In einer empirischen, qualitativen Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung und der Friedrich-Ebert-Stiftung wurden Erwerbstätige aus sechs verschiedenen Berufsbereichen nach typischen und wichtigen Alltagssituationen gefragt, in denen Anforderungen an soziale Kompetenz eine Rolle spielen. Die geschilderten beruflichen Alltagssituationen gliedern sich in Kontakt- und Kommunikationssituationen, Kooperationssituationen, Problemsituationen und Konfliktsituationen. Der Beitrag nennt Beispiele für typische Anforderungen an die soziale Kompetenz in den einzelnen Arbeitssituationen und diskutiert eine Definition, die Bedeutung und die Geschlechtsspezifik von sozialer Qualifikation. Der letzte Abschnitt befasst sich mit den Problemen und Möglichkeiten der Vermittlung sozialer Qualifikation in der Aus- und Weiterbildung.
Berufliches Abschlußniveau, Erwerbsbeteiligung und Erwerbskontinuität der Frauen in der DDR waren deutlich höher als bei den Frauen im alten Bundesgebiet. Dennoch waren in beiden Teilen Deutschlands Frauen gegenüber Männern beruflich benachteiligt. Der Beitrag stellt zunächst die Erwerbstätigkeit und Ausbildung von Frauen in den alten Bundesländern dar und untersucht anschließend, wie sich die berufliche Situation der Frauen in den neuen Ländern entwickelt hat und wie die Zukunftsperspektiven aussehen.
Ein empirischer Vergleich der Berufssituation und des Berufserfolgs jüngerer Frauen und Männer in qualifizierten Angestelltenberufen des kaufmännisch-verwaltenden Bereichs
Frauen haben in der Allgemeinbildung und der Berufsausbildung in den letzten Jahrzehnten große Fortschritte gemacht und gegenüber den Männern immens aufgeholt. Die bildungsmäßigen Verbesserungen schlagen sich jedoch nicht in entsprechenden Verbesserungen der beruflichen Situation von Frauen, d. h. in der Angleichunq an die berufliche Situation der Männer nieder. Noch immer liegen die Frauen im Einkommen und in der beruflichen Position im Durchschnitt weit hinter den Männern. Das wird in der Regel darauf zurückgeführt, daß viele Frauen aufgrund familiärer Verpflichtungen teilzeitbeschäftigt sind oder die Erwerbsarbeit unterbrechen und eine geringere Beschäftigungsdauer bzw. -erfahrung vorzuweisen haben. Im folgenden soll zunächst noch einmal kurz der Bildungsanstieg der bundesrepublikanischen Frauen und Mädchen veranschaulicht werden. Dann wird anhand eines empirischen Vergleichs des Berufserfolgs qualifizierter junger Frauen und Männer der Frage nachgegangen, ob die Faktoren Bildung, Arbeitszeitumfang und Beschäftigungsdauer für die berufliche Situation bzw. für die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern ausschlaggebend sind. Wäre dem so, müßten gleich gut qualifizierte jüngere Frauen und Männer, die im erlernten Beruf vollzeitbeschäftigt sind, gleichgestellt sein.
Verfolgt man unsere Medien zu Fragen der Berufsentwicklung, insbesondere zur Frage der Entwicklung beruflicher Anforderungen infolge neuer Techniken, hat man allen Grund, verwirrt zu sein. Auf der einen Seite häufen sich die Statements von Experten - meist Arbeitgebervertretern -, die den Eindruck vermitteln, neue Werkstoffe, neue Produktionstechniken und -verfahren führten unaufhaltsam zu steigenden Anforderungen am Arbeitsplatz und damit zur Notwendigkeit qualifizierter Ausbildung. Auf der anderen Seite häufen sich die Hiobsbotschaften von Experten - meist Arbeitnehmervertretern -, die den Eindruck erwecken, die Folgen neuer Technologien und Techniken seien zwangsläufig vor allem menschenleere, geisterhafte Fabriken, Säle voller Bildschirm- und Routinearbeitsplätze in Büros und Verwaltungen und damit einhergehende Dequalifizierung von Arbeitsplätzen und Arbeitskräften.
Eine umfangreiche, vom Bundesinstitut für Berufsbildung beim Soziologischen Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) inAuftrag gegebene Studie zur Qualifikationsforschung zeigt, daß in der Mehrzahl der in die Untersuchung einbezogenen Fälle infolge des ökonomisch bedingten technisch-organisatorischen Wandels eine starke Substitution von traditionellenFacharbeitertätigkeiten durch Angelerntentätigkelten und Hilfsarbeiten eintrat. Auch innerhalb des verbleibenden Spektrums von Facharbeit entstanden häufig neue Teilbereiche mit im Vergleich zu früher eingeschränkteren Funktionenbzw. Qualifikationsanforderungen. Diese Ergebnisse bestätigen die Hypothese über die tendenzielle Polarisierung derQualifikationsanforderungen in der industriellen Produktion.
Bedingt durch die demographische Entwicklung und die Situation auf dem Ausbildungsstellenmarkt stehen derzeit die Kapazitätsprobleme im Vordergrund der Berufsbildungsdiskussion. Die Arbeit im Tagungsbereich 1 war ausgerichtet auf die Analyse der Ursachen und Folgen des Ausbildungsplatzengpasses sowie auf die Konzipierung und Bewertung von Maßnahmen. Da die Maßnahmen nicht nur zur kurzfristigen Engpaßbewaltigung, sondern zur dauerhaften Lösung des Problems beitragen sollen, waren die übergeordneten Gesichtspunkte der Qualität der Ausbildung und des Bezugs zum Beschäftigungssystem besonders zu berücksichtigen.
Eines der Teilprojekte im Forschungsprogramm des BIBB hat sich in Anbetracht der erheblichen öffentlichen Mittel, die zum Bau und Ausbau, zur Ausstattung und Unterhaltung überbetrieblicher Ausbildungsstätten zur Verfügung standen und stehen, die Aufgabe gestellt, die Effizienz überbetrieblicher Ausbildungsstätten im Hinblick auf ihren Beitrag zur Stabilisierung (Erhaltung/Erhöhung) des Ausbildungsplatzangebots zu untersuchen. Der Beitrag ist ein Auszug aus der noch andauernden Arbeit der Verfasserin dieses Projekts, er soll einen Überblick über Aufgabenstellung, Größenordnung und Entwicklung des Bereichs überbetrieblicher Ausbildungsstätten und -plätze geben.
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