In Bayern wird die Beschulung von berufsschulpflichtigen Asylsuchenden und Flüchtlingen an Berufsschulen seit 2010/11 mit großer Dynamik vorangetrieben. Nach den ersten Modellversuchen mit einigen Klassen in Nürnberg und München werden seit Anfang des Schuljahrs 2015/16 in ganz Bayern ca. 8.100 Schüler/-innen an 95 Standorten in insgesamt 440 Klassen unterrichtet. Im Beitrag werden die Rahmenbedingungen, Besonderheiten und die Umsetzung des bayerischen Ansatzes auf Basis einer wissenschaftlichen Begleitung im Auftrag der Stadt München beschrieben.
Die Bewertung und Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen erfolgt im Zuständigkeitsbereich Industrie und Handel zentral durch die IHK FOSA in Nürnberg. Der Beitrag informiert über Verfahrensabläufe und erste Erfahrungen seit Inkrafttreten des neuen Anerkennungsgesetzes.
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg verfolgt als Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit demografische Veränderungen sowie sich wandelnde Arbeitsmarkt- und Qualifikationsstrukturen. Auf dieser Grundlage gibt Prof. Dr. Joachim Möller, seit Oktober 2007 Direktor des IAB, Einschätzungen zur aktuell geführten Fachkräftedebatte,
Schwerpunkt der letzten Sitzung des Hauptausschusses des BIBB im Jahr 2007 waren das Konzept für ein internationales "Large Scale Assessment" beruflicher Bildung (VET-LSA) und die aktuelle Ausbildungsplatzsituation. Darüber hinaus wurden eine Empfehlung zur Neustrukturierung des Berufsbildungsberichts und Handlungsvorschläge für die berufliche Qualifizierung benachteiligter junger Menschen verabschiedet. Dem Entwurf des jährlichen Forschungsprogramms des BIBB für 2008 stimmte der Hauptausschuss zu.
Der Hauptausschuss des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hat auf seiner Sitzung am 13. Dezember 2007 in Nürnberg in einer Empfehlung einstimmig Handlungsvorschläge für die berufliche Qualifizierung benachteiligter junger Menschen verabschiedet. Die Grundidee der Handlungsvorschläge ist eine umfassende "Dualisierung" der Benachteiligtenförderung, d. h. ein Fördersystem, das eine horizontale und vertikale Kooperation aller in Betracht kommenden Ministerien und Dienststellen auf allen Ebenen (Bund, Länder, Kommunen) einschließt und ein durchgängiges Beratungs- und Begleitungssystem umfasst. Zu folgenden Punkten werden konkrete Handlungsvorschläge unterbreitet: Lernort Betrieb; Verbesserung der individuellen Eingangsvoraussetzungen vor dem Übergang Schule - Berufsbildung; Qualifizierungsbausteine; Fort- und Weiterbildung des Ausbildungs- und Lehrpersonals.
In Deutschland werden ältere Menschen vom Arbeitsmarkt systematisch ausgeschlossen. Im Beitrag werden Lösungswege einer "Good-Practice" für eine adäquate Integrationsförderung der am Arbeitsmarkt am stärksten benachteiligten Zielgruppe aufgezeigt. Im Rahmen einer Initiative Perspektive 50plus "Beschäftigungspakte für Ältere in den Regionen" wird in Nürnberg das Konzept der AktivFirma nach der Methode der Arbeitsfabrik erfolgreich erprobt. Erste Ergebnisse zeigen eine positive Bilanz. Neben dem direkten Übergang in eine Beschäftigung gibt es besondere Fortschritte im Bereich der sozialen Integration.
Im Rahmen eines Netzwerkprojektes der Lernenden Region Nürnberg-Fürth-Erlangen werden Hauptschüler schon während der 9. Klasse durch vertiefte Berufsorientierung, Vorqualifizierung und begleitete Praktika für den Ausbildungsmarkt fit gemacht. Partner sind neben dem Internationalen Bund verschiedene Innungen, die Handwerkskammern für Mittelfranken, fünf Fürther Hauptschulen und die Agentur für Arbeit. Effekte sind gestärkte Kompetenzen im Bewerbungsprozess, eine erhöhte Schulmotivation und im günstigsten Fall eine Lehrstelle. Das Projekt geht 2005 ins dritte Jahr, mittlerweile sind erste Ergebnisse verfügbar.
Bei der Neu- und Umgestaltung des dualen Systems kommt den betrieblichen Akteuren aufgrund ihrer Nähe zum aktuellen Wissens- und Handlungsbedarf eine entscheidende Bedeutung zu. Das Nürnberger Ausbildungsmodell ist aus der betrieblichen Praxis heraus entwickelt worden und versteht sich in der weitgehend ordnungspolitisch geprägten Diskussion um die Modernisierung der Ausbildung als Reformanstoss von unten. Von einem Kreis betrieblicher Experten (Ausbildungsleiter, Führungskräfte, Fachkräfte, Ausbilder) wurde eine Ausbildungsstruktur modellhaft für einen industriellen Metallberuf entwickelt, die dem Qualifikationsbedarf der Betriebe entspricht und zugleich über die Ebene des Einzelbetriebs hinaus allgemein umsetzbar ist. Der Beitrag, der auf den Ergebnissen dieser Arbeiten basiert, stellt Grundzüge einer gestaltungsoffenen Ausbildung nach dem Nürnberger Modell vor. Entwickelt wurde eine modulare Ausbildungsstruktur, die auf breite Basisqualifizierung setzt und zu einem definierten Berufsabschluss führt. Die Modulstruktur kann als integriertes Aus- und Weiterbildungskonzept betrachtet werden, das den wechselnden spezifischen Anforderungen der Betriebe an die Qualifikation ihrer Mitarbeiter entspricht. Insgesamt wird durch das Ausbildungsmodell deutlich, welches Innovationspotential auf regionaler Ebene entfaltet werden kann.
Die Fachtagung diente der Präsentation und Diskussion eines aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie geförderten und vom Bundesinstitut für Berufsbildung fachlich betreuten Modellversuchs, in dem ein berufspädagogisch fundiertes Verfahren zur Prozessevaluation von Weiterbildung entwickelt und erprobt wird. Anhand von Leitfäden zur Qualitätssicherung werden den Weiterbildungsträgern Hilfestellungen und Anregungen gegeben, wie sich die Qualität der Weiterbildung verbessern lässt. Den drei Durchführungsträgern des Modellversuchs geht es darum, die Anwendung von Zertifizierungen nach der internationalen Normenreihe DIN/EN/ISO 9000 ff. durch eine mit berufspädagogischen Inhalten verknüpfte Qualitätssicherung zu ergänzen. Der Beitrag nennt die Diskussionsschwerpunkte der Tagung und skizziert die ersten Erfahrungen aus dem Modellversuch.
In einem Modellversuch der Handwerkskammer wurden "Arbeitsprojekte" entwickelt und erprobt, die Ausbilder in Handwerksbetrieben bei der Ausbildung von Jugendlichen mit besonderen Lernschwierigkeiten unterstützen. Der Beitrag fasst die grundlegenden mediendidaktischen Überlegungen, die Entwicklungs- und Erprobungsprozesse sowie die Erfahrungen bei der Durchführung der Arbeitsprojekte zusammen.
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