In terms of education and employment policy, major significance is attached to lifelong learning. Germany’s Federal and Länder governments have set themselves the target of achieving a continuing education participation rate of 50 per cent of the working population – measured by Adult Education Survey (AES) data – by 2015. A further aim is to increase the participation of educationally disadvantaged groups. Nevertheless, apart from continuing education, as defined in the national reporting system for the German AES, other forms of adult learning also exist. The article gives an overview of these whilst pursuing the question of whether they can be effective in helping to eliminate inequalities.
Aus bildungs- und beschäftigungspolitischer
Sicht wird dem lebenslangen
Lernen hohe Bedeutung zugewiesen.
So haben sich Bund und
Länder zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr
2015 eine Weiterbildungsbeteiligung
der Erwerbsbevölkerung von 50 Prozent
– gemessen an den Daten des
Adult Education Survey (AES) – zu
erreichen. Dabei geht es auch darum,
die Teilnahme bildungsbenachteiligter
Gruppen zu erhöhen. Neben der
Weiterbildung, wie sie in der nationalen
Berichterstattung zum deutschen
AES abgegrenzt wird, gibt es
jedoch noch andere Formen des Lernens
Erwachsener. Hierzu vermittelt
der Beitrag einen Überblick und geht
gleichzeitig der Frage nach, ob es
darüber gelingen kann, Ungleichheiten
abzubauen.
Betriebe haben in vielfältiger Art und Weise Einfluss auf das Lernen Erwachsener. Sie sind sowohl Lernorte, Bildungsanbieter als auch Bildungsfinanziers. Im Prozess der Arbeit wird zufällig oder gezielt gelernt, vor allem größere Betriebe bieten eigene interne Kurse im Unternehmen an oder finanzieren ihren Beschäftigten die Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen bei externen Bildungsanbietern. In diesem Beitrag wird auf der Grundlage der europäischen Unternehmensbefragung CVTS untersucht, welche Lernformen in der betrieblichen Weiterbildung in Deutschland und in Europa vorherrschen und ob das Angebot in den vergangenen Jahren in Deutschland in der Mehrzahl der Unternehmen vielfältiger geworden ist.
Im Jahr 2000 hat der Europäische Rat von Lissabon eine Agenda 2010 verabschiedet mit dem Ziel, in der Europäischen Union einen hoch dynamischen und wettbewerbsfähigen wissensbasierten Wirtschaftsraum zu schaffen, der durch nachhaltiges Wachstum, mehr und bessere Beschäftigungsmöglichkeiten sowie soziale Kohäsion gekennzeichnet ist. Bildung ist dabei ein bedeutsames Element der wirtschafts- und sozialpolitischen Strategie der Europäischen Union. Die Lissabon-Strategie ist gekennzeichnet durch die Vereinbarung von gemeinsam zu erreichenden Zielen, die Festlegung von Zeitplänen sowie die Verständigung über Indikatoren und Benchmarks. Der Artikel stellt die für den Bildungsbereich vereinbarten Benchmarks vor und diskutiert Daten und Befunde zur Frage, ob das Ziel von Lissabon erreicht wird.
Die dritte europäische Erhebung zur betrieblichen Weiterbildung von 2005 (CVTS3) ermöglicht es, die Situation in Deutschland mit der in anderen europäischen Staaten zu vergleichen und zugleich Veränderungen zu 1999 aufzuzeigen. Bei einigen wichtigen Kennziffern sind Rückgänge zu verzeichnen: So nahmen der Anteil weiterbildender Unternehmen und der Anteil der Unternehmen, die Weiterbildung in Form von Kursen und Seminaren anbieten, ab. Ebenfalls sank der Anteil der Beschäftigten, die an betrieblichen Weiterbildungskursen teilnahmen, leicht, und die finanziellen Aufwendungen der Unternehmen für diese waren deutlich rückläufig. Allein die Zahl der Weiterbildungsstunden je Beschäftigtem blieb stabil.
Die im Herbst 2004 unter maßgeblicher Mitwirkung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) abgeschlossene "Maastricht-Studie'" diente der Bestandsaufnahme der nationalen Berufsbildungspolitiken in den Staaten der Europäischen Union. Sie zeigt auf, inwieweit die vom Europäischen Rat von Lissabon im Jahre 2000 verabschiedete "Agenda 2010" bereits umgesetzt ist und was im Hinblick auf die dort gesteckten Ziele zu tun bleibt. Vordringlich sind laut Studie Maßnahmen für Geringqualifizierte, die Kompetenzentwicklung älterer Arbeitnehmer, die Verbindung von beruflicher und akademischer Bildung, Investitionen in die Berufsbildung sowie die Förderung der Mobilität.
Seit Ende der achtziger Jahre ist in den alten Bundesländern der relative Anteil der Jugendlichen, die eine Ausbildungsstelle im dualen System suchen, deutlich gesunken. Der Beitrag widerlegt die Hypothese der nachlassenden Attraktivität der dualen Ausbildung und erklärt den Rückgang der Nachfrage durch strukturelle Entwicklungen im Bereich der Schulabschlüsse, durch Veränderungen in den Ausbildungsinteressen der Jugendlichen und durch die Angebotsabhängigkeit der Nachfrage.
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