Wie lassen sich Fachkräftepotenziale schon in der Schule entdecken und fördern? Produktives Lernen zeigt, wie praxisnahes und individuell begleitetes Lernen Jugendlichen mit unterschiedlichen Voraussetzungen neue Chancen eröffnet. Durch die enge Kooperation mit Betrieben werden aus vermeintlich abschlussgefährdeten Schülerinnen und Schülern motivierte Auszubildende. Im Beitrag werden das Konzept des Produktiven Lernens erläutert sowie Kennzahlen zur Verbreitung und Ergebnisse zur Einschätzung der Wirksamkeit vorgestellt.
Einem Großteil der Schüler/-innen, die den Beginn einer Berufsausbildung direkt nach der neunten Klasse anstreben, gelingt der Übergang nicht oder nur nach einer Verzögerung. Dies lässt sich zum Teil auf Schwierigkeiten bei der Berufsorientierung und auf nicht realisierbare berufliche Ziele zurückführen. Praktika sind eine zentrale Möglichkeit der schulischen Berufsorientierung. Der Beitrag zeigt, dass Schüler/-innen, die ein Praktikum absolviert und die dabei gesammelten Erfahrungen positiv wahrgenommen haben, den geplanten Übergang in die Berufsausbildung eher realisieren können und zudem eine geringere Übergangsdauer benötigen.
Many countries aim to involve more companies in the vocational education and training system. Transparency of the actual costs and benefits of company-based training activities helps governmental authorities to steer this process adequately and can be used to convince firms to increase their involvement in company-based training. This article illustrates the challenges of implementing a cost and benefit study in Vietnam. It discusses the application of the BIBB cost-benefit model, the implementation of the survey, and the interpretation of the main results under special consideration of the different contextual conditions.
Viele Länder streben eine verstärkte Beteiligung von Betrieben in der beruflichen Ausbildung an. Die Transparenz von Kosten und Nutzen betrieblicher Bildungsaktivitäten hilft zum einen den staatlichen Behörden, diesen Prozess adäquat zu steuern, und kann zum anderen dazu genutzt werden, Unternehmen zu überzeugen, ihr Engagement in der beruflichen Bildung zu intensivieren. Der Beitrag stellt die Herausforderungen dar, die bei der Durchführung einer Kosten-Nutzen-Analyse in Vietnam gemacht worden sind. Diskutiert werden dabei insbesondere die Anwendbarkeit des BIBB-Kosten-Nutzen-Modells, die Durchführung der Erhebung und die Interpretation der Ergebnisse unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Kontextbedingungen.
Many countries aim to involve more companies in the vocational education and training system. Transparency of the actual costs and benefits of company-based training activities helps governmental authorities to steer this process adequately and can be used to convince firms to increase their involvement in company-based training. This article illustrates the challenges of implementing a cost and benefit study in Vietnam. It discusses the application of the BIBB cost-benefit model, the implementation of the survey, and the interpretation of the main results under special consideration of the different contextual conditions.
Die Verbesserung der Berufsorientierung ist erklärtes Ziel fast aller berufsvorbereitenden Maßnahmen, die Jugendliche beim Übergang von der Schule in die Ausbildung unterstützen sollen. Damit ist die Erwartung verbunden, dass eine verbesserte Berufsorientierung maßgeblich die Chancen der Jugendlichen auf dem Ausbildungsmarkt erhöht. Anhand der Evaluation der Projekte »Abschlussquote erhöhen – Berufsfähigkeit steigern 2« (AQB2) sowie »Erweiterte Berufsorientierung und Praxiserfahrung« (VBoP) zeigt dieser Beitrag jedoch, dass eine Berufsorientierung vor allem dann wirksam werden kann, wenn sie den Jugendlichen gleichzeitig direkte Kontakte zu den Aus-bildungsbetrieben (z. B. durch Langzeitpraktika) herstellt.
