Geschlechtsuntypische Ausbildungen könnten das Potenzial haben, die Geschlechtersegregation am Arbeitsmarkt abzubauen und geschlechtsspezifische Ungleichheiten zu verringern. Studien deuten jedoch auf schlechtere Verwertungsperspektiven dieser Ausbildungsabschlüsse hin. Um diese näher zu beleuchten, werden im Beitrag Herausforderungen identifiziert, mit denen Personen im weiteren Erwerbsverlauf konfrontiert sind, wenn sie sich für eine Ausbildung in einem vom anderen Geschlecht dominierten Beruf entschieden haben. Grundlage sind Interviews mit Personen, die ihren geschlechtsuntypischen Ausbildungsberuf verlassen haben, sowie Expertinnen- und Experteninterviews.
Die Schaffung eines europäischen Bildungsraums erfordert eine nahtlose und vernetzte Lernlandschaft, die Mobilität und lebenslanges Lernen für alle ermöglicht. In den vergangenen zwei Jahrzehnten wurden in verschiedenen europäischen Ländern diesbezüglich Anstrengungen unternommen und ein lernergebnisorientierter Ansatz verfolgt, um die Transparenz und Übertragbarkeit von Qualifikationen zu verbessern. Im Beitrag wird das Ergebnis einer Cedefop-Studie zum derzeitigen Entwicklungsstand vorgestellt.
Verlassen junge Menschen das Bildungssystem und gelingt der Übergang in die Arbeitswelt nicht reibungslos, sind sie in besonderer Weise auf Orientierungshilfen angewiesen. Diese Aufgabe wird auch von Fachkräften in der Arbeitsvermittlung und Berufsberatung übernommen. Im Beitrag werden drei Typen von Expertinnen und Experten vorgestellt, die mit jeweils unterschiedlichen Orientierungs- und Handlungslogiken versuchen, jungen Menschen den Weg in die Arbeitswelt zu weisen. Damit sind allerdings jeweils spezifische Fallstricke und Orientierungsunsicherheiten verbunden, die eine dynamische Integration in den Arbeitsmarkt erschweren können.
Das Coronavirus hält die Welt in Atem. Kontaktbeschränkungen, wirtschaftliche Einbrüche und die Ungewissheit über die weiteren Entwicklungen stellen auch die Berufsbildung vor große Herausforderung. In welcher Weise hat die COVID-19-Pandemie die Berufsbildung getroffen? Welche bildungspolitischen Maßnahmen oder praktischen Lösungen wurden initiiert und welche Entwicklungen werden die Berufsbildung nachhaltig prägen? Diese Fragen haben wir Berufsbildungsexpertinnen und -experten aus acht Ländern gestellt, darunter fünf Mitgliedern der European Research Review Group. Mit ihren Blitzlichtern geben sie Eindrücke in das aktuelle Geschehen weltweit.
1996 gab das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie ein sogenanntes Bildungs-Delphi in Auftrag. Erforscht werden sollte das Expertenurteil zur Frage, was die Bildungssysteme in Zukunft leisten sollten und wie sie sich wahrscheinlich bis 2020 entwickeln werden. Für die Berufsbildung stellten Helmut Kuwan, Joachim Gerd Ulrich und Heinz Westkamp die Ergebnisse 1998 in einem BWP-Artikel vor. 22 Jahre später wagt die BWP im Interview mit einem der drei Autoren den Blick zurück, aber auch in die Zukunft.
Im Auftrag des Bundes bietet das EHB Kurse für Prüfungsexpertinnen und -experten und Chefexpertinnen und -experten in Qualifikationsverfahren der beruflichen Grundbildung an. Im Beitrag werden die verschiedenen Kursangebote vorgestellt, die die am Qualifikationsverfahren beteiligten Fachkräfte auf die unterschiedlichen Aufgaben und Funktionen vorbereiten.
Bankenkrise, Panama Papers, Diesel-Skandal – es gibt genug Anlässe, sich über Werte und ethisch verantwortliches Handeln in Wirtschaft und Gesellschaft zu verständigen. Dieses Bedürfnis äußerten auch zum wiederholten Mal Expertinnen und Experten, die das BIBB regelmäßig im Rahmen seines Themenradars zu als wichtig erachteten Themen der Berufsbildung befragt. Doch um welche Werte geht es? Und können Werte Orientierung für das Handeln in einer schnelllebigen und nervösen Zeit geben? Im Interview erläutert Gesine Schwan die Bedeutung von Grundwerten für eine demokratische Gesellschaft und betont den Bildungsauftrag, Verantwortung für das Gemeinwesen zu fördern.
Strukturen und Prozesse in Wirtschaft und Gesellschaft sind ständigen technologischen Veränderungen und Entwicklungen unterworfen. Allerdings ist nicht klar, wo genau die Ursachen für diese Veränderungen liegen und wer sie antreibt. Auch auf die Frage, welche langfristigen Wirkungen zu erwarten sind, gibt es keine eindeutige Antwort. In Interviews mit zwölf internationalen Theoretikerinnen und Theoretikern unterschiedlicher Denkrichtungen über die Verknüpfungen von technologischer und gesellschaftlicher Entwicklung soll eine Debatte zur Beantwortung dieser Fragen eröffnet werden.
In der dualen Berufsausbildung müssen immer wieder Antworten auf Herausforderungen durch technologische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen gefunden werden. Der Dialog zwischen Berufsbildungspolitik, -wissenschaft und -praxis ist dafür eine wichtige Grundlage. Das Themenradar Duale Berufsausbildung will diesen Dialog unterstützen, indem es die Perspektiven verschiedener Berufsbildungsakteure auf die duale Berufsausbildung abbildet und für den Fachdiskurs zugänglich macht. Im Beitrag werden das Instrument in seiner Entwicklung beschrieben, exemplarische Ergebnisse aus der letzten Befragungswelle vorgestellt und abschließend Perspektiven zur Weiterentwicklung des Themenradars skizziert.
Mit der Ratsempfehlung vom 20. Dezember 2012 haben sich die EU-Mitgliedstaaten das Ziel gesetzt, bis 2018 nationale Systeme für die Validierung nicht formalen und informellen Lernens einzuführen. Kompetenzen, die am Arbeitsplatz, zu Hause, in der Freizeit oder im Ehrenamt erworben wurden, sollen durch Validierungsverfahren sichtbar und im Bildungssystem und auf dem Arbeitsmarkt verwertbar gemacht werden. Die Einführung eines solchen Systems steht in Deutschland noch aus. In einem BIBB-Forschungsprojekt wurden mögliche Szenarien zur Anerkennung von Kompetenzen entwickelt und von Expertinnen und Experten bewertet. Der Beitrag stellt erste Ergebnisse zu den Szenarien und zu zentralen Aspekten von Validierungsverfahren vor.
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