Vocational preparation schemes are in a state of upheaval. The present public employment services measures will merge into three qualification levels of a new concept. Up to now the legislators have formulated clearly delineated guidelines for vocational preparation schemes as an integral part of the Vocational Education and Training Act (BBiG) and introduced a new term for them, Vocational Training Preparation. This article will show some of the differences between Vocational Training preparation and the new concept of the public employment services. It will show some of the reasons for the existing differences and at the same time indicate some of the preconditions for resolving them.
Vocational preparation schemes are in a state of upheaval. The present public employment services measures will merge into three qualification levels of a new concept. Up to now the legislators have formulated clearly delineated guidelines for vocational preparation schemes as an integral part of the Vocational Education and Training Act (BBiG) and introduced a new term for them, Vocational Training Preparation. This article will show some of the differences between Vocational Training preparation and the new concept of the public employment services. It will show some of the reasons for the existing differences and at the same time indicate some of the preconditions for resolving them.
Berufsvorbereitende Maßnahmen befinden sich in einer Umbruchsituation. Die bisherigen Maßnahmen der Arbeitsverwaltung gehen auf in drei Qualifizierungsebenen eines neuen Fachkonzepts. Zuvor hat der Gesetzgeber klar umrissene Vorgaben für berufsvorbereitende Maßnahmen als Bestandteil des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) formuliert und dafür den neuen Begriff Berufsausbildungsvorbereitung eingeführt. Im Beitrag werden Unterschiede zwischen der Berufsausbildungsvorbereitung und dem neuen Fachkonzept der Arbeitsverwaltung herausgearbeitet. Für die bestehenden Differenzen werden Ursachen aufgezeigt und zugleich Voraussetzungen dafür benannt, dass sie aufgelöst werden können.
Seit nunmehr 18 Jahren gibt es in Deutschland mit der Benachteiligtenförderung ein bildungspolitisches Instrument, dessen Bedeutung für die Berufsausbildung seitdem kontinuierlich zugenommen hat und durch das Sonderprogramm zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit um neue Fördervarianten ergänzt worden ist. Der Beitrag stellt die Entwicklung der Benachteiligtenförderung anhand der Teilnehmerzahlen und der finanziellen Aufwendungen dar. Das Finanzvolumen und die Teilnehmerzahlen sind beachtlich angestiegen. Dies gilt insbesondere für die außerbetriebliche Berufsausbildung. Ihre Teilnehmerzahlen haben sich sowohl in den neuen als auch in den alten Ländern deutlich erhöht. Dabei bestehen auffallend große, regionale Unterschiede.
Der Beitrag fußt auf Ergebnissen einer empirischen Untersuchung, die 1994/95 in Betrieben der Länder Berlin, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt in den Berufen Elektroinstallateur, Industriemechaniker, Kaufmann im Einzelhandel und Industriekaufmann durchgeführt wurde. Im Mittelpunkt stehen die Fragen, auf welche Ursachen die Ausbildungszufriedenheit zurückgeführt werden kann und welchen Beitrag die betriebliche Ausbildungspraxis zur Erklärung der Zufriedenheit der Auszubildenden leistet. Die Auszubildenden äußerten sich in der Regel recht zufrieden über ihre betriebliche Berufsausbildung. Dabei gibt es jedoch erhebliche berufsspezifische Unterschiede bei den Zufriedenheitsaussagen der Jugendlichen. Ein größeres Maß an Selbständigkeit beeinflusst die Zufriedenheit nur in der Tendenz positiv. Jedoch hat die erlebte Ausbildungspraxis (Ausbildungsmethoden, Zuwendung, Ausbilder) entscheidenden Einfluss auf die Zufriedenheit der Auszubildenden. Als eigenständige Faktoren sind der "Abwechslungsreichtum der Arbeitsaufgaben" und die "persönliche, ausbildungsbezogene Zuwendung durch die Ausbilder" von größtem Gewicht.
Auf Wunsch der Ausbildungsbetriebe sollen Berufsschulzeiten zugunsten der Anwesenheit der Auszubildenden im Betrieb zeitlich anders über die Ausbildungsjahre verteilt und flexibel organisiert werden. Im Rahmen der Untersuchung werden Aussagen von 354 Teilzeitberufsschülern verschiedener Ausbildungsgänge zur Verkürzung des Berufsschulunterrichts ausgewertet. Dabei stellt sich heraus, dass die Jugendlichen, bei berufsspezifischen Unterschieden, eher an zusätzlichem Unterricht interessiert sind. Weit verbreitet ist der Wunsch nach zusätzlichem fachbezogenen Unterricht wie auch der Wunsch, in der Berufsschule eine zusätzliche Vorbereitung auf Prüfungen zu erhalten. Neben den Schülern sind auch 72 Klassenlehrer und Schulleiter befragt worden.
Der Beitrag wurde durch Forschungsergebnisse aus dem Bereich der beruflichen Bildung behinderter und benachteiligter Jugendlicher angeregt. Aus der sich seit Jahren abzeichnenden Polarisierung des Schulbildungsniveaus der Auszubildenden sollen für die duale Berufsausbildung Schlußfolgerungen gezogen werden. Das bestehende System müßte so flexibel gestaltet werden, daß den unterschiedlichen Bildungsvoraussetzungen der Auszubildenden und den veränderten Qualifikationsanforderungen der Wirtschaft durch Individualisierung und Binnendifferenzierung Rechnung getragen werden kann, ohne daß dafür zusätzliche Bildungsgänge etabliert werden müßten.
Vom Februar 1980 bis zum Juli 1981 ist in der Apparatefabrik Wetzlar der Firma Philips GmbH ein Modellversuch durchgeführt worden. An ihm waren 35 "schwer vermittelbare" junge Frauen beteiligt, die in zwei Gruppen in wöchentlichem Wechsel vormittags bzw. nachmittags im Werk gearbeitet und an der jeweils anderen Tageshälfte an einem waldorfpädagogisch orientierten Förderunterricht teilgenommen haben. Die Teilnehmerinnen hatten Arbeitsverträge als Jungarbeiterinnen. Globales Ziel des Vorhabens war es, eine Alternative zu herkömmlichen berufsvorbereitendenMaßnahmen zu erproben.
Im Rahmen der vom Bundesminister für Bildung und Wissenschaft finanziell geförderten und vom BIBB betreuten Modellversuche in der außerschulischen Berufsbildung werden seit einigen Jahren verstärkt Versuche zur Berufsvorbereitung und Berufsausbildung lernschwacher und sozial benachteiligter Jugendlicher durchgeführt. Die bisher vorliegenden Erfahrungen und Ergebnisse sind durchaus ermutigend; ein großer Teil der in diesem Vorhaben ausgebildeten Jugendlichen konnte das Ausbildungsziel erreichen bzw. wird es voraussichtlich erreichen können. Auf der anderen Seite ist jedoch auch eine gewisse Ernüchterung insofern eingetreten, als die Maßnahmen nicht in jedem Fall zum gewünschten Erfolg führen, also offensichtlich noch Verbesserungen und Ergänzungen nötig sein werden. Im Beitrag werden einige Vorschläge für mögliche künftige Modellversuche skizziert, die sich weitgehend aus der bisherigenBetreuung laufender Modellversuche ergeben haben. Er ist als allgemeiner Bezugsrahmen gedacht, an dem sich die Weiterarbeit auf diesem Felde unter Berücksichtigung der jeweiligen regionalen und sektoralen Gegebenheiten orientieren könnte.
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