Der Beitrag analysiert den geplanten Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) in der überbetrieblichen Ausbildung. Grundlage für die Analyse sind Projektskizzen aus der Förderinitiative INex-ÜBA. Die darin beschriebenen Ideen zum Einsatz von KI machen die vielfältigen Potenziale deutlich, die Berufsbildungsstätten darin für die Weiterentwicklung ihrer Bildungsangebote sehen. Die Ergebnisse der Analyse zeigen, dass KI im Kontext von Bildungstechnologien und für die Kursgestaltung eingesetzt sowie als Lerninhalt an die Auszubildenden vermittelt werden soll.
Dieser Beitrag beschreibt eine Systematik zur Einordnung von KI-gestützten Bildungstechnologien, die sowohl technische als auch didaktische Kategorien umfasst. Die Systematik wurde genutzt, um 13 KI-basierte Anwendungen für die berufliche Bildung durch ihre Entwickler/-innen einordnen zu lassen. Dadurch konnte analysiert werden, zu welchem didaktischen Zweck und mit welcher Notwendigkeit KI-Methoden eingesetzt werden. Es zeigte sich, dass jeweils viele verschiedene KI-Methoden gleichzeitig zum Einsatz kommen, um viele Ziele zu erreichen. Die Notwendigkeit des KI-Einsatzes zur Erreichung dieser Ziele wird hingegen als eher gering eingeschätzt.
Fortschritte in der Bildungstechnologie bieten neue Möglichkeiten zur Personalisierung und Unterstützung von Lernprozessen mittels adaptiver Lernumgebungen. Der Beitrag gibt einen kompakten Überblick über die Möglichkeiten, Chancen und Herausforderungen adaptiver Lernumgebungen für die Weiterbildung.
Die Integration von Technologien wird in der Bildung zunehmend zu einem Muss und ist durch die COVID-19-Pandemie noch dringlicher geworden. In der (dualen) Berufsbildung lautet die Frage, inwieweit wir das didaktische Potenzial von Technologien tatsächlich ausschöpfen, um Lehr- und Lernprozesse zu unterstützen. Dieser Beitrag bündelt die Ergebnisse eines über 16 Jahre laufenden Langzeitforschungsvorhabens und geht von der Annahme aus, dass dafür in erster Linie ein starkes pädagogisches Konzept und nicht unbedingt die neueste Spitzentechnologie benötigt wird. Auf dieser Grundlage wird der „Erfahrraum“ als ein berufsbildungsspezifisches pädagogisches Modell für die Technologieintegration eingeführt, das darauf abzielt, lernortübergreifendes Lernen zu verbessern. Seine Wirksamkeit für das Lernen und die Konnektivität zwischen den Akteuren der Berufsbildung wird an einem Beispiel veranschaulicht. Abschließend werden die Projektergebnisse mittels zweier zusammenfassender Begriffe erörtert: visuell basierte Reflexion und Kooperation.
Technology integration is an increasing imperative for education, something which the coronavirus pandemic has boosted even further. When it comes to (dual) vocational education (VET), the question is to what extent we are really exploiting the instructional potential of technologies to support teaching and learning processes. The present paper comments on the results of a 16-year research project and starts from the assumption that we need a strong pedagogy first, not necessarily the most cutting-edge technology. Based on this, we briefly introduce the “Erfahrraum”, a VET-specific pedagogical model for technology integration conceived to better articulate learning across learning locations. We illustrate its effectiveness for learning and connectivity among the VET stakeholders by means of an example. Finally, we discuss these results through two summarizing labels – visual-based reflection and collaboration.
Das Internet als Lern- und Kommunikationsinstrument setzt neue Standards für die Entwicklung von Bildungskonzepten. Es werden Bildungsangebote benötigt, die den Auszubildenden schnell und arbeitsplatznah Wissen vermitteln und sie auf Selbststeuerung und Eigenverantwortlichkeit der Wissensaufnahme vorbereiten. Das Bildungspersonal wiederum muss befähigt werden, ein solches zeitgemässes Verständnis des Lehr- und Lernprozesses auf der Grundlage IT-gestützter Bildungskonzepte umzusetzen. In diesem Sinne wird im Beitrag die Bildungstechnologie, hier das Internet, als ein Instrument zur Gestaltung von Bildungskonzepten aufgefasst und der Frage nachgegangen, was das Internet zur Unterstützung innovativer Bildungskonzepte in der Berufsbildung leisten kann. Internetgestützte Bildungskonzepte fördern den Paradigmenwechsel in dreierlei Hinsicht: (1) von der Fachsystematik zur Handlungsorientierung, indem die Bildungstechnologie für die Bereitstellung modular strukturierter und an Aufgabenstellungen der Lernenden orientierte Lernmodule genutzt wird, (2) von den Lehrenden zu den Lernenden, indem sich die Bereitstellung von Bildungsangeboten an den Bedürfnissen der Lernenden ausrichtet, (3) von singulären zu integrierten ganzheitlich ausgerichteten Bildungskonzepten, die Qualifizierung, Information und Kommunikation interaktiv und integrativ anbieten.
