Die jährlich große Anzahl von Abschlussprüfungen stellt die Industrie- und Handelskammern (IHK) und Prüfer/-innen vor beachtliche organisatorische Herausforderungen. Um diese zu bewältigen, werden auch automatisierte Verfahren zur Auswertung gebundener Prüfungsaufgaben angewendet. Kaiser/Keup-Gottschalck/Labusch vermuten in ihrem in der BWP 2/2018 erschienenen Beitrag "Fehler im System – Folgen automatisierter Prüfungsauswertung" Unzulänglichkeiten. Dies nehmen wir zum Anlass, um den Qualitätssicherungsprozess der IHK und die mit der maschinellen Prüfungsauswertung verbundenen Vorteile aufzuzeigen.
Seit einigen Jahren bahnen sich PCs als Instrumente der individuellen Eignungsfeststellung in den öffentlich-rechtlichen Kammerprüfungen ihren Weg. Im Beitrag werden neben Einsatz und Verbreitung von Online-Prüfungen insbesondere Vorteile, Gestaltungsmöglichkeiten und Entwicklungspotenziale dieser Prüfungsform beschrieben.
Mit der Neufassung von § 43 Abs. 2 im Rahmen der Reform des BBiG von 2005 wurden die Möglichkeiten der Zulassung vollzeitschulisch Ausgebildeter zur Kammerprüfung in einem Ausbildungsberuf nach BBiG bzw. Handwerksordnung (HwO) erweitert und so die Voraussetzungen für die damit verbundene Anerkennung der Gleichwertigkeit vollzeitschulischer und dualer Ausbildungsgänge spezifiziert. Zugleich wurde den Ländern die Option eröffnet, die Verantwortung der regionalen Akteure im Rahmen dieser Neuregelung zu stärken. Im Beitrag werden die damit verbundenen Ziele erläutert, Projekte vorgestellt, die im Ausbildungsstrukturprogramm JOBSTARTER verschiedene Modelle zur Umsetzung erprobt haben, und die daraus abzuleitenden Erkenntnisse erörtert.
Im OECD-Bericht "Education at a Glance" (Bildung auf einen Blick) von 2004 weisen - basierend auf dem Mikrozensus 2002 - Erwerbspersonen mit dualer Berufsausbildung in allen Altersgruppe höhere Erwerbslosenraten auf als Erwerbspersonen mit einem Berufsfachschulabschluss (je nach Altersgruppe +2 Prozent bzw. +3 Prozent) Wie sind diese Unterschiede zu erklären? Sind sie auf die unterschiedlichen Ausbildungssysteme zurückzuführen, oder werden Personen verglichen, die sich systematisch in arbeitsmarktrelevanten Merkmalen unterscheiden? Mit der vereinfachten Zulassung von Berufsfachschulabsolventen zur Kammerprüfung sind nach dem neuen Berufsbildungsgesetz diese Fragen von besonderem Interesse. Auf Basis des Mikrozensus 2003 wird in dem Beitrag aufgezeigt, wie sich Absolventen der unterschiedlichen Systeme (duales System, Berufsfachschulen) hinsichtlich ihrer Erwerbschancen unterscheiden, wenn vergleichbare Bedingungen geschaffen werden. Die Analysen geben keine Hinweise darauf, dass es systematische Unterschiede im Erwerbslosigkeitsrisiko zwischen Absolventen einer dualen Berufsausbildung und vollqualifizierender BFS gibt, die auf die spezifische Form der Ausbildung (Schule vs. Betrieb) zurückzuführen sind. Auf den ersten Blick vermeintlich erkennbare Unterschiede beruhen auf Selektivitätseffekten: unterschiedliche Bildungsniveaus und unterschiedliche Berufsbereiche sowie Ost/West-Unterschiede, die das Arbeitsmarktrisiko maßgeblich beeinflussen.
In den Jahren 1998 und 1999 haben je rund 142.000 Personen an einer Weiterbildungsprüfung bei den Kammern (Industrie und Handel, Handwerk) teilgenommen. Damit wurde der Abwärtstrend gestoppt. Die Teilnahme an Weiterbildung ist insgesamt gestiegen, den grössten Raum nehmen Lehrgänge und Kurse ein, d.h. nicht zertifizierte Weiterbildung. Ursache ist der Trend zu kurzfristig konzipierten, flexibel angelegten Kurssystemen, die auf aktuelle Bedürfnisse, insbesondere im IT-Bereich, ausgerichtet sind.
In den letzten zehn Jahren haben mehr als eine Million Erwerbspersonen an Prüfungen teilgenommen, die von den Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern u.a. durchgeführt wurden. Diese Form der Weiterbildung, die von Computerlehrgängen bis zu Meisterprüfungen reicht, ist daher von großer Bedeutung. Durch Reduzierung der AFG-Förderung sind die Teilnehmerzahlen in den letzten Jahren nicht mehr angestiegen, nachdem in den 80er Jahren ein erhebliches Wachstum zu verzeichnen war. Starke Rückgänge sind in den Bereichen zu verzeichnen, in denen traditionell Frauen die Prüfungen ablegen wie Schreibtechnik und Fremdsprachen.
In dem Beitrag werden erste Erfahrungen mit IHK-Prüfungen in den neuen Ländern dargestellt. Das betrifft die Akzeptanz überregionaler Prüfungsaufgaben und der Zwischenprüfung, Fragen der Prüfungsorganisation und -gestaltung sowie die Stabilität der Prüfungsausschüsse. Im Mittelpunkt stehen Aussagen zur Prüferqualifizierung, deren Notwendigkeit unbestritten ist, deren Wirksamkeit aber ganz entscheidend davon abhängt, inwieweit sie der Problemlage in den neuen Ländern Rechnung trägt.
Die Externenprüfung ist eine Möglichkeit für Erwerbstätige, einen qualifizierten Berufsabschluss auch ohne reguläre Ausbildung zu erwerben. Zur systematischen Vorbereitung auf diese Kammerprüfung werden - meist berufsbegleitend - Lehrgänge von unterschiedlichen Trägern angeboten. Um detaillierte Informationen über die Struktur der Kurse und deren Teilnehmer zu erhalten, wurden vom Bundesinstitut für Berufsbildung eine Bestandsaufnahme der angebotenen Kurse und ergänzende schriftliche Befragungen der Bildungseinrichtungen durchgeführt. In dem Beitrag wird ein Überblick über die Struktur der Vorbereitungslehrgänge, die Teilnahmevoraussetzungen für den Lehrgangsbesuch sowie Probleme der Anbieter bei der Durchführung gegeben.
Im Rahmen des Projekts "Vorbereitung der Vereinheitlichung von Externprüfungen für Teilnehmer am beruflichen Fernunterricht" wurde 1975 eine Befragung aller Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern in derDeutschland durchgeführt. Gefragt wurde nach dem Angebot an Fortbildungsprüfungen, der Durchführung des schriftlichenund mündlichen Prüfungsteils, den Prüfungsanforderungen und den Erfahrungen der Kammern mit Fernlehrgangsteilnehmern.
Der dritte Berichtsteil will anhand der gewonnenen Daten die speziellen Auswirkungen, die die Vorbereitungsart - hier beruflicher Fernunterricht - auf Prüfungserfolg und Prüfungsverhalten des Prüfungsteilnehmers hat, näher untersuchen. Dabei wurde ausschließlich von den Aussagen der einzelnen befragten Kammern ausgegangen. Stellungnahmen der Prüfer oder der Geprüften selbst liegen zur Zeit leider noch nicht vor.
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