Um dem Fachkräftemangel im Berufsfeld Frühe Bildung entgegenzuwirken, bringen die Bundesländer neue Ausbildungsmodelle für Erzieher/-innen auf den Weg. In Baden-Württemberg wurde 2012 ergänzend zur schulischen Ausbildung eine praxisintegrierte, durchgehend vergütete Ausbildung geschaffen. Im Beitrag werden Studienergebnisse vorgestellt, die auf Basis neuer Daten einer Onlinebefragung der Absolventinnen und Absolventen an fünf Fachschulen für Sozialpädagogik gewonnen wurden. Untersucht wird die Frage, ob es gelungen ist, zusätzliche Zielgruppen für die frühe Bildung zu erreichen und ob diese im Berufsfeld verbleiben.
Vom 13. bis 15. März 2017 finden die 19. Hochschultage Berufliche Bildung statt. Gastgeber ist – nach 2002 zum zweiten Mal – das Institut für Berufs-, Wirtschafts- und Sozialpädagogik der Universität zu Köln, das Fachvertreter/- innen aus Wissenschaft, Politik und Praxis der Berufsbildung in die Metropole am Rhein einlädt. Im Interview geben die diesjährigen Ausrichter Einblicke in ein attraktives Programm.
The 19th University Conference on Vocational Education and Training will take place from 13 to 15 March 2017. For the second time since 2002, the host is the Institut für Berufs-, Wirtschafts- und Sozialpädagogik der Universität zu Köln [Institute of Vocational, Business and Social Education at the University of Cologne], which has invited specialist representatives from the fields of VET research, policy making and practice to attend the event. In the interview, this year’s organisers provide insights into an attractive programme.
Der Aufsatz stellt Grundideen eines pädagogischen Konzepts vor, in dem Multimediasysteme als offene Gestaltungswerkzeuge durch Auszubildende genutzt werden. Multimediasysteme können als expressive Medien eine lernerzentrierte Methodik beruflicher Bildung unterstützen. Neben einer Förderung kognitiver Fähigkeiten, insbesondere im Hinblick auf die eigenständige Recherche, Bearbeitung und Präsentation von Informationen, sollen sie auch als Anreicherung einer Persönlichkeitsbildung im Rahmen beruflicher Bildung erprobt werden. Das vorgestellte Konzept wurde im Zusammenhang der sozialpädagogisch orientierten Berufsausbildung entworfen, ist aber auch auf die Berufsbildung im dualen System übertragbar. Im Rahmen der Projektarbeit mit unterschiedlichen Medien wurde hier zur Förderung personaler und kognitiver Fähigkeiten ein "Software-Design-Ansatz" erprobt und realisiert, bei dem die Schüler Lernprogramme für andere entwickeln. Dieser Ansatz zielt darauf ab, dem Auszubildenden ein Höchstmaß an gestalterischer Freiheit beim Einsatz von Multimediasystemen zu geben, um das Strukturieren und Formulieren von Aussagen und die kreative Gestaltung zu unterstützen.
Im Mittelpunkt der Ausführungen steht ein Modellversuch zur Motivation und Umschulung arbeitsloser Frauen, für den ein Umschulungskonzept in Form eines Lernortverbunds zwischen Berufsbildungsstätte und Fachbetrieben ausgearbeitet wurde. In der Kombination von außerbetrieblichen und betrieblichen Ausbildungsteilen liegt die Chance zu einer zielgruppen- und beschäftigungssystemorientierten Gestaltung der Umschulungsmaßnahmen. Der betriebliche Ausbildungsteil geht weit über ein bloßes Betriebspraktikum hinaus und erfordert eine intensive Kooperation zwischen den beiden Lernorten. Den Ausbildungprozeß beratend und unterstützend zu begleiten, ist Aufgabe von Sozialpädagoginnen, die auch für die Vorbereitung der Kooperationsbetriebe und der Umschülerinnen zuständig sind, mit dem Ziel, möglichst realistische Vorstellungen und Erwartungen zu entwickeln. Die Betriebe sind stärker in die Ausbildungsverantwortung einbezogen und identifizieren sich in höherem Maße mit dem Ausbildungserfolg ihrer Umschülerinnen. Umgekehrt ist auch die Entwicklung einer Betriebsbindung auf seiten der Frauen festzustellen.
In Anbetracht der allgemeinen Umstrukturierungen des Berufsbildungssystems und der damit einhergehenden Probleme der quantitativen Versorgung und qualitativen Ausgestaltung stellt sich die Frage, ob Jugendliche und junge Erwachsene, die nur mit besonderer Förderung die Ausbildung aufnehmen und erfolgreich beenden können, in Vergessenheit geraten sind oder ob sie ein Ausbildungsangebot vorfinden, das ihre berufliche Integration sichert. Der Autor berichtet über die Förderungsbedingungen für Benachteiligte in den alten Bundesländern, um sodann die Benachteiligtenförderung in den neuen Ländern genauer zu untersuchen.
In dem Beitrag wird untersucht, inwieweit soziale Faktoren für die hohen Abbruchsquoten bei der Umschulung Langzeitarbeitsloser mitverantwortlich sind. Hierzu werden die Ergebnisse von Tiefeninterviews und Gruppendiskussionen mit 39 Umschülern referiert. Es zeigte sich, daß vor allem dort Lernprobleme auftreten, wo der Zwang zu einem zusätzlichen Gelderwerb und beengte räumliche Verhältnisse bestehen. Ferner wirken sich eine mangelhafte sozialpädagogische Betreuung, Kommunikationsprobleme mit dem Arbeitsamt und die Belastung durch eine Kinderbetreuung negativ aus. Abschließend werden Verbesserungsvorschläge gemacht.
The documents made publicly accessible on this website, including associated data such as images, graphics and multimedia files, are protected by copyright. The respective authors are responsible for content. Individual reproductions such as copies and print-outs may only be made for private and other personal use (§ 53 German Copyright Law, UrhG). The legally permitted uses for teaching, science and institutions (§§ 60a ff. UrhG), in particular for the purpose of non-commercial scientific research, remain unaffected by this. In addition, reproduction, distribution and making available to the public are only permitted with the express permission of the publisher and with a reference to the source. This applies in particular in respect of reproduction and archiving of documents on electronic data media or on another server. Users themselves are responsible for compliance with legal stipulations and may be held liable in the event of misuse.