Das Schweizer Telekommunikationsunternehmen Swisscom hat vor 15 Jahren die Ausbildungsstruktur radikal umgestellt. Die Lernenden absolvieren ihre Ausbildung in Form von wechselnden Projekten in verschiedenen Abteilungen und Arbeitskontexten. In einer Fallstudie am EHB wurde dieses Konzept untersucht. Unter anderem ging es darum festzustellen, welche Faktoren die neue Art zu lernen prägen und wie die Lernenden in diese Lernkultur hineinwachsen.
Die Tätigkeits- und Qualifikationsprofile im Bereich Multimedia/ Internet/E-Business unterliegen einem ständigen technischen Wandel. Die von Betrieben in Stellenanzeigen nachgefragten Qualifikationsprofile spiegeln diese Qualifikationsentwicklung wider. Sie können empirisch gesicherte Hinweise auf veränderte Arbeitsanforderungen und neue berufliche Trends geben. Stellenanzeigen sind ein Instrument im Rahmen des Früherkennungssystems Qualifikationsentwicklung. Der Beitrag stellt Ergebnisse der Stellenzeigenanalysen im Bereich Multimedia/ Internet/E- Business vor. Ziel war es, Arbeits- und Qualifikationsanforderungen in diesen Berufen aufzuzeigen und neue, nachgefragte Tätigkeits- und Qualifikationsprofile zu beschreiben. Neue Erwerbstätigkeiten in vier Tätigkeitsbereichen - IT, Management, Design, Content - werden näher beschrieben. Die Ergebnisse der Analyse geben zu der Frage Anlass, ob bestehende Berufsprofile stärker an die neuen Entwicklungen in dem Bereich angepasst werden müssen.
In jungen, überwiegend unternehmensbezogenen Dienstleistungsbranchen konnte sich die duale Berufsausbildung anfangs nur zögerlich entwickeln. Die Qualifizierung der Beschäftigten erfolgte hauptsächlich am Arbeitsplatz; unzureichend auch aus Sicht der Betriebe. Das BIBB- Forschungsprojekt "Ausbildungsmöglichkeiten in wachsenden Dienstleistungsbereichen" soll dazu beitragen, die duale Berufsausbildung dort zu stärken, wo zukunftssichere Arbeitsplätze zu erwarten sind. Dabei galt es u.a. zu ermitteln, wie sich die jungen Unternehmen an der Berufsausbildung beteiligten. Im Mittelpunkt der Analyse stand eine Bestandsaufnahme der Ausbildungsbeteiligung in Abhängigkeit von den Unternehmensstrukturen (Dienstleistungsbereich, Betriebsgröße, Unternehmensgründung). Die Ergebnisse der Studie zeigen eine hohe Ausbildungsbeteiligung in den befragten Betrieben, wobei die höchsten Anteile im IuK-Handwerk festgestellt wurden.
Der vom Institut für Strukturpolitik und Wirtschaftsförderung Halle-Leipzig e.V. (isw) im Rahmen der Früherkennungsinitiative FreQueNz verfolgte Forschungsansatz geht davon aus, dass neue Qualifikationen prinzipiell bereits in der Anfangsphase ihrer Herausbildung als Trendqualifikationen erkannt und beschrieben werden können. Vom isw wurde erstmals das neue, aus Erfahrungen der Marktforschung abgeleitete methodische Konzept des Branchenscouting eingesetzt. Der Beitrag stellt Untersuchungsergebnisse aus dem Bereich der IT- und Multimediabranche vor.
Strukturierung von Weiterbildungsprofilen im IT-Sektor war Projektziel eines im September 2000 abgeschlossenen Projektes des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zur IT-Weiterbildung. Im Ergebnis wurden gemeinsam mit 40 Experten Vorschläge zur Weiterbildung auf drei Hierarchiestufen im IT-Bereich entwickelt: 28 Profile auf der Ebene der Spezialisten sowie 6 IT-Berufe auf der Professional-Ebene. Dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wird vorgeschlagen, für die Berufe auf den Professionalebenen Weiterbildungsregelungen nach BBiG zu entwickeln, für die Spezialisten ein Zertifizierungssystem.
Der Beitrag benennt zentrale qualifikationsrelevante Tendenzen und Desiderate an die Aus- und Weiterbildung, die sich aus der "neuen Ökonomie" ergeben. Damit Klein- und Mittelbetriebe den Anschluss nicht verlieren, ist neben der Internetanwendung vor allem die Nachqualifizierung des Personals notwendig. Vorgeschlagen wird ein dreistufiges Qualifizierungsmodell: - Qualifizierungsmassnahme "Nutzen des Internets" mit der Qualifizierungsform "Internet- Lerninsel", -Geschäfte im Internet abwickeln, -Internet-Auftritt und E-Commerce konzipieren: Webmaster und E-Marketeer. Eine Schlüsselrolle kommt dabei der Netzkompetenz zu, die sich nicht allein auf die technische Kompetenz reduziert, sondern die Fähigkeit der erfolgreichen Arbeit in Netzen kennzeichnet. Kleine und mittlere Unternehmen können sie nur begrenzt aus dem Inland und erst recht aus dem Ausland einkaufen: Die Lösung müsse daher heissen: selbst qualifizieren, und vor allem schnell.
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