Der Weg zur Arbeit und damit empfundene Belastungen haben einen maßgeblichen Einfluss auf die Arbeitszufriedenheit von Beschäftigten. Sofern dies auch für Auszubildende zutrifft, stellt sich die Frage, ob jene, die eine größere Distanz zu ihrem Ausbildungsbetrieb zurücklegen müssen, eher geneigt sind, ihren Ausbildungsvertrag vorzeitig zu lösen, als junge Menschen die ihre Ausbildungsstelle am Wohnort haben. Im Beitrag wird auf Basis der Berufsbildungsstatistik dieser Frage nachgegangen.
Angesichts der Globalisierung müssen Erwerbstätige im Arbeitsalltag nicht nur häufiger Fremdsprachen anwenden, sondern auch ein Gespür für fremde Kulturen entwickeln, um in internationalen Arbeitszusammenhängen angemessen agieren zu können. Solche internationalen Kompetenzen lassen sich über Auslandspraktika während der Berufsausbildung frühzeitig erlernen. Alternativ können junge Menschen ihre Ausbildung auch vollständig im Ausland verbringen. Der Beitrag geht der Frage nach, von welchen personalen Eigenschaften und situativen Bedingungen es abhängt,ob junge Menschen ein Interesse dafür entwickeln, ihre Berufsausbildung vollständig oder zum Teil im Ausland zu absolvieren und somit 'transnational mobil' zu werden.
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) untersucht seit Jahren das Berufsbildungsverhalten von Jugendlichen, bevor sie die Schulen verlassen. Den Schwerpunkt dieser Befragungen bildet die Vorausschätzung der Ausbildungsplatznachfrage, wie sie für die berufsbildungspolitische Beurteilung der künftigen Ausbildungsstellensituation notwendig ist. In der jüngsten Befragung wurde neben diesem zentralen Thema nach der Attraktivität von verschiedenen Ausbildungsberufen gefragt. Der Beitrag konzentriert sich auf die Befragungsergebnisse der Schulabgängerinnen. Die Befunde zeigen, dass bei den weiblichen Schulabgängern der anerkannte Ausbildungsberuf im Zentrum der Bildungsabsichten steht, das Interesse an einer dualen Ausbildung aber insgesamt an dem der männlichen Jugendlichen zurückbleibt. Junge Frauen streben häufiger eine schulische Ausbildung an und nutzen diese zur beruflichen Orientierung. Das Image eines Berufes wird weniger von seinen konkreten Inhalten als von einem stabilen Wertemuster geprägt.
Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat 1992 eine repräsentative Befragung der Schüler in den 9. bzw. 10. Klassen der Haupt-, Real- und Gesamtschulen und in den 10. und 12. Klassen der Gymnasien sowie an berufsbildenden Schulen in Ostdeutschland durchgeführt. Die Ergebnisse geben Auskunft über die beabsichtigten Bildungswege der Schüler Ende des Schuljahres 1993. Unterschiede im Übergangsverhalten sind zwischen den Geschlechtern, aber auch zwischen den einzelnen Bundesländern zu beobachten. Die Befragung weist außerdem auf eine anhaltend hohe Mobilitätsbereitschaft der Jugendlichen bei der Ausbildungsplatzsuche hin.
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