Die Idee, sein Wissen der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, gewinnt immer mehr an Popularität. Seien es wissenschaftliche Inhalte wie bei Open Access, Codes von Computerprogrammen wie bei Open Source oder Forschungsdaten und Untersuchungsergebnisse wie bei Open Science. Doch wie hoch ist die Bereitschaft, Lehr-/Lernmaterialien als Open Educational Resources (OER) zu teilen? Im Beitrag werden hierzu erste Ergebnisse einer Befragung an berufsbildenden Schulen vorgestellt.
Die »Berufsmatura: Lehre mit Reifeprüfung« (Lehre mit Matura) ist in Österreich eine bildungspolitische Innovation, die Lehrlingen während ihrer Ausbildung den Erwerb der sogenannten Berufsreifeprüfung ermöglicht und damit zu einem allgemeinen Hochschulzugang berechtigt. Der Beitrag beschreibt Zielsetzung, Struktur und Organisation des seit 2008 bestehenden Programms und geht auf die Akzeptanz bei Lehrlingen und Betrieben ein.
Die duale Berufsbildung hat europa- und weltweit an Akzeptanz und Attraktivität gewonnen. Damit rückt auch die Schweiz, ein Labor für ebendiese Berufsbildung, ins Blickfeld. Aber die Schweiz ist nicht die Schweiz: Die Unterschiede zwischen den drei sprachlich-kulturellen Hauptregionen sind bezüglich der Schule frappant und eignen sich dazu, Merkmale und Bedingungen erfolgreicher Berufsbildung aufzuzeigen. Der Beitrag geht der Frage nach, warum im Mikrokosmos der Svizzera Italiana die Attraktivität der dualen Berufsbildung geringer ist als in der übrigen Schweiz.
Die Regelung des § 4 Absatz 2 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) schreibt vor, dass für einen anerkannten Ausbildungsberuf nur nach der Ausbildungsordnung ausgebildet werden darf. Der Folgeabsatz bestimmt, dass Jugendliche unter 18 Jahren in anderen als anerkannten Ausbildungsberufen nicht ausgebildet werden dürfen, soweit die Berufsausbildung nicht auf den Besuch weiterführender Bildungsgänge vorbereitet. Mit der Geltung dieses sogenannten Ausschließlichkeitsgrundsatzes hat die staatliche Anerkennung eines Ausbildungsberufs Folgen für die Praxis, die dort offenbar nicht auf uneingeschränkte Akzeptanz stoßen, wie ein aktuelles Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) zeigt.
Der Beitrag widmet sich der Beschulung in sogenannten Mischklassen, einer Form der ausbildungsplatznahen Beschulung in Sachsen-Anhalt, die eine Möglichkeit des gemeinsamen Unterrichtens in Berufsbereichen/Berufsgruppen an berufsbildenden Schulen darstellt. Neben konkreten Arbeitsdefinitionen werden Ursachen für die Einführung von Mischklassen sowie schulorganisatorische und mikrodidaktische Veränderungen aufgezeigt. Auf der Grundlage ausgewählter Ergebnisse einer hierzu durchgeführten explorativen Studie wurde ein 'Katalog von Akzeptanzbedingungen' für die Bildung von Mischklassen erstellt, der im Beitrag in Auszügen vorgestellt wird. Die Autoren formulieren abschließend Empfehlungen, wie Mischklassenbeschulung in Sachsen-Anhalt weiterentwickelt und optimiert werden kann.