Die IuK-Technologien erweitern die technischen Möglichkeiten mediengestützten Lernens am Arbeitsplatz. Formale, nonformale und informelle Lernformen können damit besser arbeitsplatznah realisiert werden. Mit der Entwicklung entsprechender Lern- und Medienkonzepte stellt sich erneut die Frage, wie Arbeiten und Lernen vereinbart werden können. Lernen Einzelner in Organisationen, Organisationslernen und Organisationsentwicklung stehen in einem Wechselverhältnis, das bei der Einführung und Umsetzung von Lern- und Medienkonzepten in Arbeitszusammenhänge zu berücksichtigen ist. Im Beitrag werden diese Zusammenhänge dargestellt und erste Schlussfolgerungen für mögliche Entscheidungshilfen zur Einführung von E-Learning in Arbeitszusammenhänge vorgestellt.
Bildungstechnologie durch Forschung zu fördern, gehört zu den gesetzlichen Aufgaben des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Die Anwendung der Informationstechnologie im Bildungsbereich haben Forschung und Entwicklung vor neue Aufgaben gestellt. In dem Beitrag werden die Anforderungen an die Berufsbildung und der gegenwärtige Entwicklungsstand aufgezeigt und über gegenwärtige und geplante Forschungsvorhaben berichtet. Es wird festgestellt, dass moderne Bildungstechnologien in der Berufsbildung noch keine hohe Breitenwirkung erzielt haben und noch erhebliche Vorbehalte bei der praktischen Anwendung bestehen, obgleich ihr Nutzen als sehr hoch eingeschätzt wird. Die bisher eher technikzentrierte Diskussion in diesem Feld öffnet sich zunehmend den Fragen einer effektiven Lernförderung, einer didaktischen Gestaltung von Lernsoftware und Lernumgebung und den Fragen nach den Voraussetzungen für selbstgesteuertes Lernen. Das BIBB konzentriert sich derzeit auf vier Forschungsfelder: -Analyse des Bedarfs, der Verwertung, der Möglichkeiten und Einsatzbedingungen von Multimedia, - Prototypische Entwicklung und Evaluation multimedialer Lernkonzepte, -Qualitätskriterien für Bildungssoftware/ Beispiele innovativer Anwendungen von Bildungssoftware, - Vergleich und Transfer multimedialer Anwendungskonzepte im nationalen und internationalen Kontext.
Der Beitrag beschreibt den Paradigmenwechsel und die sich verändernde Rolle der Bildungstechnologie in der Berufsbildung im Verlauf der letzten 30 Jahre. Im Hinblick auf ihre Aufgaben werden der Bildungstechnologie drei Kernfunktionen zugeordnet: eine prospektiv-innovative, eine verbessernde, qualitätssichernde und eine standardisierende Funktion. Nach der Darstellung dieser drei Funktionen geht der Beitrag auf die wesentlichen Herausforderungen an die Forschung auf dem Gebiet der Medienentwicklung und -erprobung ein und berichtet über ausgewählte Aspekte und Probleme der Medienforschung und -entwicklung im Bundesinstitut für Berufsbildung.
Der Beitrag führt von den Wurzeln der dualen Berufsausbildung zur Etablierung des dualen Systems in seiner heutigen Ausprägung, wobei der historische Schwerpunkt auf der Darstellung der Arbeit des "Deutschen Ausschusses für technisches Schulwesen" (DATSCH) und seiner Nachfolgeeinrichtung, dem "Reichsinstitut für Berufsausbildung in Gewerbe und Handel" liegt. Medien im Sinne von Ausbildungsmitteln haben bei der Entwicklung der dualen Berufsausbildung einen systembildenden Beitrag geleistet. Vor dem Hintergrund der historischen Besonderheiten der dualen Berufsausbildung werden die Zusammenhänge zwischen der Entwicklung und Erprobung neuer Medien und Vermittlungskonzepte sowie der Optimierung der dualen Berufsausbildungsstruktur veranschaulicht. Der letzte Abschnitt des Artikels geht auf die Errichtung des Bundesinstituts für Berufsbildung ein, zu dessen Aufgaben auch die Förderung der Bildungstechnologie gehört. Er beschreibt die Arbeit des Bundesinstituts im Bereich der Entwicklung und Erprobung von Ausbildungsmitteln/Medien.
The documents made publicly accessible on this website, including associated data such as images, graphics and multimedia files, are protected by copyright. The respective authors are responsible for content. Individual reproductions such as copies and print-outs may only be made for private and other personal use (§ 53 German Copyright Law, UrhG). The legally permitted uses for teaching, science and institutions (§§ 60a ff. UrhG), in particular for the purpose of non-commercial scientific research, remain unaffected by this. In addition, reproduction, distribution and making available to the public are only permitted with the express permission of the publisher and with a reference to the source. This applies in particular in respect of reproduction and archiving of documents on electronic data media or on another server. Users themselves are responsible for compliance with legal stipulations and may be held liable in the event of misuse.