Der Beitrag stellt anhand zweier Berufe dar, dass die fortschreitende Digitalisierung allgemein betrachtet zwar oftmals zu ähnlichen Veränderungen auf Facharbeiterebene führt, die nähere Untersuchung der jeweiligen Arbeitsplätze aber zeigt, dass sich diese Veränderungen berufsspezifisch unterschiedlich auswirken. Gemeinsamkeiten und Unterschiede werden für die beiden Berufe Industriekaufmann/-frau und Verfahrensmechaniker/-in für Kunststoff- und Kautschuktechnik in Bezug auf eingesetzte Technologien, veränderte Tätigkeiten und neue Qualifikationsanforderungen beleuchtet. Abschließend werden Einschätzungen zur weiteren Entwicklung der beiden Berufe unter den Bedingungen der Digitalisierung gegeben.
Veränderungen beruflicher Inhalte sind oft getrieben durch technologische Entwicklungen, beispielsweise werden körperlich stark belastende Aufgaben durch Maschinen übernommen. Damit verlieren die betroffenen Berufe einen Teil der sie ausmachenden Inhalte, andere können dazukommen. Welche Aufgaben genau durch Technologien ersetzt werden, lässt sich nicht leicht voraussagen. Ein prominenter Ansatz (»task-approach«) geht davon aus, dass insbesondere sogenannte Routineaufgaben durch den vermehrten Einsatz neuer Technologien entfallen könnten. In diesem Beitrag wird die Entwicklung von Routineinhalten in Berufen in den letzten Jahrzehnten empirisch nachgezeichnet. Dabei geht es um die Fragen, was Routineinhalte sind, wie sie sich in der Vergangenheit entwickelt haben und welche Auswirkungen auf berufliche Tätigkeiten festzustellen sind.
Mit rund 4,8 Millionen Beschäftigten ist das Gesundheitswesen der größte und expansivste Wachstums- und Beschäftigungsmarkt in Deutschland. Veränderungen der Versorgungsbedarfe als Folge des demografischen Wandels, zunehmende Komplexität des Versorgungsauftrags und neue Anforderungen an Interprofessionalität sind die Herausforderungen der Zukunft. Sie haben Auswirkungen auf die zukünftigen Qualifikationserfordernisse und damit auch auf die Qualifizierung. Doch welche (Qualifizierungs-)Wege führen in das Gesundheitswesen? Der Beitrag strukturiert und systematisiert die heterogene und unübersichtliche Landschaft der nicht akademischen Ausbildungsberufe und stellt – ausgehend von den unterschiedlichen Rechtsgrundlagen – die relevanten Ausbildungsgänge mit derzeit insgesamt ca. 330.000 Schülerinnen und Schülern bzw. Auszubildenden (berufsbildungs-)systemübergreifend dar. Darstellungen zu Weiterbildungsoptionen, zu aktuellen Entwicklungen und ein Ausblick auf die mögliche Weiterentwicklung der Berufsbildung in diesem Bereich runden den Beitrag ab.
Veränderte Versorgungsbedarfe gehen mit einem Wandel der professionellen Gesundheits- und Krankenpflege einher und fanden u. a. ihren Niederschlag in der Novellierung des Berufsgesetzes und der Ausbildungs- und Prüfungsordnung im Jahr 2003. Damit verbunden waren die Einführung der neuen Berufsbezeichnung „Gesundheits- und Krankenpflege“ sowie geänderte Ausbildungsziele und -inhalte, die als Innovationsimpulse für die Berufsausübung verstanden werden müssen. Doch wie kann ein gelungener Transfer dieser Neuerungen in die Ausbildungspraxis erfolgen? Im Beitrag werden Ergebnisse einer Vollerhebung im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern diskutiert, die zeigen, welche Relevanz Lehrende dem Thema Gesundheitsförderung bei der Ausbildungsgestaltung beimessen. Die Untersuchungsergebnisse machen deutlich, dass die Implementierung gesundheitsfördernder Tätigkeitsbereiche und eine entsprechende Qualifizierung nur bedingt gelingen.
Bei der Beantwortung der Frage nach der Ähnlichkeit von Berufen und der Möglichkeit, diese stärker zusammenzufassen, wird im Folgenden ein empirisch gestütztes Konzept der Verdichtung von Erwerbsberufen vorgestellt, das auf der Basis von Tätigkeits- und Branchenschwerpunkten 54 Berufsfelder definiert.
Ziel des Beitrages ist die Darstellung von Perspektiven für Ausbildung und Beruf des technischen Zeichners, die aus der durch die Einführung von CAD-Systemen bedrohlich gewordenen Berufssituation herausführen. Zugleich sollen den Berufsschulen und Betrieben Anregungen und Orientierungshilfen gegeben werden, wenn sie mit der Konzipierung und dem Aufbau einer CAD-Ausbildung beginnen. In den ersten beiden Kapiteln wird die berufliche Situation des technischen Zeichners angesichts der neuen Informationstechniken und eines starken Rationalisierungsdrucks dargestellt. Die folgenden sechs Abschnitte erläutern wesentliche inhaltliche Säulen einer CAD-Ausbildungskonzeption für junge technische Zeichner.
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