Die Umsetzung des Pflegeberufegesetzes mit der Umstellung auf eine generalistische Ausbildung bringt erhebliche Veränderungen für die praktische Ausbildung mit sich. Strukturen und Prozesse richten sich darauf aus, höheren Anforderungen im Kontext unterschiedlich akzentuierter Praxiseinsätze gerecht zu werden. Es vollziehen sich derzeit zwei wesentliche Entwicklungen in der praktischen Ausbildung: Praxisanleitung erfolgt als vollständiger professioneller Problemlösungsprozess und Positionen sowie Funktionen in der praktischen Ausbildung differenzieren sich aus. Dies wird auf Basis qualitativer Interviews mit dem betrieblichen Bildungspersonal aufgezeigt.
Berufliches Wissen altert im Zuge des digitalen Wandels immer schneller und berufliche Weiterbildungsmaßnahmen gewinnen an Bedeutung, um Erwerbstätige auf neue und/oder veränderte Tätigkeitsanforderungen vorzubereiten. Inwiefern davon Berufe, die typischerweise von Männern ausgeübt werden, in anderer Weise betroffen sind als jene, in denen mehrheitlich Frauen tätig sind, ist bis dato unklar. Im Beitrag wird auf der Ebene von Berufsgruppen untersucht, ob sich ein geschlechtsspezifisches Risiko nachweisen lässt, von digitalen Substitutionsprozessen betroffen zu sein, und ob das bisherige Weiterbildungsverhalten von Erwerbstätigen an den digitalen Strukturwandel angepasst ist.
Professional knowledge is ageing ever more quickly in the course of the digital shift, and continuing vocational training measures are becoming increasingly significant in terms of preparing the labour force for new and/or altered task requirements. The extent to which occupations typically exercised by men are affected differently to occupations in which women are in the majority remains unclear at present. This article conducts an investigation at the level of occupational groups in order to discover whether there is any evidence of a gender-specific risk of being affected by digital substitution processes and whether the previous continuing training behaviour displayed by the labour force has been adapted to digital structural change.
Die hohe Dynamik der sich verändernden Arbeitswelt führt auch in der beruflichen Erstausbildung zu neuen Anforderungen. Ausbildungsordnungen bieten durch ihre technikoffene Gestaltung bereits großen Handlungsspielraum. Trotzdem ergeben sich bei Ausbildungsberufen – verstärkt durch die Digitalisierung – kurzfristige Anpassungs- und Differenzierungsbedarfe. Welche Optionen stehen hierfür zur Verfügung? Der Beitrag stellt die wichtigsten vor und benennt Beispiele, wie sie in den letzten Jahren genutzt wurden.
Technische Assistenzsysteme begleiten uns zunehmend im Alltag und am Arbeitsplatz und greifen immer stärker auf Methoden des maschinellen Lernens zurück. Neuartige Mensch-Maschine-Schnittstellen sollen dabei einen intuitiven Umgang mit der Technik ermöglichen. Der Beitrag beleuchtet die Praxis solcher Systeme, die möglichen Veränderungen in Tätigkeiten, Rollen und Hierarchien sowie die Frage, ob neue Anforderungen an Beschäftigte zu identifizieren sind. Es zeigt sich, dass vielfältige Risiken und Chancen nicht nur Möglichkeiten zur Gestaltung bieten, sondern auch sorgfältige Abwägung erfordern.
Der Beitrag stellt anhand zweier Berufe dar, dass die fortschreitende Digitalisierung allgemein betrachtet zwar oftmals zu ähnlichen Veränderungen auf Facharbeiterebene führt, die nähere Untersuchung der jeweiligen Arbeitsplätze aber zeigt, dass sich diese Veränderungen berufsspezifisch unterschiedlich auswirken. Gemeinsamkeiten und Unterschiede werden für die beiden Berufe Industriekaufmann/-frau und Verfahrensmechaniker/-in für Kunststoff- und Kautschuktechnik in Bezug auf eingesetzte Technologien, veränderte Tätigkeiten und neue Qualifikationsanforderungen beleuchtet. Abschließend werden Einschätzungen zur weiteren Entwicklung der beiden Berufe unter den Bedingungen der Digitalisierung gegeben.
Für einen beträchtlichen Anteil der Beschäftigten in Deutschland geht ein Wechsel in einen anderen Betrieb auch mit einer beruflichen Veränderung einher. Dieser Beitrag vergleicht zunächst das Ausmaß der Mobilität in den einzelnen Berufen und beschreibt anschließend, zwischen welchen Berufen besonders häufig gewechselt wird. Kenntnisse über die Vernetzungen zwischen Berufen können eine erste Orientierung im Rahmen der Berufs- und Weiterbildungsberatung geben.
Although ongoing digitalisation of the production and of the service sector is stoking fears of job losses, there are indications that the overall effect on employment will be relatively slight. In fact, the main expectation is that the nature of work will fundamentally change. As the use of digital technologies increases, employees will be able to carry out more demanding tasks. This article uses data from a current additional survey of the BIBB Establishment Panel on Qualification and Competence Development to investigate the impacts of the deployment of digital technologies from firms’ point of view.
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