Die dritte ordentliche Sitzung des Hauptausschusses fand unter Leitung von Elke Hannack, Beauftragte der Arbeitnehmer, statt. Schwerpunkte dieser Sitzungen waren die aktuelle Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt 2024, der Bericht "Bildung in Deutschland 2024" sowie das Thema Begabtenförderung in der beruflichen Bildung.
Eine am BIBB, im Bereich Bibliothek und Dokumentation tätige junge Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste wird befragt, welche Berufsperspektiven und Karrierewege sich für sie durch ein Stipendium eröffnen.
Die Zahl der Stiftungen ist in den vergangenen Jahren kräftig angestiegen und liegt derzeit bei mehr als 12.000 Stiftungen. Eine veränderte Steuergesetzgebung für Stiftungen, ein Heranwachsen der Erbengeneration und sinkende Finanzkraft des Staates sind hier als Hauptursachen zu nennen. Der Zweck von Stiftungen ist genauso vielfältig wie die Motivation, die zu einer Stiftungsgründung führt: Sei es die Übernahme von gesellschaftlicher Verantwortung, das Fortleben des Stifternamens oder Sicherung und Erhalt eines Unternehmens beim Generationswechsel. Die bei der Stiftung Begabtenförderungswerk berufliche Bildung ansässige Patenschaftsstelle für Ausbildung hat erfragt, wie dieser Gedanke im Hinblick auf die berufliche Bildung aktuell in der Stiftungslandschaft zum Tragen kommt. Sie vertrat die These, daß Ausbildungsförderung als Stiftungszweck bisher relativ schwach ausgeprägt ist. Im Mittelpunkt stand die Frage nach Aktivitäten in der Erstausbildung.
Die zielgruppenspezifische Förderung konzentriert sich in hohem Masse auf Lernschwache. Gleichzeitig gilt es aber auch, leistungsstarke Jugendliche angemessen zu fördern. Der 2000 vom Bundesinstitut eingeleitete Modellversuch "Leistungsstarke Auszubildende nachhaltig fördern" (LAnf) fragt, nach welchen Kriterien leistungsstarke Jugendliche erkannt werden können, wodurch sie sich von anderen Auszubildenden unterscheiden und umreisst deren Profil. Darüber hinaus entwirft der Modellversuch ein flexibles Förderkonzept für diesen Personenkreis. Der Beitrag stellt Ergebnisse dazu vor.
Der Beitrag zum Thema Begabtenförderung wurde anlässlich der Verleihung des Hermann-Schmidt-Preises gehalten. Der Autor plädiert für eine Entideologisierung von Elite, Begabtenförderung und Hochbegabung. Er geht von einem Bildungsbegriff aus, der die Entwicklung der Persönlichkeit umfasst, ebenso wie Beschäftigungsfähigkeit und verantwortliche Teilhabe an der Gesellschaft. Die Herausforderung an die Bildungspolitik bestehe darin, Chancengleichheit zu verwirklichen, d.h. gleiche Zugangsmöglichkeiten zu Bildungsangeboten schaffen, aber keineswegs Gleichmacherei. Begabtenförderung wird als individuelle Förderung, als eine Förderung von Biographien, jedem nach seinen Begabungen gerecht zu werden, gesehen. Notwendig seien gezielte Instrumente zur Förderung individueller Begabungen in den Schulen, Ausbildungsbetrieben und Universitäten. Begabtenförderung müsse als eine gesellschaftliche Investition verstanden werden.
Das duale System ist für rund 70 Prozent der Jugendlichen nach der Schule Ort der persönlichen und beruflichen Vorbereitung auf das Erwerbsleben. Es ist verantwortlich für den vergleichsweise reibungslosen Übergang der nachwachsenden Generation in die Arbeitswelt. Sowohl die geringe Jugendarbeitslosigkeit als auch die mit der Berufsausbildung erworbene berufliche Handlungskompetenz der Nachwuchskräfte sind Aspekte einer wachsenden internationalen Beachtung des deutschen dualen Systems.
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