Über 50.000 Jugendliche waren es vor knapp zehn Jahren, die an den von den Berufsschulen eingerichteten Maßnahmen zur Berufsvorbereitung - zumeist als Berufsvorbereitungsjahr (BVI) bezeichnet - teilnahmen. Seither ist ihre Zahl bis zum Schuljahr 1987/88 auf rd. 26.300, also um fast die Hälfte zurückgegangen. Diese ingesamt erfreuliche Bilanz ist nicht zuletzt auf die demographische Entwicklung zurückzuführen. Die Zahl der Schulabgänger hat in diesem Zeitraum deutlich abgenommen, bei den Schulabgängern nach Beendigung der Vollzeitschulpflicht um knapp 34 %, bei denjenigen ohne Hauptschulabschluß, die vor allem die Adressaten berufsvorbereitender Maßnahmen sind, sogar um gut 44 %.
Bei dem durchgeführten Modellversuch orientierte sich das pädagogische Konzept an dem Prinzip der Alternanz, verstanden als sinnvolle Verbindung von Arbeiten und Lernen, wie sie vom Grundsatz her auch für das duale System mit dem Wechsel zwischen Betrieb und Schule typisch ist. Der Artikel beschreibt die Ziele und die Vorgehensweise des Modellversuchs. Die Ergebnisse werden dargestellt und abschließend über den Verbleib der Teilnehmer berichtet.
Im Rahmen der vom Bundesminister für Bildung und Wissenschaft finanziell geförderten und vom BIBB betreuten Modellversuche in der außerschulischen Berufsbildung werden seit einigen Jahren verstärkt Versuche zur Berufsvorbereitung und Berufsausbildung lernschwacher und sozial benachteiligter Jugendlicher durchgeführt. Die bisher vorliegenden Erfahrungen und Ergebnisse sind durchaus ermutigend; ein großer Teil der in diesem Vorhaben ausgebildeten Jugendlichen konnte das Ausbildungsziel erreichen bzw. wird es voraussichtlich erreichen können. Auf der anderen Seite ist jedoch auch eine gewisse Ernüchterung insofern eingetreten, als die Maßnahmen nicht in jedem Fall zum gewünschten Erfolg führen, also offensichtlich noch Verbesserungen und Ergänzungen nötig sein werden. Im Beitrag werden einige Vorschläge für mögliche künftige Modellversuche skizziert, die sich weitgehend aus der bisherigenBetreuung laufender Modellversuche ergeben haben. Er ist als allgemeiner Bezugsrahmen gedacht, an dem sich die Weiterarbeit auf diesem Felde unter Berücksichtigung der jeweiligen regionalen und sektoralen Gegebenheiten orientieren könnte.
lDer Beitrag stellt die wichtigsten Ergebnisse eines kürzlich abgeschlossenen Forschungsberichts dar, der sich mit dem Thema "Verhaltensbeeinflussungen, Erziehungsstrategien im Berufsvorbereitungsjahr" befaßt. Die dem Bericht zugrundeliegenden empirisch-analytischen Erhebungen bezogen sich zwar auf die Situation in Nordrhein-Westfalen, doch diese scheint in mancher Hinsicht der in anderen Ländern vergleichbar. Das Forschungsvorhaben wurde durch das Kultusministerium von Nordrhein-Westfalen initiiert bzw. unterstützt und unter Beteiligung des Bundes finanziell gefördert worden - also durch diejenige lnstitution, die für die Einführung des BVJ verantwortlich zeichnet. Treibendes Motiv für diesen Forschungsauftrag war "das Interesse der Landes- und der Bundesregierung an qualitativen Aussagen über das neu eingeführte BVJ, welche Hinweise für künftige Steuerung und Beeinflussung der Einrichtung geben könnten".
ln den vergangenen Jahren sind zahlreiche Maßnahmen in die Wege geleitet worden, um die bildungspolitische Zielperspektive "Ausbildung für alle" auch für jene Jugendlichen zu öffnen, die bislang nicht (hinreichend) vom System der beruflichen Erstausbildung erreicht worden sind. Neben Maßnahmen einer speziellen Berufsvorbereitung stehen Bemühungen, die Berufsausbildung so zu gestalten, daß sie den besonderen Schwierigkeiten und Bedürfnissen dieser benachteiligten Jugendlichen Rechnung trägt und ihnen einen erfolgreichen Ausbildungsabschluß ermöglicht. Ein solches Anliegen wird u. a. in einer Reihe von Modellversuchen verfolgt und liegt auch dem Programm des Bundesministers für Bildung und Wissenschaft für die Förderung der Berufsausbildung von benachteiligten Jugendlichen zugrunde. Im folgenden Beitrag werden Ausgangspunkte, Ziele und pädagogische Ansätze dieser Vorhaben skizziert sowie Probleme angedeutet, wie sie sich aufgrund der bisher gewonnenen Erfahrungen abzeichnen.
Wer die zahlenmäßige Entwicklung des Berufsgrundbildungsjahres (BGJ) kontinuierlich verfolgt hat, konnte feststellen, daß bei seinem Ausbau bestimmte Berufsfelder ganz offensichtlich Priorität genießen, andere hingegen noch kaum Berücksichtigung finden. ln diesem Beitrag wird das für das Schuljahr 1978/79 vorliegende Datenmaterial unter der Fragestellung ausgewertet, inwieweit diese unterschiedliche Gewichtung bedingt ist durch die unterschiedliche Anzahl der Auszubildenden in den den betreffenden Berufsfeldern zugeordneten Ausbildungsberufen. Das Ergebnis ist, aufgegliedert nach Ländern, in der folgenden Tabelle zusammengefaßt.
Vom Bundesinstitut für Berufsbildung werden seit mehreren Jahren Umfragen bei den Kultusministern/-senatoren der Länder über die Zahl der Klassen und Schüler im Berufsgrundbildungsjahr (BGJ) durchgeführt. Danach ist die Zahl der Schüler von 12.616 im Jahre 1973/74 auf 52.993 im Jahre 1978/79 gestiegen. Dieser inzwischen erreichte Ausbaustand ist beachtlich, nicht zuletzt angesichts der mit der Einführung des BGJ immer noch verbundenen Schwierigkeiten und Probleme. Andererseits macht ein Vergleich mit der Anzahl der Jugendlichen, die das 1. Ausbildungsjahr in der traditionellen dualen Form durchlaufen, deutlich, daß das BGJ nach wie vor noch eine Randerscheinung darstellt; der Anteil der BGJ-Schüler, gemessen an diesen, betrug 1978/79 etwa 10,5%.
Beherrschendes Thema in der bildungspolitischen Diskussion sind z. Z. die Möglichkeiten und Grenzen zur Schaffung ausreichender Ausbildungsplätze für die gegenwärtig und in den kommenden Jahren weiter steigende Zahl jugendlicherSchulabgänger/-absolventen oder, anders ausgedrückt, die Jugendarbeitslosigkeit und die Möglichkeiten ihrer Beseitigung.Ebenso aktuell und zum Teil mit dem Problem der Jugendarbeitslosigkeit verknüpft ist daneben die Frage nachden Möglichkeiten und Grenzen von Maßnahmen zur Förderung von Jugendlichen, die als "nicht berufsreif" bezeichnetwerden.
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