Sicherung und Weiterentwicklung der Berufsbildungsqualität betreffen vor allem das Erreichen der Ziele einer Ausbildung, also Beschäftigungs- und Weiterbildungsfähigkeit, unter sich verändernden Rahmenbedingungen. In diesem Beitrag werden Ergebnisse eines einschlägigen Forschungsprojekts zur Qualität der Ausbildung an Höheren Technischen Lehranstalten (HTL) in Österreich vorgestellt. Sie genießt in der Bevölkerung und bei Arbeitgebern hohe Akzeptanz. Diese wurde auch durch die Einführung von Fachhochschulen nicht eingebüßt. Hauptproblem in mittelfristiger Perspektive ist die transparente Darstellung der verliehenen Qualifikationen in Europa, da die meisten Länder den Erwerb gehobener beruflicher Qualifikationen erst auf postsekundärer Ebene vorsehen. Herausforderungen ergeben sich damit aktuell weniger aus der Anpassung der Lehrpläne an den Strukturwandel, sondern durch die Europäisierung von Bildung und Arbeitsmärkten.
Die Verordnung von zweijährigen Ausbildungsberufen mit oder ohne Anschlussmöglichkeit an drei- bis dreieinhalbjährige Berufe ist umstritten. Bisher liegen erst wenige empirische Befunde vor, die nicht auf prognostischen Bedarfsanalysen beruhen. Die Ergebnisse einer auf Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein fokussierten Evaluationsstudie zum zweijährigen Ausbildungsberuf Kfz-Servicemechaniker/-in geben erste Einblicke zur Akzeptanz und Wirkung sowie zu möglichen betrieblichen Einsatzfeldern.
Mit dem Bildungsscheck NRW ist ein Anreizsystem für Beschäftigte und Betriebe geschaffen worden, das die Teilnahme an beruflicher Weiterbildung anregen soll. Über das Verfahren und erste Erkenntnisse zur Akzeptanz des Instruments informiert dieser Beitrag.
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) untersucht die Akzeptanz von zweijährigen betrieblichen Ausbildungsgängen, um so das Potenzial an zusätzlich zu gewinnenden Ausbildungsplätzen abzuschätzen. Dass damit besondere bildungspolitische und pädagogische Fragestellungen verbunden sind, zeigt ein Blick in die Schweiz, wo in Pilotprojekten nach Antworten gesucht wird. Drei Kernelemente kennzeichnen alle Projekte in der Schweiz: die Anschlussfähigkeit aller beruflichen Abschlüsse, ein Rechtsanspruch auf besondere Förderung für Jugendliche mit schlechten Startchancen und berufsspezifische Lösungen.
In der kaufmännischen Ausbildung der Wieland-Werke AG, Ulm, wird ein Auszubildenden-Rückmeldesystem (ARSY) praktiziert, das der modernen Forderung nach Rückmeldung beobachteten Verhaltens entspricht. Nicht die Beurteilung zurückliegender Leistungen, sondern das Gespräch über erlebte Entwicklung und Chancen für Verbesserungen stehen im Vordergrund. Auszubildende erhalten nach jedem Abteilungsaufenthalt detaillierte Rückmeldungen über ihren jeweils erreichten Stand im Hinblick auf Fertigkeiten, Wissen und Verhalten. Durch Partizipation aller an der Ausbildung Beteiligten ist ein systematisches, praktikables und transparentes Feedbacksystem entstanden, das zu grosser Akzeptanz auf allen Seiten geführt hat. In dem Beitrag werden Konzept, Projektverlauf und realisiertes Feedbacksystem vorgestellt und abschliessend Hinweise zur Übertragbarkeit des Konzeptes gegeben.
The documents made publicly accessible on this website, including associated data such as images, graphics and multimedia files, are protected by copyright. The respective authors are responsible for content. Individual reproductions such as copies and print-outs may only be made for private and other personal use (§ 53 German Copyright Law, UrhG). The legally permitted uses for teaching, science and institutions (§§ 60a ff. UrhG), in particular for the purpose of non-commercial scientific research, remain unaffected by this. In addition, reproduction, distribution and making available to the public are only permitted with the express permission of the publisher and with a reference to the source. This applies in particular in respect of reproduction and archiving of documents on electronic data media or on another server. Users themselves are responsible for compliance with legal stipulations and may be held liable in the event of misuse.