Bildungspolitische Auseinandersetzungen sind in den USA ein ständiges herausragendes Thema nationaler Debatten aller gesellschaftlichen Gruppen. Ein solcher Kommissionsbericht wurde im Dezember 2006 in Washington D.C. vorgestellt: "Tough Choices or Hard Times". Die Analyse trifft auf die derzeitigen Probleme aller Industriestaaten auf ihrem Wege in die globale Wissensgesellschaft zu. Die Reformvorschläge sind radikal, vor allem wenn man sie mit den Reformansätzen in Deutschland vergleicht. Diese sind weniger schmerzhaft. Es lohnt sich, radikaleren Lösungen Aufmerksamkeit zu widmen." Die zehn Vorschläge zur Reform des amerikanischen Bildungswesen sind: (1) Staatliche Examen setzen die Standards. (2) Die verfügbaren Ressourcen werden effizienter genutzt. (3) Aus dem ersten Drittel der besten Studenten werden die Lehrer rekrutiert. (4) Standards, Prüfungen und Curricula werden entwickelt, die die heutigen Bedürfnisse und die Anforderungen von morgen reflektieren. (5) Höchste Anforderungen werden an die Leitung, Finanzierung, Organisation und das Management der Schulen gestellt. (6) Der Kleinkinderziehung wird erste pädagogische Qualität zugewandt. (7) Den schwächsten Lernenden die stärkste Hilfe. (8) Biete allen Beschäftigten die Chance, die notwendigen neuen Qualifikationen zu erwerben. (9) Jedermann erhält ein Bildungskonto. (10) Regionale Wirtschaftsförderung und regionale Berufsbildungsplanung werden miteinander verbunden.
Die Entwicklung eines kohärenten Systems lebenslangen Lernens ist eng mit der Frage seiner Finanzierbarkeit verknüpft. Die 2001 vom Bildungsministerium für Bildung und Forschung (BMBF) eingesetzte Expertenkommission "Finanzierung Lebenslangen Lernens" hat die Aufgabe, Finanzierungsvorschläge zu entwickeln, die ein grösseres Ressourcenaufkommen als bisher für lebenslanges Lernen erschliessen und die Kosten lebenslanger Bildungsanstrengungen so zu verteilen, dass möglichst viele Menschen und Betriebe Nutzen ziehen können. Eine Durchsicht der wichtigsten Modelle zur Finanzierung lebenslangen Lernens zeigt, dass lebenslanges Lernen auf ganz unterschiedliche Art finanziert werden kann. Im Beitrag werden mit Bildungskonten, Bildungsfonds und Bildungsgutscheinen ausgewählte Modelle der Bildungsfinanzierung in ihren Grundzügen vorgestellt, wobei es sich um idealtypische Konstruktionen handelt.
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