Zum 1. August 2013 sind eine modernisierte und zwei neue Ausbildungsordnungen im Metallbereich in Kraft getreten. Mit der Entwicklung der neuen Berufsbilder Fachkraft für Metalltechnik, Fertigungsmechaniker/-in und Stanz- und Umformmechaniker/- in wurden insbesondere die sogenannten „Altberufe“ im Metallbereich zusammengefasst und den Bedürfnissen der Branche angepasst. Im Beitrag werden die wesentlichen strukturellen und inhaltlichen Neuerungen der drei Ausbildungsberufe vorgestellt.
Montagetätigkeiten im Handwerk haben in den letzten Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Die im Montagesektor tätigen Unternehmen und einzelne Wirtschaftsverbände sehen jedoch ein großes Defizit in den Qualifikationsmöglichkeiten für Montagetätigkeiten und fordern einen eigenständigen Ausbildungsberuf für die Montage. Das BIBB griff dieses Thema auf und untersuchte im Auftrag des Wirtschaftsministeriums den qualitativen und quantitativen Qualifikationsbedarf in der Montage. Im Rahmen zweier Vorverfahren sollte geklärt werden, ob Qualifikationsdefizite bestehen und ob diese ggf. durch Modifikation bestehender Ausbildungsberufe, durch Schaffung neuer Weiterbildungsangebote oder durch Schaffung einer neuen Erstausbildung behoben werden können.
Betriebliche Weiterbildungsmaßnahmen orientieren sich an den Qualifikationsvoraussetzungen von Facharbeitern. Mit der Einführung der Gruppenarbeit stehen auch die Automobilhersteller vor dem Problem, angelernte Beschäftigte in Weiterbildungsaktivitäten einzubeziehen, ohne über deren Weiterbildungserfahrungen und Lernvoraussetzungen Kenntnis zu besitzen. Anhand einer Fallstudie wurden bei der Volkswagen AG das allgemeine Weiterbildungsverhalten von 10 Montagearbeiter/-innen sowie deren Lernerfahrungen und Lernfähigkeiten im Hinblick auf ihren Einsatz in der Gruppenarbeit überprüft. Dabei wurde festgestellt, daß von "Lernentwöhnung" nicht die Rede sein kann. Allerdings bilden sich das Lernverhalten und die Lernfähigkeit nach Lerntypen unterschiedlich aus, auf die sich die Lernorganisation einstellen muß.
Bei der Bayer AG in Leverkusen wird die Produktion von Medikamenten elektronisch gesteuert. Dirigiert und überwacht werden die dazugehörigen Anlagen von "Pharmakanten", eine Tätigkeit, die erst seit kurzem existiert. In einer Montagehalle der Bayerischen Motoren Werke (BMW) in München beaufsichtigen "Hybrid-Facharbeiter" sogenannte Portalroboter, die Karosserieteile zusammenschweißen, ebenfalls eine neue Tätigkeit. Im Materiallager von Messerschmitt-Bölkow-Blohm in Donauwörth legt niemand mehr Hand an, um Bauteile für die Hubschrauber-Produktion auszugeben. Lageristen tippen lediglich Codenummern der gewünschten Teile in den Computer der vollautomatischen Rollbühne, deren Greifer dann das Material aus den Fächern holen. Diese Beispiele zeigen, daß sich Arbeitsbedingungen in der Bundesrepublik zunehmend durch den Einsatz neuer Technologien verändern; wesentliches Element dieses "technischen Wandels" ist die Elektronik, deren Dynamik und immanente Logik die neuen Technologien entscheidend bestimmt.
Das Montieren tritt für viele Metallfacharbeiter immer mehr in den Vordergrund ihrer Berufstätigkeit. Ursache dieser Entwicklung ist, daß technische Produkte zunehmend komplexer werden und infolge stärkerer Rationalisierung in der Fertigung einen vergleichsweise höheren Montageanteil erfordern. Der Qualifikationsbereich Montieren ist für Metallfacharbeiter nur unzureichend untersucht. Die bisherigen Analysen der Montageanforderungen im Rahmen von Arbeitsstudien, zum Beispiel durch REFA, beziehen sich vor allem auf Hilfs-und Angelerntentätigkeiten. Im Unterschied zum Fertigen sind die Anforderungen an das Montieren schwieriger zu beschreiben. Die folgenden Ausführungen geben Erkentnisse über das Montieren aus einer Iststandsanalyse wieder, die bei der Neuordnung der industriellen Metallberufe zur Erfassung und Beurteilung der Ausbildungsinhalte durchgeführt wurde. Darauf aufbauend werden Ansätze zur Strukturierung der Montageanforderungen aufgezeigt, die Grundlage für Curriculumbausteine sein können.
Es wird ein Symbolalphabet für Medien vorgestellt, das die Abbildung komplexen Lehr- und Lerngeschehens in einem dafür vorgesehenen Raster ermöglicht. Das Verfahren ist das Ergebnis erster Überlegungen, die davon ausgehen, daß die verbale Abbildung komplexer Lehr- und Lernveranstaltungen uneinheitlich gehandhabt wird, unübersichtlich und unökonomisch ist und daß zukünftig Unterrichtsplanung immer häufiger auf "Montageteile" zurückgreifen kann und der Lehrer weniger Medium, dafür aber mehr Lernorganisator sein wird.
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