Der Artikel reflektiert die Konzeption, Erprobung und Evaluation eines Lehr-Lern-Konzepts, welches durch die Implementierung von außerschulischen Lernorten in die vollzeitschulische Ausbildung einen Beitrag zur ökonomischen Bildung leistet. Im Rahmen einer Evaluationsstudie wurde die Wirksamkeit von Lernortverlagerungen auf den Lernerfolg von Berufsschülerinnen und -schülern analysiert und Empfehlungen für innovative Ausbildungskonzepte abgeleitet. Gegenstand der Analyse war das Projekt 'WiP-Wochen' (Wirtschafts-Praxis-Wochen).
Viele Schulabgängerinnen und Schulabgänger aus der Sekundarstufe I bewerben sich vergebens um Ausbildungsplätze. Die Gründe sind nicht neu: nicht ausreichende Ausbildungsplätze, aber auch von der Wirtschaft beklagte Defizite bei der Ausbildungsreife von Jugendlichen. Untersuchungen des BIBB zeigen allerdings auch, dass sich diejenigen Jugendlichen mit konkreten Vorstellungen von Ausbildung, Beruf, Marktchancen sowie der Fähigkeit zu realistischer Selbsteinschätzung messbar beharrlicher und letztlich erfolgreicher bewerben als diejenigen, die die Schule ohne konkrete Berufswünsche - und das sind fast die Hälfte - verlassen. Schulische Berufsorientierung dürfte deshalb auch künftig an Bedeutung noch zunehmen. Dabei stehen Schülerbetriebspraktika wegen ihres besonderen Einflusses auf die Entstehung von Berufswünschen im Mittelpunkt. Das Forschungsprojekt "Beruf fängt in der Schule an - die Bedeutung von Schülerbetriebspraktika im Rahmen der Berufsorientierungsphase" des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) geht der Frage nach, inwieweit mit Erwartungshaltungen verbundene Ansprüche an Betriebspraktika und die Realität im Schulalltag übereinstimmen. Im Projekt werden Möglichkeiten und Grenzen dieser Praktika erkundet und Vorschläge zu ihrer Optimierung erarbeitet.
Die Betriebe klagen über eine unzureichende Vorbereitung der Auszubildenden auf den Beruf. Das Berliner IHK-Projekt "Partnerschaft Schule-Betrieb" hat sich zum Ziel gesetzt, den Kontakt zwischen Schule und Betrieb zu verbessern und so die immer grösser werdende Distanz zwischen Schule und Wirtschaft abzubauen. Schulsenatorin a.D. S. Volkholz stellt die wichtigsten Ansatzpunkte des Projekts vor: bessere Berufsvorbereitung durch kontinuierliche Nutzung der Betriebe als Lernort für Schüler, Aufbau von Kooperationsbeziehungen zu Betrieben in der Region, um Unterricht realbezogener zu gestalten, Unterstützung in bestimmten Fachbereichen, z.B. im Umgang mit neuen Medien. Das Grundprinzip der dualen Berufsausbildung, Lernen an unterschiedlichen Lernorten, sollte stärker Eingang in die Allgemeinbildung finden, Jugendliche sollten sich stärker an betrieblichen Lernorten aufhalten, von ihnen lernen - so das Fazit der Schulsenatorin.
Ausländische Jugendliche verfügen in der Regel über Kompetenzen, die in der Berufspraxis von zunehmender Bedeutung sind: Zweisprachigkeit und Bikulturalität. Durch die Berücksichtigung des bilingualen Potentials in der Berufsausbildung lassen sich einerseits die Ausbildungsmotivation und -beteiligung der Jugendlichen steigern, andererseits ihre Chancen am Arbeitsmarkt positiv beeinflussen. Grundlage der binationalen Ausbildungsmaßnahmen ist eine duale Berufsausbildung in kaufmännischen, elektro- oder metalltechnischen Berufen in Deutschland, im Herkunftsland wird ein fünfwöchiges Betriebspraktikum absolviert. In dem Beitrag werden Strukturdaten der Teilnehmer (Schulabschluss, Geschlecht, Beteiligung nach Berufsbereichen) sowie Teilnahmemotive und Erfahrungen der Auszubildenden dargestellt.
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