussetzung zur Realisierung erfolgreicher Berufsverläufe. Dieser Übergang an der 'zweiten Schwelle' verläuft jedoch nicht für alle Absolventinnen und Absolventen einer dualen Ausbildung gleichermaßen positiv. Eine Analyse von Mikrozensusdaten zeigt, dass er je nach Schulabschluss und Ausbildungsfeld variiert.
Im OECD-Bericht "Education at a Glance" (Bildung auf einen Blick) von 2004 weisen - basierend auf dem Mikrozensus 2002 - Erwerbspersonen mit dualer Berufsausbildung in allen Altersgruppe höhere Erwerbslosenraten auf als Erwerbspersonen mit einem Berufsfachschulabschluss (je nach Altersgruppe +2 Prozent bzw. +3 Prozent) Wie sind diese Unterschiede zu erklären? Sind sie auf die unterschiedlichen Ausbildungssysteme zurückzuführen, oder werden Personen verglichen, die sich systematisch in arbeitsmarktrelevanten Merkmalen unterscheiden? Mit der vereinfachten Zulassung von Berufsfachschulabsolventen zur Kammerprüfung sind nach dem neuen Berufsbildungsgesetz diese Fragen von besonderem Interesse. Auf Basis des Mikrozensus 2003 wird in dem Beitrag aufgezeigt, wie sich Absolventen der unterschiedlichen Systeme (duales System, Berufsfachschulen) hinsichtlich ihrer Erwerbschancen unterscheiden, wenn vergleichbare Bedingungen geschaffen werden. Die Analysen geben keine Hinweise darauf, dass es systematische Unterschiede im Erwerbslosigkeitsrisiko zwischen Absolventen einer dualen Berufsausbildung und vollqualifizierender BFS gibt, die auf die spezifische Form der Ausbildung (Schule vs. Betrieb) zurückzuführen sind. Auf den ersten Blick vermeintlich erkennbare Unterschiede beruhen auf Selektivitätseffekten: unterschiedliche Bildungsniveaus und unterschiedliche Berufsbereiche sowie Ost/West-Unterschiede, die das Arbeitsmarktrisiko maßgeblich beeinflussen.
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