Auf regionaler Ebene ist berufliche Bildung in ein Gesamtangebot von Bildungsmaßnahmen eingebunden. Vor Ort wirken verschiedene Bildungseinrichtungen – so auch die Träger der beruflichen Aus- und Weiterbildung – an einem Gesamtbildungsangebot mit. Dieses ist aus kommunaler Sicht wiederum Gegenstand eines kommunalen Bildungsmanagements, das darauf zielt, das Bildungsinteresse der Zivilgesellschaft in allen Facetten zu bedienen. Das Bundesprogramm "Lernen vor Ort" und dessen Weiterführung in einer "Transferinitiative KBM" zeigen auf, wie kommunales Bildungsmanagement konkret ausgestaltet und über Transferhilfen weiterentwickelt werden kann. Wir werden die Erfahrungen und Ergebnisse dieser Programme aufzeigen und herausarbeiten, welche Konsequenzen sich daraus für die berufliche Bildung ergeben.
At regional level, VET is incorporated into the overall provision of education measures. Various educational establishments operate locally to deliver this totality of education services, including providers of initial and continuing VET. From a local government perspective, this is the object of communal education management which aims to serve every facet of civic society’s educational interest. A federal programme entitled “Local Learning”, and its continuation in the “Local Government Education Management Transfer Initiative”, shows how local government education management can be structured and how it can be further developed via transfer support. We will illustrate the experiences and results that have emerged from these programmes and map out the consequences for VET.
Gefragt nach den Charakteristika des dualen Systems, wird zumeist auf die beiden Lernorte Betrieb und berufsbildende Schule hingewiesen, ggf. ergänzt um über- oder außerbetriebliche Ausbildungsstätten. Dabei sind Lernorte zunächst lediglich ein Mittel zum Zweck, nämlich der Vermittlung beruflicher Handlungskompetenzen in einem anerkannten Ausbildungsberuf. In diesem Sinne führt die Nennung der drei Lernorte zu grundlegenden Fragen: Ist die institutionelle Kennzeichnung von Lernorten hilfreich, wenn deren Potenziale und Grenzen zur Erreichung der Ausbildungsziele beurteilt werden sollen? Welche Lernorte bzw. Lernortkombinationen erfüllen die Ausbildungsziele am besten? Welche Faktoren wirken auf die Qualität der Ausbildungsprozesse in den Lernorten? – Damit sind einige der zentralen Fragen benannt, denen im Beitrag nachgegangen wird.
Questioned about the characteristics of the dual system, respondents usually mention the two learning venues of the workplace and the part-time vocational school, supplemented in some instances by inter-company or external training facilities. Nevertheless, on the face of it, learning venues are no more than a means to an end: namely, to impart the competences for vocational proficiency in a recognised training occupation. So naming the three learning venues raises some fundamental implicit questions: Is the institutional designation of learning venues helpful when it comes to assessing their respective potential and limitations for achieving the objectives of vocational training? Which learning venues or combinations of venues best fulfil the training objectives? Which factors contribute to the quality of vocational training processes in the learning venues? – This sets out some of the main questions which are pursued in the article.
Mit dem Gesetz zur Reform der Berufsbildung vom 19. Dezember 2008 wird das System der beruflichen Erst- und Weiterbildung in Luxemburg umfassend modernisiert. Zentrale Reformpunkte bestehen in der Ausrichtung der Ausbildung auf eine modulare und kompetenzorientierte Struktur. Das Institut für Wirtschaftspädagogik an der Universität St. Gallen und das BIBB unterstützen und begleiten das Reformprojekt, dessen Implementierung schrittweise bis 2013 geplant ist. Dies umfasst konzeptionelle Entwicklungsarbeiten, das Coaching der curricularen Arbeitsgruppen sowie die Vorbereitung des Lehr- und Ausbildungspersonals. Dieser Beitrag fokussiert auf die beiden zentralen Reformkonzepte Modularisierung und Kompetenzorientierung. Neben dem vertretenen Bedeutungsverständnis wird erläutert, wie die Konzepte bislang in den Ordnungsgrundlagen umgesetzt worden sind.
