Die öffentliche Weiterbildungsförderung in Deutschland lässt sich mit den Attributen vielfältig, aber auch komplex und intransparent beschreiben. Inwieweit der kaum übersehbaren Zahl von Instrumenten, Programmen und Maßnahmen übergeordnete strategische Ausrichtungen zugrunde liegen, bleibt oft unklar. Der Beitrag gibt einen Überblick zur finanziellen Förderung und Inanspruchnahme primär nachfrageorientierter Instrumente. Ausgehend von Überlegungen zur Förderstruktur und zu möglichen Förderlücken werden abschließend Ansatzpunkte für eine verbesserte Systematisierung aufgezeigt.
In der Berufsbildungspolitik und Berufsbildungsforschung hat die Programmförderung des Bundes ein großes Gewicht. Sie soll Entscheidungen unterstützen und Strukturveränderungen herbeiführen. Inhaltliche Schwerpunkte und Umfang der Förderung von Programmen werden auf Bundesebene festgelegt. In diesem Positionsbeitrag wird zunächst die Steuerungshoheit in der öffentlichen Programmförderung beschrieben. Anschließend wird nach den damit verbundenen politischen Strategien gefragt. Hierbei geht es um zwei Aspekte: Programmförderung als Legitimation politischen Handelns und Programmförderung als symbolische Politik.
In der öffentlichen Förderung beruflicher Weiterbildung lässt sich eine Zunahme nachfrageorientierter Förderprogramme, insbesondere von Bildungsgutscheinen, feststellen. Mit diesen Programmen werden Beschäftigte und Betriebe direkt gefördert und finanziell in ihrer Weiterbildungsteilnahme unterstützt. Der Beitrag gibt einen Überblick über Gutscheinprogramme und stellt eine übergreifende Typologie nachfrageorientierter Förderung vor, die für Wissenschaft und Praxis mehr Transparenz schaffen soll. Abschließend wird diskutiert, ob eine weitgreifendere Beratung, die bereits bei der Bildungsbedarfsentwicklung ansetzt, die Effektivität dieser Programme verbessern kann.
Seit der Gründung der Initiative "Diversity als Chance. Die Charta der Vielfalt der Unternehmen in Deutschland" im Dezember 2006 haben sich ihr 500 Unternehmen und öffentliche Einrichtungen angeschlossen, darunter auch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). Die "Charta der Vielfalt" ist eine Unternehmensinititiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und wurde von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration initiiert.
Um allen Jugendlichen ein ausreichendes und auswahlfähiges Angebot an Ausbildungsplätzen unterbreiten zu können, sind Konzepte erforderlich, mit denen die Konjunkturabhängigkeit der Ausbildung verringert wird. In der berufsbildungspolitischen Diskussion spielen dabei Ausbildungsverbünde eine besondere Rolle. Viele dieser Verbünde werden nach wie vor staatlich gefördert. Seit einiger Zeit richtet sich die Aufmerksamkeit auch auf Ausbildungsverbünde, die nicht auf eine öffentliche Förderung angewiesen sind. In dem Beitrag werden Ergebnisse einer BIBB- Untersuchung von Verbünden dargestellt, die sich vollständig selbst finanzieren. Im Mittelpunkt der Untersuchung standen Fragen zu den Strukturmerkmalen und Entwicklungsperspektiven selbst finanzierter Ausbildungsverbünde.
In den letzten Jahren haben Bund, Länder, Bundesanstalt für Arbeit und nicht zuletzt die Europäische Union in den Regionen mit angespanntem Ausbildungsmarkt erheblich zur Förderung der betrieblichen Ausbildung beigetragen. Unter der Vielzahl der Finanzierungsträger und Förderprogramme leidet die Transparenz der Förderausgaben. Kritische Stimmen sehen in der staatlichen Förderung einen Beitrag zur Subventionierung betrieblicher Ausbildungsplätze. In dem Beitrag werden Analyseergebnisse zu Umfang und Struktur öffentlicher Förderausgaben im Zeitraum 1997 bis 2001 dargestellt. Schliesslich wird der Frage nachgegangen, inwieweit die öffentliche Hand dabei die Betriebe von ihrer Verantwortung entlastet, die Ausbildung selbst zu finanzieren.
In den letzten Jahren haben Bund, Länder, Bundesanstalt für Arbeit und die Europäische Union in den Regionen mit angespanntem Ausbildungsmarkt erheblich zur Förderung der betrieblichen Ausbildung beigetragen. Unter der Vielzahl der Finanzierungsträger und Förderprogramme leidet die Transparenz der Förderausgaben. Kritische Stimmen sehen in der staatlichen Förderung einen Beitrag zur Subventionierung betrieblicher Ausbildungsplätze. In dem Beitrag werden Analyseergebnisse zu Umfang und Struktur öffentlicher Förderausgaben (Bund und Länder) im Zeitraum 1997 bis 2001 dargestellt, wobei drei Finanzierungsschwerpunkte unterschieden werden: Kurative Förderung, Strukturförderung, Zielgruppenförderung. Schliesslich wird untersucht, inwieweit die öffentliche Hand dabei Betriebe von ihrer Verantwortung entlastet, die Ausbildung selbst zu finanzieren.
Die Beratungsstellen zur Qualifizierung ausländischer Nachwuchskräfte (BQN) verstehen sich als Informations- und Service-Zentralen. Sie schaffen insbesondere Kooperationsverbünde, initiieren berufliche Orientierungsmassnahmen und bieten öffentliche Foren für Experten und Interessierte an. Der Bremer Beratungsstelle ist es gelungen, vielfältige Kontakte zwischen ausländischen Jugendlichen und ausbildenden Betrieben herzustellen und auf diese Weise zur Schaffung neuer Ausbildungsplätze beizutragen.
Im BIBB-Forschungsprojekt "Berufsbildung im Übergang - Analyse der Ausbildungsgestaltung in den neuen Ländern" werden seit 1991 aufbauend auf qualitativen und quantitativen repräsentativen Erhebungen die wesentlichen Charakteristika und Probleme der Entwicklung der Berufsbildung in den neuen Ländern untersucht. Erste ausgewählte Analyseergebnisse einer Erhebung in Ausbildungsbetrieben Anfang 1994 liegen jetzt vor. Das duale System der Berufsbildung ist demnach in den neuen Bundesländern noch nicht verankert. Die Situation der Berufsbildung stellt gewissermaßen ein Spiegelbild der insgesamt schlechten Ertrags- und Beschäftigungsperspektive dar. Zur Sicherung eines ausreichenden Ausbildungsstellenangebots ist hier deshalb die öffentliche Hand auch weiterhin in starkem Maße gefordert. Neben direkten finanziellen Hilfen müssen auch eine Vielzahl weiterer Maßnahmen ergriffen werden, die den Betrieben die Wahrnehmung von Ausbildungsverantwortung erleichtern.
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