Die kompetenzbasierte Neuausrichtung des dualen Systems bietet den Vorteil, anschlussfähig an die Entwicklungen zur Schaffung eines gemeinsamen europäischen Bildungs- und Beschäftigungsraumes zu sein und mit dazu beizutragen, die Berufsausbildung im Deutschen und Europäischen Qualifikationsrahmen angemessen zu platzieren. Um Kompetenzorientierung in den Ausbildungsordnungen zu verankern bedarf es einer konzeptionellen Grundlage, die systematisch an die Ordnungsarbeit anknüpft und Verfahrensschritte zur Umsetzung benennt. Im Beitrag werden ein Konzept zur Gestaltung kompetenzbasierter Ausbildungsordnungen vorgestellt sowie daraus resultierende Veränderungen gegenüber den derzeitigen Ordnungsmitteln und -verfahren aufgezeigt.
Die Diskussion um die kompetenzorientierte Weiterentwicklung von Curricula ist in allen Bildungsbereichen voll entbrannt. Sowohl in der Allgemeinbildung als auch in der beruflichen Aus- und Weiterbildung werden Kompetenzkonzepte entwickelt und Vorschläge für die Weiterentwicklung kompetenzbasierter Curricula unterbreitet. Mit Hilfe eines im BIBB entwickelten Kompetenzmodells sollen Vorschläge für eine kompetenzorientierte Gestaltung von Ausbildungsordnungen aufgezeigt werden. Im Beitrag werden expemplarisch Ergebnisse der Erprobung des Kompetenzmodells anhand vier ausgewählter Berufe des dualen Systems vorgestellt.
Die über 300.000 ehrenamtlichen Prüferinnen und Prüfer, die im Auftrag der zuständigen Stellen Prüfungen für staatlich anerkannte Aus- und Fortbildungsberufe abnehmen, leisten einen wesentlichen Beitrag zur Qualitätssicherung in der beruflichen Bildung. Die Aufgabe erfordert entsprechend qualifiziertes Prüfungspersonal. Mit dem Prüferportal wurde jetzt eine zentrale Informations- und Kommunikationsplattform im Internet geschaffen. Das Portal ist seit September 2008 unter www.prueferportal.org zu erreichen.
Der Innovationskreis berufliche Bildung der Bundesregierung hat mit seinen „10 Leitlinien zur Modernisierung und Strukturverbesserung der beruflichen Bildung“ Vorschläge zur Reform unterbreitet. Mit Bezug auf die Leitlinie 4 geht der Beitrag der Frage nach, wie Berufsfamilien mit gemeinsamen Kernkompetenzen zur Stärkung des Berufsprinzips beitragen können. Auf der Grundlage von Erfahrungen in der Ordnung kaufmännischer Dienstleistungsberufe werden erste Ideen für eine systematische Zuordnung von Berufen dargestellt, aus denen sich neue Impulse für die Ordnungsarbeit und die Ausbildungspraxis ableiten lassen.
In die bildungspolitische Diskussion um die Reform der Berufsbildung ist seit einiger Zeit Bewegung gekommen. Insbesondere das Konzept von EULER/SEVERING, mit einer Strukturierung der Berufsbildung in Ausbildungsbausteinen hat die "Gralshüter" der Berufsbildung auf den Plan gerufen und gleichzeitig weitere Reformüberlegungen angestoßen. Der Beitrag zeigt die gegenwärtigen Problemlagen und Bemühungen zur Aktualisierung der Berufsbildung auf, bevor die Vorschläge der Autoren dargestellt und hinsichtlich ihres Beitrags zur Modernisierung und zum Abbau der "Warteschleifenproblematik" bewertet werden. Zum Abschluss werden Vorschläge zur Umsetzung skizziert.
Berufsbildung positioniert und definiert sich in der Auseinandersetzung mit dynamischen Kontexten. Sie reflektiert Veränderungen und entwickelt sich als Respons auf neue Anforderungen ständig weiter. Neue Entwicklungen in Wirtschaft, Gesellschaft und Technik verändern Qualifikationsanforderungen, schaffen neue Rahmenbedingungen des Lehrens und Lernens und erhöhen den Druck, neue Konzepte und Strategien für die Berufsbildung zu entwickeln An dem Schnittpunkt zwischen neuen Qualifizierungsanforderungen und sich verändernden Lernkulturen agiert das Personal in der beruflichen Bildung. Im Beitrag werden Parameter beruflicher Bildung mit Einfluss auf das Funktionsbild des Bildungspersonals erörtert und die Rolle von Lernkonzepten und Medieneinsatz im Kontext veränderter betrieblicher Rahmenbedingungen aufgezeigt.
Das Internet als Lern- und Kommunikationsinstrument setzt neue Standards für die Entwicklung von Bildungskonzepten. Es werden Bildungsangebote benötigt, die den Auszubildenden schnell und arbeitsplatznah Wissen vermitteln und sie auf Selbststeuerung und Eigenverantwortlichkeit der Wissensaufnahme vorbereiten. Das Bildungspersonal wiederum muss befähigt werden, ein solches zeitgemässes Verständnis des Lehr- und Lernprozesses auf der Grundlage IT-gestützter Bildungskonzepte umzusetzen. In diesem Sinne wird im Beitrag die Bildungstechnologie, hier das Internet, als ein Instrument zur Gestaltung von Bildungskonzepten aufgefasst und der Frage nachgegangen, was das Internet zur Unterstützung innovativer Bildungskonzepte in der Berufsbildung leisten kann. Internetgestützte Bildungskonzepte fördern den Paradigmenwechsel in dreierlei Hinsicht: (1) von der Fachsystematik zur Handlungsorientierung, indem die Bildungstechnologie für die Bereitstellung modular strukturierter und an Aufgabenstellungen der Lernenden orientierte Lernmodule genutzt wird, (2) von den Lehrenden zu den Lernenden, indem sich die Bereitstellung von Bildungsangeboten an den Bedürfnissen der Lernenden ausrichtet, (3) von singulären zu integrierten ganzheitlich ausgerichteten Bildungskonzepten, die Qualifizierung, Information und Kommunikation interaktiv und integrativ anbieten.
Mit Foraus.de finden Ausbilder ein speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Forum zur berufsbegleitenden Weiterbildung im Internet. Es dient gleichzeitig als Plattform für die Verbesserung des überbetrieblichen Wissenstransfers und Erfahrungsaustausches. Leitidee sind die Knowledge Communities, eine mediengestützte und auf dem Internet basierte Form des Fernlernens und Wissensmanagements. Ziel einer Community-Plattform ist die Herausbildung selbsttragender Kompetenz- und Wissensnetzwerke. Im Beitrag werden ausgehend von der pädagogischen Intention Aufbau, Struktur und Inhalte des Forums vorgestellt.
Das Lernen am Computer und im Internet wird klassische Bildungsangebote künftig ergänzen, wenn nicht zunehmend sogar verdrängen. Wie kann moderne Informations- und Kommunikationstechnologie für die Qualifizierung der Ausbilder genutzt werden? Das ist die Fragestellung eines neuen Forschungsprojektes des Bundesinstituts für Berufsbildung. Leistungsfähigkeit wie auch die Grenzen der Internetqualifizierung sollen untersucht werden. Im Ergebnis sollen Empfehlungen für den Aufbau eines virtuellen Zentrums gegeben und ein Prototyp geschaffen werden.
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