In der Ausgabe 1/2007 veröffentlichte die BWP - Berufsbildung in Wissenschaft und Praxis einen Diskussionsbeitrag von Dieter Euler und von Eckart Severing unter dem Thema "Zusammendenken, was zusammengehört - Ausbildungsbausteine als Grundlage der Weiterentwicklung der Berufsbildung". Der Beitrag erfolgte auf der Grundlage einer Studie im Auftrag des BMBF "Flexible Wege in der Berufsbildung". Inzwischen ist sehr kontrovers über das Konzept Ausbildungsbausteine diskutiert worden. Eine Reihe von Einwänden zeugt auch von Missverständnissen unter den Akteuren. Im Beitrag nehmen Euler und Severing einige zentrale Einwände auf, um ihnen im Interesse einer sachorientierten Debatte argumentativ zu begegnen.
Im Rahmen eines Gutachtens (EULER, SEVERING 2006) wurde untersucht, ob eine Gliederung der Berufsbildung in Deutschland mit standardisierten Ausbildungsbausteinen zu mehr Transparenz und Flexibilität der Ausbildung beitragen kann und ob Ausbildungsbausteine die Übergänge der Jugendlichen im Ausbildungssystem erleichtern können. Es werden Modelle einer Strukturierung der Berufsbilder in jeweils fünf bis acht bundesweit standardisierte Ausbildungsbausteine vorgeschlagen und die Schritte zu einer praktischen Erprobung und Umsetzung skizziert. Es geht weder um die Abschaffung des dualen Systems noch um die Aufgabe des Berufsprinzips - im Gegenteil: Beide Grundpfeiler des Berufsausbildungssystems sollen auf die veränderten sozioökonomischen Rahmenbedingungen ausgerichtet und gestärkt werden. Einige Aspekte des Gutachtens werden im Artikel zusammengefasst.
In dem Beitrag wird kritisiert, daß die verbreitete Grundhaltung gegenüber Lernortkooperation häufig auf einem Verständnis von Kooperation gründet, das sich nicht an einer gemeinsamen Verfolgung didaktischer Zielvorstellungen orientiert. Die positive Bewertung von Kooperation durch die Betroffenen bleibt meist unverbindlich, so daß sich in der Ausbildungspraxis eine Diskrepanz zwischen der geäußerten Einstellung und dem Handeln zeigt. Auf der Grundlage von Erfahrungen aus dem Modellversuch KOLORIT wird gezeigt, daß begrenztes Engagement im Rahmen der jeweiligen institutionellen Bedingungen als durchaus sinnvoll bezeichnet werden kann. In dem Modellversuch kristallisierten sich sogenannte "Kooperative Erkundungsaufträge" als eine gute Möglichkeit heraus, unter den bestehenden Rahmenbedingungen die Kooperation der Lernorte zu intensivieren.
Seit März 1991 wird vom Forschungsinstitut für Berufsbildung im Handwerk an der Universität Köln ein Modellversuch zur Entwicklung und Erprobung selbstgesteuerter Weiterbidungsformen im Handwerk durchgeführt. Kooperationspartner sind die Handwerkskammern in Kassel und Köln sowie die Akademie des Zimmerer- und Holzbaugewerbes in Kassel. Es sollen Konzepte zur selbstgesteuerten Qualifizierung von Bürofachkräften zur PC-gestützten Abwicklung von kaufmännischen Aufgaben entwickelt und erprobt werden. Der Aufsatz skizziert die empirischen Ausgangsvoraussetzungen sowie das konzeptionelle Design des Modellversuchs.
Im Rahmen des Modellversuches "Pädagogische Beratung im Handwerk" sind Konzepte zu entwickeln, mit deren Hilfe Ausbildungsberater und Lehrlingswarte für die Berufsausbildung im Handwerk qualifiziert werden sollen. Der Beitrag behandelt drei Fragestellungen: 1. Wie kann eine theoriegeleitete, problemorientierte Kooperation mit dem ausgewählten Praxisfeld 'Pädagogische Beratung im Handwerk' aufgebaut und gestaltet werden? 2. Welche praktischen Auswirkungen lassen sich nach den ersten Erfahrungen des Modellversuchs absehen? 3. Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse sind aus einer solchen Kooperation zu erwarten?
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